Manager von SpaceX läuteten das Börsendebüt an der Technologiebörse Nasdaq ein. (Archivbild)
Manager von SpaceX läuteten das Börsendebüt an der Technologiebörse Nasdaq ein. (Archivbild) Bild: Frank Franklin II/AP/dpa
Wirtschaft
Musks Weltraumfirma SpaceX überholt Amazon an der Börse

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Die Weltraumfirma SpaceX von Elon Musk ging bereits mit einer ungewöhnlich hohen Bewertung an die Börse. Doch in den ersten Handelstagen treibt die Nachfrage der Anleger den Kurs noch höher.

New York.

Elon Musks Weltraumfirma SpaceX hat an ihrem dritten Handelstag den Online-Händler Amazon beim Börsenwert überholt. Zur Mitte des Handels brachte SpaceX mit einem weiteren Kursplus von etwa neun Prozent rund 2,75 Billionen Dollar auf die Börsenwaage, Amazon lag bei 2,67 Billionen Dollar. SpaceX hatte die Aktien zum Ausgabepreis von 135 Dollar herausgebracht, am Dienstag lag der Kurs bei 209 Dollar.

Zwischenzeitlich war SpaceX nach einem noch stärkeren Anstieg auch mehr wert als der Software-Riese Microsoft. Der Chipkonzern Nvidia mit rund fünf Billionen Dollar sowie die Google-Mutter Alphabet und Apple sind weiterhin deutlich mehr wert.

Beispielloser Wertanstieg 

Die Anleger verschafften dem Weltraum- und KI-Konzern von Musk bereits zum dritten Handelstag eine beispiellose Wertsteigerung um rund eine Billion Dollar seit der Erstnotiz. Im Vergleich zu anderen Tech-Schwergewichten ist die Lücke zwischen dem aktuellen Geschäftsvolumen von SpaceX und dem Börsenwert dramatisch groß. Musk verspricht aber explosives Wachstum in der Zukunft vor allem durch Künstliche Intelligenz. Dabei soll es auch Rechenzentren im All geben. Bisher lag Musks KI-Firma xAI, die in SpaceX aufging, hinter dem ChatGPT-Entwickler OpenAI, dessen Rivalen Anthropic sowie Google zurück. 

Das Vermögen von Musk, der vergangene Woche zum ersten Menschen mit einem Billionenvermögen wurde, stieg nach Berechnungen des Finanzdienstes Bloomberg nach den ersten zwei SpaceX-Handelstagen auf knapp 1,3 Billionen Dollar.

Nachfrage von Privatanlegern

Vor dem Börsengang hatten gut gelaufene Technologiewerte wie etwa Halbleiteraktien zeitweise unter Sorgen gelitten, ein so großer Börsengang wie der von SpaceX könnte massiv Liquidität aus der Branche abziehen. Daten von Vanda Research zufolge haben Privatanleger an den ersten zwei SpaceX-Handelstagen ebenso viele Titel des Börsenneulings gekauft wie in der vergangenen Woche am gesamten US-Aktienmarkt. Damit scheint zudem der Weg für die noch ausstehenden Börsengänge der KI-Unternehmen OpenAI und Anthropic geebnet.

Laut einer Erklärung vom Montag hat SpaceX die Mehrzuteilungsoption des Börsengangs ausgeübt, die es den Konsortialbanken ermöglicht, weitere Aktien zu verkaufen. Max Gokhman, Senior Vice President bei Franklin Templeton Investment Solutions, zeigte sich nicht überrascht von der hohen Nachfrage. Denn es habe viele Investoren und hier insbesondere Privatanleger gegeben, die anfangs nicht zum Zug gekommen seien. (dpa)

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