Mein erstes Mal mit dem ID.3 - Praxistest endet auf Abschleppauto

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Elektroautos haben viele Vorteile. Doch bewähren sie sich auch im Alltag?

Der Abschied war dann doch wehmütig, obwohl mich das neue Familienmitglied auf Zeit zwischenzeitlich zum Schreien gebracht hat. Denn von Anfang an bestimmte es, wo es langgehen sollte. Das neue Familienmitglied war ein türkisfarbener ID.3, gebaut in Zwickau, den mir VW für einen zweiwöchigen Alltagstest zur Verfügung stellte.

Ich bin eine typische Großstädterin: besitze kein Auto, fahre entweder mit dem Rad oder nutze mit meinem Jobticket den öffentlichen Nahverkehr. Längere Strecken lege ich bevorzugt mit der Bahn zurück und besitze dafür eine Bahncard 50. Gelegentlich miete ich ein Carsharing-Auto für Ausflüge oder einen Mietwagen für den Urlaub. Da dies selten ist, bin ich nicht Mitglied im ADAC oder einem anderen Autoklub. Ich wohne in einem Mehrfamilienhaus ohne eigene Garage mit Wallbox und verfüge nicht über Ladekarten für E-Autos. So viel vorab zu meinem normalen Mobilitätsverhalten.

Ende März wurde mir der Stromer vor die Haustür gestellt. Eine Ladekarte gab es nicht, nur den Hinweis, ich solle mir als erstes die EnBW-Mobility-App herunterladen und meine Kreditkarte dort hinterlegen. Das sei die beste App zum Laden und Bezahlen in Deutschland.

Der ID.3 und ich wurden schnell Freunde. Die direkte Beschleunigung, an der Ampel die anderen Autos stehen lassen, das lautlose Dahingleiten, all dies begeisterte mich. Die erste Woche unseres Kennenlernens war auch wirklich unkompliziert. Ich hatte mir vorgenommen, den ID.3 normal zu nutzen, wie mein Alltag es verlangte. Das bedeutete, die meiste Zeit stand er wartend vor der Tür. Ging ich bei meinen Abendspaziergängen vorbei, den Autoschlüssel in der Hosentasche, warf er seine Vorderleuchten an, wie ein breites, freundliches Grinsen. Und ich freute mich. Schon faszinierend, wie Licht zwischen Maschine und Mensch so eine Emotion wecken kann. Noch mehr Bindung entsteht allerdings, weil man ständig an ihn denkt. Er bestimmt, in welchem Supermarkt man einkauft, wohin die Ausflüge und Spaziergänge am Wochenende führen und greift sogar in den Schlafrhythmus ein. Je zeitiger am Morgen oder später am Abend, desto freier die öffentlichen Ladepunkte. Zum Osterspaziergang geht es in den Großen Garten, wohlwissend, dass bei Sonnenschein dort auch Tausende andere sind. Das eigentliche Ziel ist Sachsens größter Schnellladepark auf dem Gelände der Gläsernen Manufaktur von VW. Bevor es am nächsten Tag mit der Familie nach Berlin geht, um nach einem halben Jahr Pause endlich die geimpfte Oma zu besuchen, sollte das Auto noch mal richtig aufgeladen werden. Als wir nach 90 Minuten vom Spaziergang zurückkehren, zeigt das Display eine Akkuleistung von 90 Prozent an. Der Strom soll für 267 Kilometer reichen.

16.30 Uhr am Ostermontag brechen wir auf nach Berlin - bei Schneeschauern. Kaum sind wir losgefahren, zeigt die Anzeige nur noch 237 Kilometer. Zur Sicherheit fahren wir das erste Mal schon in Schwarzheide von der A13 ab und suchen die in der App angezeigte Ladesäule von Envia-M. Zunächst muss das Gepäck ausgepackt werden, um unter der Kofferraumklappe die Ladekabel hervorzuholen. Doch ich kann in der App nicht den Lade- und damit den Bezahlvorgang bestätigen. Also weiter.

