Der große Jahresreport von Erotik.com zeigt, was Nutzer im Netz wirklich heiß macht. Der Westen hat bei Pornos einen recht einheitlichen Geschmack, im Osten wird mehr experimentiert. Und was der „Tatort“ mit all dem zu tun hat.
Die Plattform Erotik.com hat 3,4 Millionen Suchanfragen und über 80 Millionen Seitenaufrufe ausgewertet. Das Ergebnis: die nackte Wahrheit zu den Pornofilm-Vorlieben der Deutschen im Jahr 2025. Wenn es um Pornos geht, ist Deutschland neugierig, vielfältig – und weit weniger prüde, als viele glauben. So schaut Deutschland wirklich.
Je mehr, desto besser: Diese Filme sind besonders beliebt
Dabei gibt es einen eindeutigen Trend: Deutschland steht auf „Swinger-Filme“. Die zählen zu den meistgesuchten Porno-Kategorien in fast allen Bundesländern, dicht gefolgt von „Deutsch“, „Gangbang“ und „Cuckold“.
Auffällig viele Nutzer scheinen sich an Fantasien zu erfreuen, die mit Rollenwechsel, Tabubruch und Voyeurismus spielen. „Das spiegelt einen gesellschaftlichen Wandel wider: Sexuelle Fantasien werden offener, Tabus brechen auf“, sagt Jan Smeets, Sprecher von Erotik.com.
Nach dem „Tatort“ wird es heiß
Eine wichtige Erkenntnis: Nach dem „Tatort“ wird‘s in Deutschlands Wohnzimmern richtig heiß. Offenbar wollen viele kurz vor dem Wochenstart schnell noch ein kleines Abenteuer erleben. Die Porno-Prime-Time beginnt sonntags um 22 Uhr. Direkt nach dem „Tatort“-Abspann steigt der Puls: Dann werden am häufigsten Erotikfilme konsumiert. Ebenfalls interessant: Rund ein Viertel der Nutzer schaut Pornos gemeinsam mit dem Partner. Und immer häufiger laufen die Filme nicht mehr auf dem Handy, sondern auf dem großen Fernseher. Fast jeder vierte Stream geht inzwischen auf einen Smart-TV – Pornos erobern die Wohnzimmer.
München und Berlin überraschen
Der Report offenbart zudem: Während die Porno-Liebhaber in westdeutschen Städten wie Köln, Düsseldorf oder Frankfurt weitgehend ähnliche Vorlieben haben, wird es im Süden und in der Hauptstadt ungewöhnlicher. München überrascht mit „Omas“ auf Platz 2 der beliebtesten Kategorien. Berlin hingegen ist die einzige Stadt, in der „Virtual Reality“ in den Top drei landet. Die Porno-Avantgarde sitzt also weiterhin in der Hauptstadt.
Darauf fahren die Sachsen ab
Der Westen hat allerdings einen recht einheitlichen Geschmack – im Osten wird mehr experimentiert. In den neuen Bundesländern sind die Top-Suchbegriffe bunter. In Sachsen zum Beispiel landet „Massage“ vor „Deutsch“ und „Swinger“. Es folgen die Suchbegriffe „Gangbang“ und „Lesbisch“.
In den anderen ostdeutschen Bundesländern stehen hingegen „Anal“ (Brandenburg), „Deutsch“ (Berlin), „Gangbang“ (Sachsen-Anhalt) und „Dirty Talk“ (Thüringen) auf den ersten Plätzen.
So tickt Österreich
In Österreich gilt hingegen wie in Westdeutschland: je mehr, desto besser. Auch dort dominieren Kategorien, in denen das Teilen im Mittelpunkt steht. „Swinger“ liegt auf Platz 1, gefolgt von „Cuckold“ auf Platz 2. Auf dem dritten Rang befindet sich die Kategorie „Deutsch“, gefolgt von „Gangbang“ und „Milfs“.
Pornos erobern den Alltag
Insgesamt zeigt der Report: Pornografie ist kein Randphänomen mehr. Mehr als zehn Millionen Menschen nutzten Erotik.com im vergangenen Jahr. Pornos gehören inzwischen längst zum Alltag. Sie sind ein Massenmedium wie viele andere.
Diese Porno-Stars sind besonders beliebt
Ein Blick auf die Studios und Stars zeigt klare Favoriten. An der Spitze steht die US-Amerikanerin Adriana Chechik, eine ehemalige Pornodarstellerin, die heute als Medienpersönlichkeit und Twitch-Streamerin globalen Kultstatus genießt. Ihre anhaltende Popularität beweist die Anziehungskraft von Stars, die längst den Sprung in den Mainstream geschafft haben. Doch auch deutsche Porno-Stars behaupten sich: Die Kölnerin Anny Aurora (Platz 2) sowie Vivian Schmitt (Platz 6) zählen weiterhin zu den meistgesuchten Namen der deutschen Sexfilm-Szene.
Mia Julia feiert Comeback
Ein Comeback lässt zudem aufhorchen: Ex-Pornostar Mia Magma, mittlerweile als Schlagersängerin Mia Julia bekannt, hat es mit ihren alten Filmen wieder in die Top 10 geschafft. Das belegt, dass Nostalgie und Wiedererkennungswert auch in der Erotikbranche immer noch etwas zählen. (juerg)





