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Kommunalwahl im nördlichen Vogtland: In Reichenbach liegt die AfD vorn

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Bei der Kommunalwahl zieht sich die Auszählung der Stimmen. Zu Reichenbach liegen nur Teilergebnisse vor. Dafür sind die ersten kleinen Kommunen nun ausgezählt.

Reichenbach.

Bei der Kommunalwahl am Sonntag hat die AfD im nördlichen Vogtland nicht nur bei der Europawahl deutlichen Aufwind bekommen. In Reichenbach deutete sich nach der Auszählung von zehn der 22 Stadtgebiete ein deutlicher Zuwachs an Wählergunst an. Zu diesem Zeitpunkt lag die AfD mit 30,4 Prozent der Stimmen vorn und hatte ihr Ergebnis von vor fünf Jahren damit nahezu verdoppelt. Damit wäre die AfD auf acht der 26 Sitze im Stadtrat gekommen - die sie diesmal auch besetzen könnte. Vor fünf Jahren hatte der einzige AfD-Kandidat deutlich mehr als 4000 Stimmen geholt - das hätte für vier Sitze gereicht.

Die CDU auf Platz zwei mit knapp 15 Prozent käme bei diesem Stand der Auszählung diesmal auf vier Sitze. Auf drei Sitze kämen der Gewerbeverein Reichenbach (11,6 Prozent) und die Bürgerinitiative Reichenbach-Mylau (11,1), dahinter rangieren mit je zwei Sitzen die FDP (7,6 Prozent) und die erstmals via Wahl wohl in den Stadtrat einziehenden Freien Wähler Reichenbach (8,3).

Als erstes Reichenbacher Wahllokal ausgezählt war gegen 20.45 Uhr die Feuerwache Obermylau mit 122 Stimmberechtigten. Dort lag die AfD mit 37,9 Prozent vor der Bitex mit 15,7 und der Bürgerinitiative Reichenbach-Mylau, die auf 13,2 Prozent kam. Die CDU (4,3) lag sogar etwa hinter FDP (9,6) oder Gewerbeverein (8,2). Nach dieser Stimmverteilung wäre die AfD noch auf neun der 26 Sitze im Stadtrat gekommen. Die Wahlbeteiligung betrug 78,7 Prozent. Bis kurz vor 22 Uhr hatte sich diese Bild allerdings etwas relativiert. Die AfD lag zwar mit 33,4 Prozent immer noch deutlich vorn, doch die CDU schaffte nach der Auszählung in 7 von 22 Wahlbezirken immerhin 12,7 Prozent.

Bei der Gemeinderatswahl in Heinsdorfergrund sind die Kräfteverhältnisse im Wesentlichen bestätigt worden. Stärkste Kraft bleibt wie 2019 die Freie Wählergemeinschaft, die sogar noch leicht dazugewann und auf 73 Prozent der Stimmen kam. Die Kandidaten der CDU - Offene Liste holten 27 Prozent. Damit stellt die Wählergemeinschaft neun der zwölf Sitze im Gemeinderat. Die AfD hatte in Heinsdorf anders als noch vor fünf Jahren keinen Kandidaten gestellt. Die Wahlbeteiligung in der Dreidörfergemeinde lag bei 71,4 Prozent.

In Limbach hat die Freie Wählervereinigung einen Riesenerfolg hingelegt. 90,4 Prozent der Stimmen vereinigte die bisher bereits stärkste Kraft auf sich - nochmal eine Steigerung zu 2019 um fast zwölf Prozentpunkte. Damit nimmt die Vereinigung im Gemeinderat neun der zehn Sitze ein. Die CDU als einziger Kontrahent kam auf 9,6 Prozent und verlor im Vergleich zu vor fünf Jahren 3,8 Punkte.

In Lengenfeld schafft es die CDU, im Vergleich zu 2019, zuzulegen. Sie wächst um 3,1 Prozentpunkte auf jetzt 22,4 Prozent. Mit Abstand stärkste Kraft bleibt aber die BIL mit 73,1 Prozent. Damit hat sie sogar um 5,2 Prozentpunkte zugelegt. Die Linken verlieren 2,3 Prozentpunkte auf jetzt 4,5 Prozent.

Europawahl: Bei der Europawahl mit einer Wahlbeteiligung von oft mehr als 70 Prozent und damit einer Steigerung gegenüber 2019 machte die AfD in Heinsdorfergrund das Rennen mit 33,8 Prozent vor der CDU mit 28,9 Prozent. Damit gewannen die AfD-Stimmen für Europa im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren mehr als zehn Prozentpunkte hinzu, die CDU verlor 1,6 Punkte. Die Wahlbeteiligung lag bei 72,1 Prozent.

Auch in Netzschkau lag die AfD in Europa vorn, hier mit 33,1 Prozent - ein Zugewinn zu 2019 von 11,7 Prozentpunkten. Mit weitem Abstand folgt die CDU mit 23 Prozent, ein Minus von 5,9 Punkten. Die Wahlbeteiligung lag bei 67,4 Prozent.

In Limbach ergibt sich ein ähnlicher Blick auf Europa - die AfD kommt auf 35,1 Prozent der Stimmen (plus 13,5 Punkte) vor der CDU mit 24,9 Prozent (minus 1,3). Die Wahlbeteiligung lag bei 75,3 Prozent.

Auch in Neumark liegt die AfD mit 36,7 Prozent (plus 10,6 Punkte) vor der CDU, die auf 23,4 Prozent (minus 1,7) kommt. Die Wahlbeteiligung lag bei 74,9 Prozent.

In Lengenfeld kommt die AfD in Europa auf 34,2 Prozent der Stimmen, die CDU auf 25,2, die Wahlbeteiligung lag hier bei 68,7 Prozent. In Reichenbach als mit Abstand größter Kommune erreicht die Alternative für Deutschland mit 36,4 Prozent der Stimmen den zweitstärksten Wert im nördlichen Vogtland; auch hier liegt die CDU weit dahinter mit 21,5 Prozent. Die Wahlbeteiligung wird mit 62,2 Prozent notiert. (gem)

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