An der Raststätte Freienhufener Eck geht es auf der Suche nach einer Eon-Schnellladestation wieder raus. Wir finden sie nach Nachfragen versteckt zwischen den Lkw-Parkplätzen. Ich kann den QR-Code einscannen, aber der Bezahlvorgang kann nicht bestätigt werden. Es geht nur mit Ladekarte, die ich nicht habe. Erst blinkt es grün, dann plötzlich rot. Der Ladestecker lässt sich nicht entfernen.

Ich rufe die Hotline von Eon an. Bei dieser Gelegenheit lernen wir, wo die Notfallentriegelung ist - unter der Kofferraumklappe. Zum zweiten Mal wird das ganze Gepäck ausgepackt. Ab da fahren wir mit Tempo 100 weiter. Die Anspannung im Auto wächst. Radio, Navi, Sitzheizung - alles bleibt aus, um Strom zu sparen. Auch die nächste Eon-Schnellladestation an der Raststätte Am Kahlberg ist außer Betrieb. Und die anfänglichen 237 Kilometer Reichweite schnurren unheimlich schnell zusammen. Es ist kalt, dunkel und schneit. Licht, Scheibenwischer, das Vorheizen der Batterie zu Beginn - alles frisst Strom und Reichweite. Kurz vor Berlin-Schönefeld erscheint das erste Mal der Befehl: Bitte laden, Akku noch 30 Prozent. Ich entscheide, mit dem letzten Strom zum Flughafen zu fahren. Dort an der Total-Tankstelle soll es eine Ladestation geben. Im absoluten Notfall können wir das Auto dort ins Parkhaus stellen und den Rest der Strecke mit Bahn oder Taxi zurücklegen.

Und so kommt es. Die Ladestation an der Total-Tankstelle ist kaputt. "Seit Dezember", wie mir ein Mercedes-Fahrer zuruft. Mit den letzten zehn Prozent landen wir im ersten Parkhaus für Besucher, Parkhaus acht. Mein siebenjähriger Sohn weint: "Mama ich will nach Hause." 21.30 Uhr kommen wir mit dem Taxi an unserem Ziel an. Zum dritten Mal laden wir unser Gepäck aus. Beim Einschlafen sagt mein Sohn: "Mama, das war die schrecklichste Autofahrt meines Lebens. Wir waren die ganze Zeit angespannt, und es war so kalt."

Am nächsten Tag fahre ich gegen Mittag allein zum Flughafen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Terminals in Parkhaus drei soll es fünf Ladesäulen mit zehn Ladepunkten geben. Nach dem Starten des ID.3 tauchen auf der Anzeige eine kleine rote Schildkröte und ein Warnhinweis auf: "Sie dürfen nur noch rangieren." Wie eine Schildkröte schleiche ich mit sieben Stundenkilometern vom Parkhaus acht ins Parkhaus drei. Immer in der Angst, dass das Auto stehen bleibt. Bei einer Akkuleistung von vier Prozent erreiche ich die Ladesäule und - kann nicht laden.

Obwohl es im Internet hieß, dass sie mit dem Viellader-Tarif der EnBW-Mobility-App funktionieren würde. Der Betreiber ist "beEnergised". Ich rufe bei der im Internet hinterlegten Nummer an und komme bei der Haustechnik des Flughafens heraus. Dort kann man mir nicht helfen. So bleibt nur der Weg, Hilfe vom Testwagenmanagement von VW zu holen. Der Autobauer schickt einen Transporter, der den ID.3 zur nächsten Ladesäule oder in eine VW-Werkstatt abschleppen soll. Ich entscheide mich für die nächste verfügbare Schnellladestation, die mir die App anzeigt, in der Kirchstraße in Schönefeld.

