Verstoß gegen Corona-Schutzverordnung in Oberwiesenthal - Polizei beschlagnahmt Auto

Am Samstag stellte die Polizei ein Auto in Oberwiesenthal sicher. Sein Besitzer, ein junger Mann aus einem Nachbarlandkreis, war wiederholt von der Polizei in Oberwiesenthal erwischt worden, ohne dass er einen triftigen Grund vorweisen konnte.

Oberwiesenthal/Thalheim.

Bei Kontrollen in Oberwiesenthal hat die Polizei am Samstag 35 Verstöße gegen die Sächsische Corona-Schutzverordung festgestellt. Zudem lösten Beamte eine Party in Thalheim auf.

So erhielten tagsüber 19 Personen in Oberwiesenthal Platzverweise und Ordnungswidrigkeitsanzeigen, weil sie keinen triftigen Grund für ihren Aufenthalt vorweisen konnten. In den Abend- und Nachtstunden führte die Chemnitzer Verkehrspolizei Kontrollen in Oberwiesenthal durch. Schwerpunkt waren die Parkplätze, auf denen Autofahrer die winterlichen Straßenverhältnisse wiederholt für rasante Fahrmanöver nutzten. Insgesamt stellten die Beamten zehn Fahrzeuge mit insgesamt 26 Personen fest, die sich ohne triftigen Grund dort aufhielten. Allen 26 Personen wurden Platzverweise ausgesprochen. Zudem erhielten sie Ordnungswidrigkeitsanzeigen.

Eines der Fahrzeuge, ein Audi, sowie dessen Fahrer wurden zum wiederholten Mal mit einem Verstoß gegen die Sächsische Corona-Schutzverordung in Oberwiesenthal angetroffen. Der Wagen des 22-Jährigen aus dem Landkreis Zwickau wurde zur Gefahrenabwehr sichergestellt, teilt die Polizei mit.

Zudem lösten Polizeibeamte eine Party in Thalheim auf. Streifenbeamte hatten die Feier gegen 22 Uhr in einem Garagenkomplex an der Stadtbadstraße bemerkt. Vor Ort stellten sie acht Personen fest, die ebenfalls Anzeigen erhielten. (sane)

30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Testen Sie die digitale Freie Presse unverbindlich.
Erhalten Sie Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de
(inkl. FP+ und E-Paper). (endet automatisch)
 
30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de und E-Paper. (endet automatisch)
Jetzt 0€ statt 20,99 €
77 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 11
    6
    Fresto
    04.01.2021

    Das sollte bei der Polizei Schule machen. Wer dreimal erwischt wird: Auto weg! Vielleicht begreifen dann manche, dass O'thal mehr als 15 km weg ist und Autorennen auf Parkplätzen kein Freizeitsport sind.

  • 12
    6
    brandus
    04.01.2021

    @Saxon1965, nein ich schäme mich nicht für meine Aussage. Wen interessiert den die Kontaktsperre?

    Da kommt den einen Tag die eine, den anderen Tag die andere Oma und am Freitag der Papa, gleich von der Montage. Als ich im Oktober selbst erkrankte, waren zeitgleich - also wohl vom gleichen angesteckt - mehrerer meiner Hortkinder und dann auch einige Eltern krank. Wo werden wir uns wohl angesteckt haben?

  • 12
    19
    saxon1965
    04.01.2021

    @brandus: Stellen sie sich neben Karl Lauterbach und beschuldigen sie pauschal Kinder "die Oma ins Grab zuschicken". Schämen sie sich für diese Aussage eigentlich nicht?!
    Es ist erwiesen, dass vor allem Menschen betagteren Alters an und mit COVID19 sterben.
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1104173/umfrage/todesfaelle-aufgrund-des-coronavirus-in-deutschland-nach-geschlecht/
    Komischer Weise deckt sich diese Statistik mit der über alle Sterbefälle.
    Warum sterben so viele betagte Mitbürger/innen in Altersheimen, obwohl deren hohe Gefährdung doch längst bekannt war?
    Welche Familie lebt eigentlich noch Generationen übergreifend in einem Hausstand? Schon seit mehreren Wochen sollen Junge und Alte Abstand halten, sich ja nicht mehr zu nahe kommen und dennoch sehen wir o. g. Statistik?
    Bei der AOK-Analyse sollten sie zwischen Krankschreibungen und an Covid19-Erkrankten unterscheiden.
    Es wird eine Corona-Generation "gebildet".

  • 49
    15
    brandus
    03.01.2021

    Bei aller Zustimmung, dass Kinder die Kita und die Schule auch als soziales Feld brauchen. Was ist den die wirkliche Alternative? Kinder die den teuflischen Keim aus der Kita mitbringen und damit die Oma ins Grab schicken? Ständige Quarantäne der Kinder?
    Mein Sohn (4. Kl.) hatte ganze 3 Wochen Präsenzunterricht zwischen Herbst und Winterferien. Und von jetzt auf gleich kann keiner von Präsenz- auf Fernunterricht umschalten. Nein Danke, dann lieber den Lockdown lassen, wie er ist und guten Fernunterricht anbieten. Das Schulen/das zuständige Ministerium den Sommer verschlafen haben um die erwartete zweite Welle vorzubereiten, rächt sich jetzt.

    Wir Erzieher (und auch die Lehrer) arbeiten ohne Applaus, ohne Mindestabstand und ohne Schutz. Wie auch. Wer denkt an uns? Warum sind wohl die meisten an COVID-19 erkrankten Berufstätigen Erzieher? (https://bit.ly/2X6nM1h)

    Und die Studie zeigt mir auch, dass Kinder COVID-19 weitertragen. Nur halt symptomlos - meistens.

    Andreas Brand

  • 33
    19
    Bertl
    03.01.2021

    @1599573: sehen Sie, genau hier liegt das Problem. Sie verurteilen die längere Schließung von Schulen und Kitas, teils auch mit richtigen Argumenten. Andere Gründe sind natürlich völliger Blödsinn. Aber egal, was fehlt, ist die vernünftige Alternative. Genau diese benennen Sie nicht und deshalb ist Ihr Kommentar nicht hilfreich sondern führt ad absurdum.

  • 58
    48
    1599573
    03.01.2021

    Ganz prima "Schulen und Kitas geschlossen lassen". Denken Sie auch mal an sozial isolierte Kinder, die nichts lernen können. Oder die Eltern, die neben Home Office, Haushalt, auch noch den Lehrer und Animateur machen. Und nein, online Schule ist auch nichts anderes als ein Briefkasten, in den jede Woche mal ein Zettel gesteckt wird.
    Leider spielt das keine Rolle, dass man bald am Durchdrehen ist.

  • 148
    69
    Bertl
    03.01.2021

    Respekt für die Polizei beim "Kampf" gegen die unverbesserlichen Wintersporttouristen. Fahrzeug sichergestellt - ist genau richtig. Noch ein paar saftige Geldstrafen, damit es auch der letzte Idiot begriffen hat. Auch ich finde die Verbote belastend, aber das muss nun mal sein. Auch sollte der harte Lockdown zwingend verlängert werden und alle Schulen und Kitas geschlossen bleiben. Und warum? Weil es ganz einfach keine vernünftige Alternative gibt.