Tel Aviv - hier am Bild - und Haifa wurden seit 2024 mehrfach Ziel von Angriffen der Hisbollah. (Archivbild)
Tel Aviv - hier am Bild - und Haifa wurden seit 2024 mehrfach Ziel von Angriffen der Hisbollah. (Archivbild) Bild: Leo Correa/AP/dpa
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Hisbollah: Angriffe auf Tel Aviv bei neuen Attacken Israels

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Immer wieder schlugen Geschosse seit 2024 auch im Raum Tel Aviv und in der israelischen Hafenstadt Haifa ein. Die Hisbollah droht, diese Ziele bei neuen Angriffen Israels erneut ins Visier zu nehmen.

Beirut/Tel Aviv.

Während laufender Verhandlungen in den USA zum Krieg im Libanon hat die Hisbollah-Miliz mit Vergeltungsangriffen auf die israelischen Metropolen Tel Aviv und Haifa gedroht. Solche Attacken drohten, sollte Israel wieder Beirut und dessen Vororte sowie die Bekaa-Ebene im Libanon angreifen, sagte der Hisbollah-Funktionär Mahmud Komati dem katarischen TV-Sender Al Araby. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Montag mit neuen Angriffen im Raum Beirut gedroht, wenn die mit dem Iran verbündete Hisbollah ihre Angriffe auf israelische Städte nicht einstelle.

"Die Hisbollah akzeptiert nichts weniger als ein umfassendes Kriegsende", sagte Hisbollah-Funktionär Bilal Lakkis der Deutschen Presse-Agentur. Die schiitische Organisation werde auch nicht zulassen, dass Israels Armee sich im Libanon frei zu Land, Luft oder Wasser bewegen kann und dass Israel eine "Realität der Besatzung im Süden des Libanons" schaffen wird. 

Erhoffter Abschied vom "Misserfolg über 20 Jahre"

In Washington laufen derzeit direkte Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon. Im Zuge der US-Vermittlung war im April eine Waffenruhe verkündet worden, die formell zwischen Israel und dem Libanon gilt. Die Hisbollah, gegen die Israel im Libanon kämpft, ist aber nicht an den Gesprächen beteiligt.

Die Gespräche sollten an diesem Mittwoch fortgesetzt werden, teilte ein Sprecher des US-Außenministeriums mit. Ziel sei, sich von "Misserfolgen der vergangenen 20 Jahre" zu verabschieden und ein umfassendes Abkommen zur Souveränität des Libanons und zur Sicherheit Israels zu erreichen. Der libanesische Staat ist nicht Konfliktpartei im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah.

Libanesischen Regierungskreisen zufolge soll es beim Treffen am Mittwoch auch um einen schrittweisen Abzug von Israels Truppen aus dem nördlichen Nachbarland, um die Stationierung der libanesischen Armee und eine Festigung der Waffenruhe gehen. Die USA erwägen, die staatliche libanesische Armee auszubilden als Teil einer angestrebten Entwaffnung der Hisbollah, wie der israelische Sender Kan unter Berufung auf eingeweihte Personen berichtete. Offiziell bestätigt sind diese Pläne nicht. 

Israelische Bodentruppen waren vor einigen Tagen im Libanon nördlich des Litani-Flusses vorgedrungen, der im Konflikt als wichtige Trennlinie gilt. Die Truppen führten dort Einsätze gegen "Terror-Infrastruktur" durch, teilte Israels Armee mit. Sie habe nördlich des Flusses bisher mehr als 100 Luftangriffe geflogen und "Hunderte Waffen in Wohnhäusern" entdeckt. Heute griff Israel mit einer Drohne auch ein Fahrzeug auf einer Schnellstraße südlich von Beirut an, wie eine dpa-Reporterin berichtete. Israels Armee teilte mit, den Vorfall zu prüfen. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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