Die letzten Meter auf dem Weg dorthin rumpeln wir über Kopfsteinpflaster. Inmitten von Gewerbehöfen, auf dem Weg zum Friedhof, steht einsam eine öffentliche, magentafarbene Telekom-Ladestation, gefördert von der Bundesregierung. Sicherheitshalber lassen wir das Auto auf der Transporterladefläche stehen, während der Akku geladen wird. Genau nach 48 Minuten, in denen wir einen Fuchs im Gestrüpp am Straßenrand verschwinden sahen und einen Plausch über die Vor- und Nachteile der Elektromobilität hielten, ist der ID.3 wieder fahrbereit. Ladekosten: rund 18 Euro (46 Kilowattstunden zum Preis von jeweils 39 Cent). Auf die angegebenen Ladezeiten im Auto kann man sich gut verlassen und in der Zwischenzeit bequem Einkäufe erledigen. In der Kirchstraße in Schönefeld kann man nur warten. Wichtiger als Subventionen und Kaufprämien sind autobahnnahe Standorte für Schnellladesäulen und überdachte Ladeparks, organisiert wie normale Tankstellen.

Im ersten Impuls wollte ich den Test abbrechen. Doch mein Ehrgeiz ist geweckt. Ich will mit dem ID.3 die Rückfahrt nach Dresden wagen - besser vorbereitet und mit mehr Fahr- und Ladeerfahrungen gerüstet. "Nee Mama, das kannst du vergessen, da steige ich nicht mehr ein. Jedenfalls nicht, wenn wir Autobahn fahren", sagt mein Sohn. Gott sei Dank sind Kinder käuflich. Ich biete ihm einen Deal an: "Wenn es Stress gibt und Mama schreit, hast du einen Wunsch frei." Er überlegt und sagt: "Okay, dann hoffe ich, dass du schreist."

Ich muss ihn enttäuschen. Die Hälfte der Strecke bis Lübbenau fahre ich stoisch 100 km/h, um es bis Dresden zu schaffen, falls es wieder Ladeprobleme geben sollte. Das fällt schwer, weil der ID.3 mit seinen 150PS zum Schnellfahren verführt. Je höher das Tempo, desto rasanter schrumpft die Reichweite. Das habe ich gelernt. Laut App gibt es in Lübbenau fünf Schnellladepunkte gleich an der Abfahrt hinter dem McDonalds. Tatsächlich klappt es dieses Mal mit dem Werbeversprechen der Autohersteller. 25 Minuten Ladezeit, in dieser Zeit holt sich meine Familie einen Hamburger. Dann geht es bei Sonnenschein und erlaubter Höchstgeschwindigkeit zurück nach Dresden. Gestartet bin ich mit einer Lade-App auf meinem Smartphone, zurück komme ich mit vier Apps. Mein Nachbar, ein passionierter Elektroautofahrer, beruhigt mich. Er habe 19 Apps auf seinem Smartphone, und der Schnelllader Kahlberg habe noch nie funktioniert.

Fazit: Das Fahrgefühl im ID.3 ist super. Doch er ist ein Stromer für die Stadt. Für weitere Strecken gibt es zwei Probleme: die benutzerunfreundliche, chaotische Ladeinfrastruktur und den Akku. Die im Auto angezeigten Restkilometer stimmen nicht überein mit der tatsächlichen Reichweite. Wenn man den ID.3 fährt wie einen gewöhnlichen Golf, schafft man die Strecke Dresden-Berlin mit einem vollgeladenen Akku nicht. Und die Kosten? Die Nacht im Flughafen-Parkhaus war so teuer wie die Gesamtrechnung über 50 Euro, die mir die EnBW für den zweiwöchigen Testzeitraum schickte. Auch dank des gelegentlichen Gratisladens dürfte ich letztlich elektrisch günstiger gefahren sein als mit einem Benziner oder Diesel.

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2121 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 53
    2
    gelöschter Nutzer
    25.05.2021

    @Fresto:
    Man kann die Umweltfreundlichkeit eines Autos nicht am Auspuff messen.

