Amtsberg plant neues Gewerbegebiet

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Um Unternehmen eine Ansiedlung beziehungsweise Erweiterung im Ort zu ermöglichen, ergreift die Kommune nun die Initiative. Zwei Interessenten gibt es bereits.

Amtsberg.

Mehrere moderne Firmengebäude säumen in Weißbach bereits die Bundesstraße B 180. Geht es nach der Gemeinde Amtsberg, dann kommen dort auf der anderen Straßenseite in Richtung Gasthaus "Zur Linde" schon bald weitere dazu. "Ziel ist, dass im zweiten Halbjahr 2023 dort gebaut werden kann", sagt Bürgermeister Sylvio Krause über das neue Gewerbegebiet "Chemnitzer Straße West", dessen Planung gerade auf den Weg gebracht wurde.

Ein Ingenieurbüro aus Zwickau befasst sich seit kurzem mit der Erstellung eines Bebauungsplans, nachdem der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung dem Projekt zugestimmt hatte. "Der Auftrag wurde ausgelöst", sagt Krause, der die Dauer dieser Planungsphase auf "neun Monate plus x" schätzt. Dabei geht es um ein 2,9 Hektar großes Areal. 1,6 davon könnten rasch belegt sein, denn zwei Firmen - eine aus dem IT-Bereich und eine aus der Textilindustrie - haben bereits ihr Interesse an dem neuen Standort bekundet. Zwar befinden sich die Flächen in Privatbesitz, doch seien erste Gespräche mit den Eigentümern bereits geführt worden. Diese verliefen ebenso erfolgversprechend wie der Austausch mit den Firmen, doch unterschrieben ist noch nichts.

"Diese Nachfrage ist berechtigt", sagte Krause im Gemeinderat, als die aktuellen Entwicklungen in der Baubranche angesprochen wurden. "Bei den jetzigen Preisen könnte der Baubeginn fraglich sein", räumte der Bürgermeister ein. Im gleichen Atemzug sprach er sich dennoch klar für dieses Vorhaben aus: "Ein Restrisiko bleibt, aber es ist überschaubar." Schließlich würde damit eine generelle Voraussetzung geschaffen, um die Möglichkeiten in wirtschaftlicher Hinsicht zu verbessern: "Der Bebauungsplan gibt uns die Sicherheit, Interessenten sofort einen Beginn zu ermöglichen." Bereits bestehende Gewerbeflächen seien ausgeschöpft. "Aber wir haben das Potenzial für eine weitere Entwicklung", sieht Krause Bedarf.

Zwar würde das neue Gewerbegebiet an der Chemnitzer Straße einen Eingriff in die Landwirtschaft darstellen, da es sich bei der Fläche um bisher verpachtetes Ackerland handelt. Allerdings gebe es zu solchen Flächen im Außenbereich keine Alternative. "Im Ort sind freie 1,5 Hektar nicht vorhanden", so Krause. Der gewählte Standort biete mit seiner Nähe zur B 180 eine optimale Verkehrsanbindung. Nach Einschätzung der Gemeinde stellt er die einzige Möglichkeit dar, ein Gewerbegebiet von solchem Umfang zu realisieren. Dabei verweist Krause auch auf die Möglichkeit für die Kommune, hinsichtlich erneuerbaren Energien aktiv zu werden. So kann sich der Bürgermeister dort einen Solarpark gut vorstellen. Es werde daher versucht, einen Teil der Fläche für Solaranlagen auszuweisen.

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