Martin-Hoop-Schacht wird Kunstwerk

Leipziger Illustrator und Gestalter gewinnt Wettbewerb zur Industriekultur

Zwickau.

So grau wie zurzeit hat der Turm des Martin-Hoop-Schachtes IVa die längste Zeit ausgesehen. Der höchste Förderturm der Muldestadt wird jetzt zum Kunstwerk. Auf einer Fläche von etwa 30 mal 16 Metern soll darauf ein Bild entstehen, das die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Zwickauer Industriekultur als "Motor sächsischer Wirtschaft" widerspiegelt.

Der Landkreis Zwickau und die Firma MSB Metall- und Stahlsystembau, die Eigentümerin des Turmes ist, haben innerhalb des EU-Projektes "InduCult2.0" unter dem Motto "Lebendige Industriekultur abseits der Metropolen" nach einem Künstler gesucht, der das Vorhaben umsetzt. Es gab zwölf Bewerber. Eine siebenköpfige Jury entschied sich am Ende für Christoph Steyer aus Leipzig. Der 38-jährige ist unter dem Namen Flamat als Illustrator und Gestalter aktiv. Der Künstler wird voraussichtlich in der kommenden Woche mit der Fassadengestaltung beginnen, die fünf bis sieben Tage dauert. Gearbeitet wird dabei von einem speziell angebrachten Hängegerüst aus, Die Kosten für die Gestaltung der Südwest-Fassade belaufen sich auf insgesamt 60.000 Euro. Für das Kunstwerk werden europäische Fördermittel bereitgestellt. Der Kulturraum Zwickau/Vogtland fördert das Gerüst, und die MSB Metall- und Stahlsystembau übernimmt die Kosten der Fassadenrenovierung.

Vor 40 Jahren ist im Martin-Hoop-Schacht IVa letztmals Steinkohle gefördert worden. (vim)

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