Große Ehre: Sächsischer Bürgerpreis geht an Förderverein Wehrkirche Triebel

Das Gotteshaus im ehemaligen Grenzgebiet war zu DDR-Zeiten eingestürzt. Hartnäckiger Bürgersinn holte die Ruine aus dem Verfall zurück ins Leben - und machte sie zu einem Mittelpunkt des Dorfes.

Triebel.

Große Ehre für den Förderverein Wehrkirche Triebel: Für den Wiederaufbau der historischen Wehrkirche von Triebel ist er mit dem Sächsischen Bürgerpreis ausgezeichnet worden. 

Die Wehrkirche war 1988 eingestürzt. Sie stand im ehemaligen Grenzgebiet, in dem kirchliches Leben kaum noch möglich war. Entsprechend verfiel das kleine Gotteshaus. Doch die Triebeler fanden sich nach der Wende mit der Ruine nicht ab. Zuerst war der Wiederaufbau nur eine Vision. Mit der Gründung des Fördervereins im Jahr 2008 wurde sie jedoch Schritt für Schritt verwirklicht. 30 Jahre nach dem Einsturz konnte der Wiederaufbau (unter anderem mit 13.000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden) abgeschlossen werden. Heute finden dort zahlreiche Veranstaltungen statt. Es handelt sich nicht nur um ein kulturhistorisches Baudenkmal, die Kirche ist auch wieder zu einem Mittelpunkt des Dorflebens geworden.

Weniger Grund zur Freude hatten der Förderverein Parkanlagen der Stadt Reichenbach sowie der Verein Leuchtturm: Sie gingen leer aus.

Zum neunten Mal ist der Sächsische Bürgerpreis am Donnerstagabend verliehen worden. Gemeinsam mit der Stiftung Frauenkirche Dresden und der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank würdigt der Freistaat damit Vereine, Initiativen, Institutionen oder Einzelpersonen für ihren herausragenden Einsatz für Demokratie und Zusammenhalt.

Ministerpräsident Kretschmer lobte das vielfältige bürgerschaftliche Engagement im Freistaat: "Der Sächsische Bürgerpreis ist eine wunderbare Gelegenheit, den Menschen zu danken, die sich in beeindruckender Weise einbringen. Ohne die unzähligen engagierten Bürgerinnen und Bürger in diesem Land ist keine Demokratie zu machen. Die diesjährigen Preisträger und die vielen Nominierten stehen beispielhaft für den Gemeinsinn, die Mitmenschlichkeit und für den Zusammenhalt hier bei uns im Freistaat."  (tb/nie)

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