    Weil die Produktion und die Entsorgung mit in die Umweltgesamtbilanz eingerechnet werden muß.

    Und da ist und bleibt es nunmal ressourcenschonender, selbst ein uraltes Auto ewig weiterzufahren, anstatt es zu verschrotten und dafür ein neues zu produzieren. Das gilt für alle alten Autos, egal wie sie heißen.

    Unser Markt ist danach ausgerichtet, möglichst viel Neuware zu verkaufen. Das gilt auch und besonders für Autos. Das System funktioniert nur, wenn immer wieder neu produziert und verkauft wird. Und das frißt Ressourcen ohne Ende.

    Für mich liegt genau da der Knackpunkt. Da geht keiner ran, das thematisiert niemand. Insofern halte ich die meisten Klimaschutzappelle der Politik für verlogen. Es ist NICHT besser für die Umwelt, einen funktionierenden Kühlschrank wegzuwerfen, um einen neuen zu kaufen, der ein paar kW/h Strom pro Jahr einspart. Und das gilt m.M.n. auch für Autos.

  • 35
    2
    TWe
    25.05.2021

    @Zeitungss
    "Der mitgeführte Vorrat reicht für 900 Km und könnte bei Bedarf ohne Probleme mit einer lächerlichen EC-Karte an jeder Dorftanke ergänzt werden."

    Auf den ersten Blick erscheint Ihr Beitrag lapidar. Tatsächlich haben Sie es aber auf den Punkt gebracht.

    Bis es für die E-Alternative ein solch standardisiertes System gibt, werden noch viele Jahre/Jahrzehnte vergehen.

    Zwischen funktionsfähiger Hochtechnologie und Alltagstauglichkeit liegen leider viel zu oft Welten.

  • 17
    33
    leinadx
    24.05.2021

    ich muss mal kurz wwas zum fazit sagen. die strecke dresden berlin, kann man mit dem 58ger id3 locker mit vollem akku fahren, und das ohne schleichen zu müssen. mit normaler AB geschwindigkeit von 130kmh, hat man da noch sogar eine gute restreichweite im akku ... als ich weis nicht wie man so etwas schreiben kann? wir fahren selber den id3 und wissen wovon wir reden ;-) und selbst wenn man mit halebn akku losfährt, es gibt auf der strecke genügend hpc lader zum schnellen nachladen, während des cappus. aber ja, man sollte sich im vorfeld mal etwas informieren, und noch 1-2l adeapps parat haben. es ist halt so, das diese technologie noch kinderkrankheiten hat, so wie alle was neu ist. lg

  • 19
    32
    551563
    24.05.2021

    Jeder der ein E-Auto wie einen Verbrenner fahren will, bei dem werden die selbstvorhergesagten Prophezeiung garantiert eintreten. Wenn man den Mut hat, sich auf Neues einzulassen, wird man mit einem E-Auto gut zurecht kommen, man muss nur die Blickrichtung ändern, in Niederlande habe ich das mit meinem E-Auto selbst ERFAHREN.
    Ich weiß nur eins- Sonnenenergie ist quasi unendlich, fossile Energie nicht. Wer gibt uns das Recht, die über Millionen Jahre angehäufte fossile Energie in einem 'Wimpernschlag der Geschichte' freizusetzen, mit allen Folgen für Umwelt und nachfolgender Generationen? Ein Gruß noch an die Autorin des Artikels, ein Anruf bei einem passionierten E-Auto-Fahrer im Vorfeld, und die Erfahrung wäre um 180 Grad in die andere Richtung gegangen.

