Gesundheit
Urlaub zu Hause - und trotzdem erholt! So geht's

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Mal fehlt die Zeit, mal das Geld oder schlicht die Lust: Wer frei hat, muss nicht verreisen. Erholung geht auch zu Hause. Die Forschung kennt sechs einfache Zutaten fürs Abschalten.

Berlin.

Urlaub zu Hause ist keine verschwendete Freizeit. Auch wer nicht verreist, kann freie Tage so gestalten, dass man ausgeruht und erholt wieder durchstarten kann.

Ein einfacher Wegweiser ist das DRAMMA-Modell - anders als der Name es vermuten lässt, ist das ein Konzept aus der Erholungsforschung. Es zeigt sechs zentrale psychologische Bedürfnisse, die während der Freizeit erfüllt werden sollten, damit Erholung und Wohlbefinden nachhaltig steigen. Unabhängig davon, ob man den Urlaub zu Hause oder unterwegs verbringt. Je mehr Aspekte dieses Modells erfüllt sind, desto erholter fühlt man sich.

Einfache Tipps für gute Erholung

Die sechs Zutaten sind: 

  1. D wie Detachment: Wer abschalten will, muss geistig Abstand von der Arbeit gewinnen. Was dabei hilft? Bewusst Grenzen ziehen. Also: Abwesenheitsnotiz einschalten, Arbeitsplatz im Homeoffice aufräumen oder ganz aus dem Blickfeld schaffen, den Dienst-Laptop und das berufliche Handy am besten einschließen.
  2. R wie Relaxation: Körperliche und geistige Entspannung sind für unsere Urlaubszeit wichtig. Wie das aussehen kann? Hören Sie Ihre liebsten Songs, gehen Sie spazieren, meditieren Sie, gönnen Sie sich eine Massage, eine heiße Dusche oder ein entspannendes Bad.
  3. A wie Autonomie: Dieses Gefühl entsteht, wenn wir selbst darüber bestimmen können, wie wir unsere freie Zeit gestalten. Heißt: Legen Sie am besten keine Termine auf die freien Tage, nur damit die endlich mal erledigt sind. Sprechen Sie zudem mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin oder der Familie Zeitfenster ab, die Sie nur für sich nutzen können.
  4. M wie Mastery: Stricken, Klavier spielen, zum Töpferkurs gehen oder die Inlineskates wieder auspacken: Wer sich erholen will, sollte auch Aktivitäten einplanen, die dazu beitragen, eine neue Fähigkeit zu beherrschen, etwas Neues zu erlernen oder eine Herausforderung zu meistern.
  5. M wie Meaning: Auch wenn wir oft denken, stundenlanges Scrollen oder Binge-Watching sei die ultimative Entspannung: Ein Bestandteil für Erholung und Wohlbefinden sollten auch Aktivitäten sein, die uns das Gefühl geben, etwas Sinnvolles zu tun. Ideen? Müllsammeln im Kiez etwa, einen Ausflug mit den Großeltern in deren Heimatort, oder den Sportverein bei der Organisation des nächsten Sommerfests unterstützen.
  6. A wie Affiliation: Hier geht es darum, Dinge zu tun, die Verbundenheit und Beziehungen mit den Menschen um uns herum fördern. Das geht etwa mit wertschätzenden Gesprächen mit lieben Freunden oder bei Brettspielen mit der Familie oder dem Partner. 

Hintergrund: Das DRAMMA-Modell stammt aus der Arbeits- und Organisationspsychologie und wurde von den US-Forschern David Newman, Louis Tay und Ed Diener entwickelt. Erstmals veröffentlicht wurde es 2014 im Journal of Happiness Studies, einer Fachzeitschrift für Glücksforschung. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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