Note 6: Elternrat im Erzgebirge kritisiert Schulschließung

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Der Vorsitzende Ricky Auerswald richtet sich mit einem offenem Brief an die Politik.

Wenn Kinder und Eltern den Politikern aktuell ein Zwischenzeugnis erstellen dürften, dann wären sie versetzungsgefährdet. Mit diesen Worten beginnt ein offener Brief, den der Kreiselternrat Erzgebirge am Freitagabend veröffentlichte. Die Elternvertreter haben mit großer Verwunderung die Entscheidung des sächsischen Kultusministeriums vernommen, wonach die Schulen im Erzgebirge ab Montag aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklung nach nur einer Woche Präsenzunterricht im Wechselmodell wieder geschlossen bleiben müssen.

"Was Sie in den vergangenen zwölf Monaten gemacht haben in Sachen Schule, verdient die Note 6. Sie verwalten, anstatt zu gestalten. Sie reagieren, anstatt zu agieren", richtet Vorsitzender Ricky Auerswald die Worte an Staatsminister Christian Piwarz, Landrat Frank Vogel sowie die Bürgermeister im Kreis. Vielmehr sollte die Politik alles unternehmen, damit Schulen langfristig offen bleiben können, um Kindern soziale Kontakte und bessere Bildung zu ermöglichen. Auerswald kritisiert die nicht vorhandenen Konzepte, etwa für die ausreichende Anschaffung von Raumluftfiltern.

Für viele Schüler hat es mittlerweile vier Monate keinen Präsenzunterricht gegeben. Die Motivation sei bei den Kindern, aber auch bei Eltern und Lehrern langsam erschöpft, betont der Elternratsvorsitzende. Auerswald fordert Politik und Schulträger auf, tragfähige und umsetzbare Konzepte zur Öffnung der Schulen nach Ostern zu erstellen. Nicht die Inzidenzwerte, sondern die Ergebnisse der Corona-Tests sollten ausschlaggebend für die Schließung einer Bildungseinrichtung sein, heißt es weiter in dem offenen Brief. Eine weitere Forderung: die Ausstattung der Schulen mit Raumluftfiltern. Das seien die Hausaufgaben für die Politik in den kommenden drei Wochen.

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11 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    7
    1624480
    20.03.2021

    Schließung hin oder her. Im Rechtsstaat ist alles richtig gelaufen. Proteste, wofür? Öffnen der Schule für zwei, drei Tage? Wird es nicht geben. Welcher Schüler kommt motiviert? Dann zwei Wochen Ferien.
    Die Überlegungen sollten auf den 11.4. gerichtet werden. Wie geht es weiter? Offen? Geteilte Klassen? Täglicher Wechsel? Sonnabendunterricht? Wer zu Hause lernt hat die 6 Unterrichtsstunden auch mal bis 16.30 Uhr. Nicht angefertigte Aufgaben sind konsequent mit 6 zu bewerten. Schüler mit notendurchschnitt schlechter 2,5 müssen das Schuljahr wiederholen. Ohne wenn und aber. Wenn Bildung so wichtig ist, sollte dies in Anbetracht der Situation auch im Interesse der Eltern sein. Und bitte keine Schuldzuweisungen an die Lehrer. Wir können nichts daran ändern, wenn ihre Kinder lieber zocken als die Aufgaben mit lehrbuch und arbeitsheft zu lösen. Und bitte Politik sucht Lösungen. Es sind 3 Wochen bis zum schulstart. Ist nichts neues. Die Frage ist, wie geht es weiter?