Feldbrand hält Feuerwehr in Atem

Bewohner angrenzender Häuser in Gersdorf mussten ihre Grundstücke verlassen. Trockenes Getreidestroh war binnen kürzester Zeit auf einer großen Fläche in Flammen aufgegangen.

Gersdorf.

Ein großer Feldbrand hat sich am Freitag am Hofgraben bei Gersdorf ereignet. Auf einem Feld nahe der Windräder war ein Feuer ausgebrochen, das sich im trockenen Getreidestroh schnell ausbreitete. Laut Thomas Neubert von der Agrargenossenschaft Lungwitztal fanden am Ursprungsort des Brandes zu dem Zeitpunkt keine Erntearbeiten statt. Wie das Feuer ausgebrochen ist, war laut Neubert unklar. Die Alarmierung der Feuerwehren erfolgte um 15.25 Uhr auch mit heulenden Sirenen in Gersdorf.

Vor Ort konnten die Gersdorfer Kameraden ein Ausbreiten des Feuers zunächst nicht verhindern, da es durch den böigen Wind schnell in Richtung Südosten getrieben wurde. Auf den Feldern lag trockenes Getreidestroh, das binnen kürzester Zeit in Flammen stand. Am Ende war laut Einsatzleiter André Legies von der Feuerwehr Gersdorf eine Fläche von 2000 Quadratmetern verbrannt. Neben den Gersdorfern rückten auch die Kameraden aus Hohenstein-Ernstthal, Oberlungwitz, Bernsdorf, Hohndorf und Lugau an. Am Hofgraben bestand Gefahr, dass der Feldbrand auf Grundstücke und Häuser übergreift. Hier half ein Großaufgebot von Polizeikräften, die vom Sachsenringeinsatz abgezogen wurden, um bei den Evakuierungs- und Brandbekämpfungsarbeiten zu unterstützen. "Es war positiv, dass die Polizei so schnell vor Ort war", so Andre Legies. Der Polizeihubschrauber beobachte die Lage von oben und konnte die Feuerwehrleute gezielt an die Brandorte schicken.


Am Hofgraben, der Verbindungsstraße zwischen Gersdorf und Hohndorf, schien das Feuer zunächst gestoppt. Doch wenig später brannte es ein Stück weiter in Richtung Plutostraße auf einer Fläche von 100 mal 300 Metern ebenfalls. Weitere Feuerwehren aus Stollberg, Oelsnitz und Oberdorf sowie Tanklöschfahrzeuge aus Reinsdorf, Hartenstein und Zwickau wurden alarmiert. Zudem halfen Landwirte mit schwerer Technik, die Schutzstreifen ins Feld pflügten. Auf dem Hofgraben kam es durch die Rauchschwaden zu Sichtbehinderungen und einen Auffahrunfall mit zwei verletzten Personen. Auch zwei Feuerwehrleute wurden bei dem Einsatz verletzt. Insgesamt waren nach Angaben von André Legies rund 250 Feuerwehrleute und 50 Fahrzeuge an den Einsatzorten. (mpf)

 

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