Nix zu meckern: Kleiner Steffen ist der schönste Ziegenbock im Erzgebirge

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Zum 20. Mal wurde in Steinbach zum Ziegentreffen eingeladen. Während diesmal wesentlich weniger Tiere als zu den bisherigen Wettbewerben präsentiert wurden, war der Publikumszuspruch an der Raststätte Wildbach dafür umso höher.

Steinbach.

Steffen ist der schönste Vierbeiner des Erzgebirges. Das Böckchen hat sich am Sonntag zur Jubiläumsauflage des Ziegentreffens in Steinbach gegen 24 Konkurrenten durchgesetzt. Mit seinem Sieg blieb die Siegerschleife bei Besitzer Marco Uhlig vom Ziegenverein in der Gastgebergemeinde. Die Wahl des erst knapp sechs Monate alten Vierbeiners durch zahlreiche Schaulustige verkörperte zugleich ein besonders Happy End: Die Geißmutter starb bei seiner Geburt, eine Ersatztante nahm sich der kleinen Erzgebirgsziege an.

Aus der zweiten Entscheidung des einzigartigen Ziegenwettbewerbs ging Andy Siegl mit seiner Anna hervor. Der Mildenauer setzte sich beim Teamwettrennen von Tier und Mensch durch. Auch in seinem Stall wuchs mit Leila ein zum Wettbewerb vorgestelltes Zicklein auf, das von der Mutter verstoßen wurde und von Ehefrau Anja Siegl mit der Flasche aufgezogen werden musste.

Mit 25 Teilnehmern aus einer Handvoll Kommunen verzeichnete die 20. Auflage des originellen Schönheits- und Schnelligkeitswettbewerbs diesmal weniger Titelanwärter. Vor Pandemiezeiten wagten sich bis zu 60 Kandidaten auf den Laufsteg vor der Raststätte Wildbach. Unterdessen fand die Neuauflage der Veranstaltung einen bislang nie gesehenen Publikumszuspruch. Zu Hunderten säumten Gäste die Ziegengasse an der Raststätte Wildbach, in der Gastwirt Dave Weber mit seinem Gastgeberteam die Organisationsfäden zog.

Verblüfft verfolgten auch diesmal auswärtige, mit dem Wettkampfmodus wenig vertraute Gäste das Geschehen. Denn wo, außer in Steinbach, steigen Ziegen sonst in den Waggon eines Personenzuges? Von da starten regelmäßig Zwei- und Vierbeiner ihre Wettkampffahrt hin zum Laufsteg am Wildbach. So war im Preßnitztal wieder einmal der Zweiklang von meckernden Vierbeinern und pfeifendem Dampfross zu vernehmen.

Mario Eberlein, der frühere Betreiber des dem Erzgebirgszweigverein gehörenden Gasthauses, erinnerte an den Werdegang des originellen Vergleichs, als vor mehr als 20 Jahren ein Anwohner eher zufällig ein Zicklein mit zur Stammtischrunde brachte. Damals wurde die Idee geboren, doch auch ein Treffen für die Vierbeiner zu organisieren.

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