  • 34
    18
    cn3boj00
    24.05.2021

    Mein Fazit: Die Probleme liegen im wesentlichen nicht im Auto, bis auf den Umstand dass VW wohl die Energieanzeigen und Berechnungen zu optimistisch angeht. Das könnte man mit einem SW-Update hinbekommen, Beschönigung nützt ja nichts.
    Das eigentliche Problem ist die mangelhaft Ladeinfrastruktur. Da baut einer eine Ladestation mit Fördermitteln und überlässt sie dann sich selbst. Fördermittel zurück! Das schlimmste aber ist dass man nicht einfach mit der Kreditkarte bezahlen kann und es keine einheitliche Bezahllösung gibt. Wenn die Politik hier nicht aktiv wird wird es keine massentaugliche Akzeptanz geben.
    Reichweite kann man mit der Akkugröße beeinflussen und an die durchschnittlichen Fahrgewohnheiten anpassen. Und klar sin Li-Batterien nicht das Non-Plus-Ultra, aber alles andere ist heute eben noch nicht soweit. Ich denke, das wird eine mittelfristige Übergangslösung bleiben. Und die Umweltschädlichkeit dieser Technologie ist ein Märchen, das sich hartnäckig hält.

  • 22
    4
    Fresto
    24.05.2021

    @Deluxe, ich bin begeisterter Oldtimerfreund und freue mich über jeden schönen Trabi der daher kommt. Dass dieser kleine Stinker aber umweltfreundlich ist haben Sie jetzt nicht im Ernst gemeint?

  • 37
    40
    rickschra
    24.05.2021

    In den Kommentaren kann man gut erkennen, dass viel Unwissenheit über Elektromobilität herrscht. Ich gehe davon aus, dass hier negative Schilderungen in Bezug auf E-Autos nie einen Stromer bislang gefahren sind oder auf Aussagen der Alteingesessenen Meinungen zu E-Autos setzen. Die Produktion von Wasserstoff Bedarf mindestens 3x mehr Energie als Elektro und fossilie Treibstoffe wie Benzin oder Diesel 10 x mehr Energie als Strom. Auch ist die Ökobilanz von E-Autos wesentlich besser. Sogenannte Autokonzerne oder Fachleute zitieren alte Studien ... Bei der Ermittlung der Ökobilanz von herkömmlichen mit Fossilien angetriebenen PKW‘s wurde der enorme Energiebedarf, welcher für die Förderung von Öl mit Pumpen, Transport von Oil mit Schiffen und Energiebedarf für die Raffinerien zur Herstellung von Benzin und Diesel nie mit eingerechnet. Dass jetzt schon Batterien ohne Kobaltanteil produziert werden können und alte Batterien zu 99 Prozent recycelt werden können wird weiter Ignoriert.

  • 37
    43
    UwesZeitung
    24.05.2021

    Ich würde sagen, Hauptsache, wir tragen eine Maske und bleiben im Dauer Lockdown. Dann wird alles gut. Sarkasmus aus.

  • 76
    22
    Zeitungss
    24.05.2021

    Ich fahre öfters die Strecke nach Wien (618Km) und zwar ganz entspannt, dabei musste ich noch nie über Energiemangel nachdenken, selbst bei längeren Staus und Umleitungen nicht. Auch das Wetter spielt absolut keine Rolle und muss bei der Planung der Fahrt nicht berücksichtigt werden. Der mitgeführte Vorrat reicht für 900 Km und könnte bei Bedarf ohne Probleme mit einer lächerlichen EC-Karte an jeder Dorftanke ergänzt werden. Wegen Energiemangel auf einem Abschlepper, unter derzeitigen Bedingungen wird man sich daran gewöhnen (müssen).

    Allzeit gute Fahrt und Unterhaltung, wer keine Sorgen hat, holt sie sich ins Haus.

  • 30
    58
    Dickkopf100
    24.05.2021

    Typisch für Leute, die sich nicht auskennen, leider. Man muss ein paar Dinge ändern, wenn man elektrisch unterwegs sein will. Ohne Ladekarte unterwegs sein ist schon mal ein "No Go" bei den E-Mobilisten. Und von den Ladekarten möglichst mehrere verschiedene Anbieter. Dann klappt es auch mit ID-3. Nur kann das ein Neuling nicht wissen, da liegt das Problem. Auch wenn die Ladeinfrastruktur in Deutschland noch ausbaufähig ist, so ist diese doch besser als ihr Ruf.
    Jeder der vom Verbrenner auf elektro umsteigen will, sollte sich etwas intensiver mit der Materie vertraut machen. Übrigens, ich fahre noch Verbrenner und will aber irgendwann auch elektrisch fahren. Darum habe ich mich damit schon ein wenig beschäftigt. Das rate ich jedem Neuling.

