Die Einrichtung in Reichenbach ist für neun Kinder Zuhause auf Zeit. Großer Wunsch ist die Gestaltung des Außengeländes. Doch erst mal steht Weihnachten vor der Tür – manche Kinder haben zwei Feiern.
Mit Spannung wird in der Reichenbacher Kinderarche die jüngst angelaufene „Leser helfen“-Aktion von „Freie Presse“ verfolgt. Großer Wunsch der Einrichtung ist die seit Langem ins Auge gefasste Gestaltung des eher nüchternen Außengeländes „zu einem lebendigen, sicheren und naturnahen Erlebnisraum mit Platz für Individualität und Gemeinsamkeit“. So hat es Einrichtungsleiterin Nicole Baumann formuliert.
Läuft die Spendenaktion für die Arche gut, feiern die Kinder Weihnachten 2026 auch im neugestalteten Garten.
Mit Festessen, Gedichten und Wertschätzung
Zum Beispiel mit einer Schnitzeljagd. Die gehört jedes Jahr zum Weihnachtsfeier-Ritual in der heilpädagogischen Arche-Wohngruppe, in der neun Kinder im Alter von 8 bis 18 Jahren ein Zuhause auf Zeit haben. Die Weihnachtsfeier steigt diesmal am 22. Dezember – mit Schnitzeljagd auf Wegen außerhalb des Arche-Geländes.
Im Haus selbst wartet ein Festessen mit Braten und Klößen, berichtet Nicole Baumann. Auch die fünf pädagogischen Fachkräfte feiern mit. Es gibt eine (schöne) Bescherung, zuvor haben Kinder und Erzieher – wie sich das gehört – Gedichte aufzusagen und Lieder zu singen. Es gibt gemeinsame Spiele und „viel Emotionalität“, sagt die Leiterin: „Es ist immer ein sehr wertschätzender Abend, bei dem ausschließlich gelobt wird. Was die Kinder schon alles geschafft haben, zum Beispiel.“
Darum geht‘s
Das sieht bei der zweiten Feier nicht anders aus – Heiligabend. Ein Drittel der Kinder feiert Weihnachten in der Arche. Weil die Kinder kein Zuhause haben oder dort nicht hinkönnen. An diesem Abend rücken die Kinder und die diensthabenden Erzieher besonders eng zusammen.
Im neuen Jahr richten sich die Blicke auch wieder auf die Spendenaktion. Die Arche schätzt die Kosten der Umgestaltung auf 12.000 Euro. Die DRH-Stiftung Kinderhilfe Zwickau steuert 3000 Euro bei. Geplant ist für die Jüngsten ein geschützter Spielbereich „zum Toben oder für kreative Sandspiele ein Sandkasten“. Für die Älteren Rückzugsorte mit Sitzmöglichkeiten, mit Chill-Ecke oder Boxsack zum Runterkommen. Und für alle ein Platz zum Quatschen oder Musikmachen. Mit Hängematten, Sonnensegel, Liegen und mehr. (gem)






