Beim Spiel des DFB-Teams gegen Curaçao löste ein Video-Schiedsrichter Irritationen aus.
Beim Spiel des DFB-Teams gegen Curaçao löste ein Video-Schiedsrichter Irritationen aus. Bild: Tom Weller/dpa
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Videoschiri sorgt bei WM mit umstrittener Geste für Aufsehen

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Zeichen für "White Power" oder nur ein "Okay"? Video-Schiri Shaun Evans zeigt bei der WM eine mehrdeutige Geste. In den sozialen Medien wird spekuliert, ein Antidiskriminierungsnetzwerk übt Kritik.

Houston.

Eine Handgeste eines Video-Schiedsrichters hat bei der Fußball-WM für Aufsehen gesorgt. Während der TV-Übertragung des Spiels zwischen Deutschland und Curaçao (7:1) war der australische Unparteiische Shaun Evans kurz im Video-Schiedsrichterraum gezeigt worden. In der Sequenz, die einige Sekunden dauerte, formte er mit dem Daumen und Zeigefinger einen Kreis und streckte die übrigen Finger aus. In sozialen Netzwerken wurde danach spekuliert, ob Evans ein Zeichen gemacht habe, das von rechtsextremen Gruppen als Symbol für "White Power" verwendet wird.

Der Weltverband FIFA sagte nach Angaben von "The Athletic", den Vorfall zur Kenntnis genommen zu haben, äußerte sich jedoch zunächst nicht weiter dazu. Auch vom Schiedsrichter selbst gab es keine Stellungnahme.

Geste hat mehrere Bedeutungen

Die Geste mit der Hand ist nicht eindeutig. Sie wird in vielen Ländern auch als "Okay"-Zeichen verwendet, vor allem bei jüngeren Menschen ist auch ein Spiel rund um die Geste bekannt: Formt einer das Handzeichen und schaut dann ein anderer in den geformten Kreis hinein, darf der Zeichengeber ihm spielerisch einen Schlag verpassen.

Gleichzeitig wird das Symbol aber auch seit einigen Jahren von rechtsextremen Gruppen genutzt. Dort gilt es als Zeichen für die angebliche Überlegenheit weißer Menschen. Das Antidiskriminierungsnetzwerk Fare kritisierte den Vorfall und forderte Konsequenzen. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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