Mobilität
Elektro-Kleinwagen: Diese Modelle lohnen sich für Sparfüchse

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Wer ein günstiges Auto als Neuwagen sucht, landet oft bei Kleinwagen. Das ist auch bei E-Autos so. Sie haben keinen Überblick? - Kein Problem: Hier kommt eine aktuelle Auswahl aus dem Modellangebot.

Stuttgart/Berlin.

Die E-Auto-Förderung soll den Absatz umweltfreundlicher Mobilität beflügeln. Wer die nötigen Voraussetzungen erfüllt, kann damit die Anschaffung eines E-Autos günstiger machen. "Aber halt, die sind ja ohnehin alle zu teuer - Förderung hin oder her, wie soll ich mir das leisten?", heißt es da manchmal.

Das mag oft noch zutreffen, natürlich besonders für die größeren Autos. Aber wir blicken ans untere Ende des Modellangebots auf die elektrischen Kleinwagen. Mit der Hilfe und den persönlichen Eindrücken von Jens Dralle, Ressortleiter Test und Technik bei der Zeitschrift "Auto, Motor und Sport", und Constantin Hack vom Auto Club Europa (ACE) haben wir hier eine Auswahl zusammengestellt.

Auswahl elektrischer Kleinwagen (Listenpreise) in der Übersicht:

Dacia Spring electric – ab 16.900 Euro

Der Dacia Spring ist als eines der günstigsten E-Autos am Markt ein Preisknaller. Mit rund 3,70 Meter Länge ist er wendig und ideal für kurze Strecken. Je nach Version leistet er 70 bis 100 PS und erreicht etwa 125 km/h Höchstgeschwindigkeit. Die 24,3-kWh-Batterie ermöglicht bis zu 225 kombinierte Normreichweite (WLTP) und kann mit 40 kW DC-Schnellladen.

"Das ist ein günstiges E-Fahrzeug für die Stadt, aber kein vollwertiges Auto", schränkt Jens Dralle ein. Auch Constantin Hack hält den Dacia Spring eher für ein kompromissbehaftetes Stadtfahrzeug, unter anderem wegen seines schlechten Abschneidens im Euro NCAP-Crashtest vor einigen Jahren. Dafür holte ein Spring volle fünf Sterne beim Green NCAP - diese Initiative von Euro NCAP bewertet die Umweltfreundlichkeit von Autos.

Allerdings bleiben Reichweite und Ladegeschwindigkeiten auch nach einer Überarbeitung fürs Modelljahr 2026 vergleichsweise gering. Oder anders: ein idealer Zweit- oder eben Stadtwagen.

Hyundai Inster – ab 24.400 Euro

Bei rund 3,83 Meter Länge bleibt der Hyundai Inster wendig, bietet Platz für vier Personen und bis zu 351 Liter Kofferraumvolumen. Je nach Version leistet er 97 bis 115 PS, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei bis zu 150 km/h. Zwei Akkugrößen mit 42 oder 49 kWh ermöglichen eine Reichweite von bis zu 370 Kilometer (WLTP). An der Schnellladesäule lädt er mit bis zu rund 85 kW DC.

"Der Inster fährt sich solide, bietet viel Platz und ist günstig zu haben", sagt Jens Dralle. Dazu kommen nette Features wie vollständig umklappbare Vordersitze. "Dank seiner Reichweite und Schnelllademöglichkeit lässt sich der Inster als vollwertiges Alltagsauto und Erstwagen nutzen – natürlich trotzdem mit Abzügen auf der Langstrecke", sagt Constantin Hack.

Citroën eC3 – ab 20.140 Euro

Mit dem C3 verkauft Citroën einen Kleinwagen, der Komfort und einfache Bedienung in den Vordergrund stellt. Mit rund 4,02 Meter Länge bietet er Platz und etwa 310 Liter Kofferraumvolumen. Das E-Modell leistet 113 PS, kommt mit der 30- oder 44-kWh-Batterie auf rund 320 Kilometer Reichweite (WLTP) und kann bis zu 100 kW DC laden.

"Der C3 auf der neuen Stellantis-Plattform kostet wenig, bietet verhältnismäßig viel Platz und fährt sich modern. Doch die Basisvariante kann nicht schnellladen", sagt Constantin Hack.

Fiat 500e – ab 24.990 Euro

Je nach Version leistet der Fiat 500e 95 bis 118 PS und erreicht bis zu 150 km/h. Die Batterie mit 23,8 oder 42 kWh ermöglicht etwa 190 bis 320 km Reichweite (WLTP). Schnellladen ist mit bis zu 50 bis 85 kW DC möglich. Mit 3,63 Meter Länge ist er sehr wendig und ideal für den urbanen Alltag.

"Der 500e basiert auf einer alten Stellantis-Plattform, bietet in der Einstiegsvariante nur eine geringe Reichweite und überzeugt auch nicht beim Schnellladen", sagt Hack. "Die Einstiegsvariante kann trotzdem eine gute Wahl für Singles ohne platzraubendes Hobby oder als reiner Zweitwagen sein".

Fiat Grande Panda – ab 24.990 Euro

Mit rund 4,00 Meter Länge bietet der Fiat Grande Panda bis zu ca. 412 Liter Kofferraumvolumen. Die aktuelle Motorisierung leistet 113 PS und kann den Panda auf bis zu 132 km/h beschleunigen. Die 44-kWh-Batterie reicht für rund 320 Kilometer (WLTP).