  • 59
    16
    klapa
    24.05.2021

    Sagte es bereits, die Autorin tut mir leid.

    Deluxe, Sie haben Recht, ein Trabant macht da wesentlich weniger Schwierigkeiten.

    Und jetzt stehen wir dem technischen Fortschritt bestimmt im Wege.

  • 22
    53
    Lexisdark
    24.05.2021

    @Mittelständisch Wenn Sie Wasserstoff favorisieren, halten Sie von Effizienz nicht viel. Mit der derzeitigen Erzeugung von Wasserstoff ist reichlich Strom nötig, planen Sie schon einmal mit Windrädern in Ihrer Nähe. Viele Tankvorgänge an einer Zapfsäule hintereinander können Sie auch vergessen, dann friert erstmal die Zapfpistole ein. Ein Hochdrucksystem im Auto ist natürlich auch sicherer. Brennstoffzellen sind auch mit reichlich seltenen und teuren Materialien bestückt, da sind batteriebetriebene Fahrzeuge ein Geschenk vom Preis.

  • 105
    23
    gelöschter Nutzer
    24.05.2021

    Man muß auf dem Weg von Dresden nach Berlin zwischentanken und fährt am Ende trotzdem nur mit 100km/h?

    Klasse! So hab ich mir die Zukunft immer vorgestellt.

    Aber dafür brauche ich zum Glück kein so teures Neufahrzeug kaufen, dessen Produktion Ressourcen verbraucht und zusätzliche Schadstoffe in die Luft entläßt. Ich bleibe umweltfreundlich und fahre Gehrauchtwagen.

    Das Auto, mit dem man so fährt, gibt es schon ewig, dafür muß kein neues gebaut werden. Es ist leicht und verzichtet auf viel unnötigen Schnickschnack. Geht zwischen DD und B sogar ohne Tankstop. Ich spreche vom Trabant 601.
    Der fährt auch nur 100, aber wenn ich in Dresden volltanke, komme ich locker bis Berlin. Und auch noch deutlich weiter, obwohl nur 26 Liter reingehen.

    Ich wünsche allen Elektromobilisten allzeit gute Fahrt. Immer ein paar Prozent Restladung im Akku und viel Glück beim Ladesäulenlotto.

    Toi, Toi, Toi!

  • 67
    8
    Fr33z3r2160
    24.05.2021

    Der geschilderte Trip zeigt mir deutlich, dass ein reiner Stromer für mich nicht, bzw. noch nicht in Frage kommt. Es sollte eine bundesweit einheitliche Schnittstelle für alle Ladesäulen von allen Betreibern geben. Ein einheitliches Abrechnugssystem würde schon ein großer Vorteil sein. Aber solange jeder seine eigene Suppe kocht wird die Elektrifizierung von PKW zur Katastrophe für Autofahrer. Ich selbst fahre einen Toyota C-HR Hybrid. Einen Vollhybrid ohne Stecker. Mit 34 Liter Benzin fahre ich knapp 600 km und das ohne irgendwelche Sparmaßnahmen. Mit optimierten Bedingungen auch fast 700 km. Für meine persönlichen Bedürfnissen ausreichend und ohne Stress bei der Suche nach Ladesäulen. Plugin-Hybride sind unter Umständen sogar sparsamer als meiner, benötigen dafür aber externe Lademöglichkeiten. Alternativ würde ich eher auf Wasserstoff setzen, als auf reine Elektroautos. Nur ist momentan das Wasserstoffnetz in Deutschland noch schlechter ausgebaut.

