Ein magischer Punkt für den Landrat

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Die "Freie Presse" ruft ihre Leser in diesem Frühjahr dazu auf, den schönsten Blick des Vogtlandes zu küren. Heute: Der Alte Söll in Schöneck.

Schöneck.

Wenn die Top-Aussichtspunkte des Vogtlandes gesucht werden, darf der Alte Söll in Schöneck natürlich nicht fehlen. Von 734 Meter Höhe hat man hier eine fantastische Aussicht. Klar, dass der Landrat als gebürtiger Schönecker an diesem Panorama nicht vorbeikommt, wenn er nach seinem persönlichen Favoriten gefragt wird. "Der Blick vom Aussichtsfelsen Alter Söll in meiner Heimatstadt Schöneck ist mein persönliches Lieblings-Vogtlandpanorama", sagt Rolf Keil. "Vom Felsen aus hat man eine wunderbare Rundsicht über die vogtländische Landschaft und über deren Grenzen hinaus. Der Alte Söll war schon für uns als Kinder ein magischer Punkt. Unser täglicher Schulweg führte uns daran vorbei. Ein Abstecher auf die Aussichtsplattform gehörte dazu."

Doch auch später war und ist der Felsen für ihn ein Magnet. "Als wir älter waren, war es der Blick in den Westen. Der Ochsenkopf, der unser Fernsehprogramm ausstrahlte. Mit dem Fernglas immer nach der Suche etwas Neues in Bayern zu entdecken. Bei schönem Wetter war die Freiheit zum Greifen nah", erzählt er. "Und auch heute noch muss jeder meiner Gäste den Alten Söll besteigen." Den Landrat zieht es auch mit seiner Familie zum markanten Punkt oberhalb der Kirche. Dort lockt der Burgenspielplatz - einer der schönsten Spielplätze im Vogtland. "Die Enkelkinder spielen auf dem herrlichen Spielplatz am Fuße des Felsens und danach geht's natürlich auf die Aussichtsplattform. Dieses Panorama ist zu jeder Jahreszeit etwas ganz Besonderes."

Was sich nicht auf den ersten Blick erschließt: Der Alte Söll ist viel mehr als nur ein Aussichtsfelsen. Denn auf dem Alten Söll befand sich bis ins 17. Jahrhundert die Burg Schöneck. Um 1180 errichtet, wird die Burg stetig erweitert und ist in den folgenden Jahrhunderten bei verschiedenen Herren begehrt. Im 16. Jahrhundert wird die Burg an den Kanzler Heinrich von Plauen verkauft. Dieser verpfändet sie an den Kurfürsten August von Sachsen. Mit der Nichteinlösung der Burg als Pfand gehört Schöneck seitdem zu Sachsen. Die Burg verfällt dennoch, ihr unterer Teil wird 1580 abgetragen und durch ein Jagdschloss ersetzt. Im 30-jährigen Krieg und im Siebenjährigen Krieg wurde sie vollständig zerstört. Lediglich der Felssporn blieb erhalten. (tb)

Und was ist Ihr Lieblingsblick? Senden Sie ein druckfähiges Foto Ihres Lieblingspanoramas (Mindestauflösung 320 dpi) mit Ihrer Begründung und einer Beschreibung des genauen Standortes per Post an Ihre Lokalredaktion oder per E-Mail an die nachfolgend genannte Adresse. Bitte Name und Anschrift sowie Telefonnummer nicht vergessen. Teilnehmer erklären sich mit Nennung Ihres Namens und Veröffentlichung ihres Fotos einverstanden. Einsendeschluss ist der 12. Juni.

 

E-Mail: panorama@freiepresse.de

 

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