Busse rollen mit Welterbe-Werbung quer durch Sachsen

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Der Regionalverkehr Erzgebirge hat zwei besondere Fahrzeuge präsentiert. Diese sollen Lust auf einen Besuch des Erzgebirges machen.

Bad Schlema.

Die Unesco-Welterbe-Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí geht auf Reisen. Zwei Busse des Regionalverkehrs Erzgebirge (RVE) sollen im auffälligen Welterbe-Design die Städte Dresden, Chemnitz und Zwickau ansteuern und dort Lust auf einen Besuch im Erzgebirge machen.

"Wir wollen, dass die Menschen zu uns ins Erzgebirge kommen", erklärt RVE-Geschäftsführer Roland Richter. Er hofft, dass wenn es Corona zulässt, der Inlandstourismus wieder an Fahrt gewinnt. Die Pandemie stelle für den RVE, der auch die Fichtelbergbahn betreibt, eine finanziell schwierige Situation dar.

Matthias Lißke, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge: "Die Busse sollen Hingucker sein." Die Motive auf den beiden Fahrzeugen stammen aus einem Animationsfilm, der das 800-jährige Wechselspiel zwischen Mensch und Berg im Erzgebirge zeigt, aus dem das Lebensgefühl "erzgebirgisch" entstand. In der Form eines Comics erzählt die Gestaltung, was das Welterbe ausmacht und was es in der Region zu entdecken gibt. Neben majestätischen Bergstädten gehören faszinierende Untertage-Welten genauso dazu wie erzgebirgisches Brauchtum und der Einfluss auf Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Der Animationsfilm wurde für die Bewerbung zum Unesco-Welterbe produziert. "Mit diesem Design soll er Kinder und Jugendliche ansprechen, um unsere Bergbautradition auch in die nächsten Generationen weiterzutragen", so Matthias Lißke. "Doch nicht nur den Kindern, sondern auch Erwachsenen erklärt der Film sehr gut, warum das Erzgebirge zum Welterbe wurde", erläutert Projektmanager Thilo Findeisen von der Wirtschaftsförderung. Ein Vorteil der Motive der Animation sei die verallgemeinerte Darstellung des Erzgebirges. Damit konnte man auch vermeiden, eine Auswahl aus den 22 Bestandteilen des Welterbes treffen zu müssen.

Einer dieser Bestandteile ist der Schachtkomplex 371 bei Aue-Bad Schlema. Er ist eine der wenigen Uranerz-Bergbauanlagen der ehemaligen SDAG Wismut, die in großen Teilen erhalten geblieben ist. Einst war die Uranlagerstätte mit einer Abbautiefe von mehr als 1800 Metern die tiefste Schachtanlage Europas. Die Anlage mit der eigenen Lagerstättensammlung ist Sitz des Sanierungsbereiches Aue der Wismut GmbH. "Dort sind rund 100 Mitarbeiter beschäftigt", erklärt Geschäftsführer Michael Paul. Das Areal soll Ankerpunkt der Wismut im Erzgebirge bleiben. Geplant ist zudem, eine Welterbe-Organisation der Wismut zu schaffen.

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