  • 93
    33
    linser
    24.05.2021

    Ach ja, schöne neue grüne Welt die da kommt! Freuen wir uns mal auf harte Winter! Oder machen einfach Dauer- Lockdown, da muß man nicht wegfahren! War man wohl sogar mit dem Trabi schneller ... ???????? Gibt's eigentlich schon Pläne für eine Umwelt- und Menschenfreundliche Produktion und Entsorgung von all dem Akku- und Elektroschrott?

  • 25
    55
    rickschra
    24.05.2021

    Naja hier merkt man nun, dass VW und die deutschen Autobauer meilenweit hinter Tesla rangieren.
    Mit einem Tesla wäre dies sicher nicht passiert. Hier kann man sich bei längeren Strecken auf die Infrastruktur der Supercharger verlassen. Auch ist viralem die Effizienz unschlagbar.Sollte dennoch mal ein Supercharger ausfallen, dann wird einem dies rechtzeitig angezeigt und Alternativen in der Planung angezeigt. Auch baut Tesla derzeit die seine Ladeinfrastruktur massiv aus - Ebenso auch ENBW. Die ENBW Karte sollte jeder mit einem Elektroauto definitiv haben, auch EWE Go und natürlich vom örtlichen Stromversorger hier in Chemnitz die Eins. Ich fahre seit halben Jahr ein Elektroauto und genieße die Vorzüge.Wer dann vielleicht noch eine eigene PV Anlage und eine eigene Lademöglichkeit besitzt, braucht keinen Benziner oder Diesel mehr! Ich denke in 2 Jahren gibt es genug Ladesäulen, so dass man man auch mit einem VW die Reise riskieren kann.

  • 96
    20
    Mittelständisch
    24.05.2021

    @SvenSonK
    Kann man so sehen wie Sie, kann es aber auch als Nachteil empfinden. Weil ich möchte meine Pläne nicht an der Verfügbarkeit von Ladestation von
    einem bestimmten Anbieter ausrichten.

    Ich finde Elektromotoren in Autos sind vom Prinzip eine gute Idee. Jedoch sind Batterien (Akkus) einfach in vielen Aspekten ein nicht geeigneter Energiespeicher.

    Ich persönlich favorisiere Wasserstoff als Energiespeicher.

  • 29
    81
    brandus
    24.05.2021

    Trotzdem, der Bericht zeigt... ID.4 bzw. der Bruder von Skoda wird zur Option für mich.

  • 92
    8
    lfa
    24.05.2021

    Die Autos sind massentauglich und der Aufbau der Ladeinfrastruktur wurde massiv gefördert. Leider scheint sich in der Politik niemand dafür zuständig, dass die Ladesäulen von zig Anbietern auch funktionsfähig gehalten werden und per App funktionieren. Ich stand letztens auch an einer der Telekom, welche partout nicht mit der App wollte und deren Hotline total überlastet war. Vorher informieren bringt da wenig, wenn die Ladesäule in den Apps als funktionsfähig angezeigt wird.

  • 117
    4
    Flexx
    24.05.2021

    Das mit den zahlreichen verschiedenen Lade Apps ist einfach noch ein Riesen Problem. Tesla hat mit den Superchargern immerhin eine gute Abdeckung an den Autobahnen erreicht, aber davon ab ist es ein heilloses Chaos. Das was die Autorin erlebt hat, wäre für mich der Supergau. Zeigt dann doch, dass eAuto fahren ohne eigene Ladesäule zu Hause und über weite Strecken noch nicht ohne Probleme möglich ist.

  • 31
    112
    SvenSonK
    24.05.2021

    Das hätte man auch besser angehen können. Wenn man in Schwarzheide einen 22 kW AC Lader anfahren will, hätte man auch bei fastned am HPC Lader halten können. Es ist leider noch nicht massentauglich, umso mehr hätte man sich vorher informieren müssen anstatt ins fast blaue loszufahren