"Der Grande Panda bietet mehr Platz als der 500e, dazu kommt eine ordentliche Reichweite", sagt Constantin Hack.

Renault R5 E-Tech – ab 28.000 Euro

3,92 Meter misst der Renault 5 E-Tech, bietet Platz für fünf Personen und 326 Liter Kofferraumvolumen. Je nach Version leistet er 122 bis 150 PS und fährt bis zu 150 km/h schnell. Zwei Akkugrößen stehen zur Wahl (40 oder 52 kWh) mit einer WLTP-Reichweite von bis zu 410 Kilometer. Schnellladen gelingt mit bis zu 100 kW DC.

"Ein fahraktives Auto in schickem Retro-Look, das auch noch schnellladen kann", sagt Jens Dralle. Für Constantin Hack überzeugt der R5 als Allrounder durch seine Alltagstauglichkeit und ausgereifte Technik. "Wer aber mehr Platz im Fond und Kofferraum benötigt, greift zum R4", sagt er.

Renault Twingo E-Tech – 19.990 Euro

Mit dem R5 teilt sich der Renault Twingo E-Tech elektrisch die Basis, ist aber kürzer. Mit rund 3,79 Meter Länge bietet er Platz für vier Personen und ist ideal für enge Innenstädte. Er leistet 82 PS, fährt bis zu 130 km/h und schafft mit seiner 27,5-kWh-Batterie etwa 260 Kilometer Reichweite (WLTP). Geladen wird mit bis zu 11 kW AC oder 50 kW DC.

"Für Kurzstrecken in der Stadt reicht der Twingo, auch wenn dieser ebenfalls nur langsam schnelllädt. Die Basis ist zwar voll digital, trotzdem sehr spartanisch ausgestattet", sagt Constantin Hack. 

Opel Corsa electric – ab 29.990 Euro

Der Corsa Electric von Opel verbindet kompaktes Format mit Elektrotechnik. Mit etwa 4,06 Meter Länge bietet er Platz für fünf Personen und 267 Liter Kofferraumvolumen. Je nach Variante stehen zwischen 136 PS und 156 PS zur Verfügung, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 150 km/h. Die 46- oder 49-kWh-Batterie sorgt für eine Reichweite zwischen 355 und 429 Kilometer (WLTP). Schnellladen ist mit bis zu 100 kW DC möglich.

"Auch wenn der Corsa ein ausgereiftes Auto mit guter Schnellladeleistung und hoher Reichweite ist, liegt der preisliche Unterschied zum Verbrenner bei rund 7.000 Euro", sagt Constantin Hack.

Kia EV2 – ab 26.600 Euro

Noch sehr frisch auf dem Markt ist der Kia EV2, ein kleines Elektro-SUV für Stadt und Alltag mit viel Platz. Mit rund 4,06 Meter Länge bietet der vollwertige Viersitzer je nach Ausführung bis zu rund 400 Liter Kofferraumvolumen.

Je nach Batterie (42,2 oder 61 kWh) schafft er je nach Version und Ausstattung zwischen 308 und 453 Kilometer Reichweite (WLTP) und leistet 135 bis 146 PS. Wechselstromladen ist mit 11 kW und optional mit 22 kW möglich, DC-Laden mit bis 118 kW.

Nissan Micra EV – ab 27.990 Euro

Auch der elektrische Nissan Micra teilt sich die Plattform mit Renault R5, R4 und Twingo. Mit rund 3,97 Meter Länge bleibt er sehr wendig, bietet aber Platz für fünf Personen und etwa 326 Liter Kofferraumvolumen. Je nach Version leistet er 122 oder 150 PS und fährt bis zu 150 km/h schnell. Zwei Batteriegrößen (40 oder 52 kWh) ermöglichen eine Reichweite von 317 bis 416 Kilometer (WLTP). Schnellladen ist mit bis zu 100 kW möglich.

"Als baugleiches Modell mit R5 bietet der Micra nicht mehr Features – und ist dabei optisch nicht ganz so gelungen", sagt Constantin Hack.

BYD Dolphin Surf – ab 22.990 Euro

Günstig gibt es derzeit den BYD Dolphin Surf: Mit rund vier Meter Länge bietet er Platz für vier Personen und ein gutes Raumangebot. Je nach Version leistet er etwa 88 bis 156 PS und erreicht 220 bis 322 Kilometer Normreichweite. Schnellladen kann der BYD je nach Varianten zwischen 65 und 85 kW.

"Der kleine BYD bietet ausgefeilte Technik und einen für seine Maße großen Innenraum. Doch das viele Hartplastik gefällt nicht jedem", sagt Constantin Hack.

Leapmotor T03 – ab 18.900 Euro

Auf 3,62 Meter bietet der Leapmotor T03 vier Personen Platz und einen E-Motor mit 95 PS. Der 37,3-kWh-Akku sorgt für eine Reichweite von bis zu 265 Kilometer (WLTP). Dafür lädt der T03 nur mit 6,6 kW AC und 45 kW DC.

"Der T03 ist schon sehr klein, dafür aber auch sehr günstig. Die Technik reicht eher für den reinen Stadtbetrieb", sagt Constantin Hack. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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