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Im letzten Drittliga-Heimspiel vor dem Abschied aus dem Profifußball hat der FC Erzgebirge einen ordentlichen Auftritt hingelegt und vor fünfstelliger Kulisse einen Aufstiegskandidaten geärgert.
Noch einmal Flutlicht im Erzgebirgsstadion. Noch einmal Drittligafußball in Aue. Und noch einmal kamen 10.334 Zuschauer, obwohl der sportliche Absturz längst feststeht. Der FC Erzgebirge ist bereits abgestiegen, das letzte Heimspiel auf der Profibühne wurde dennoch zu einem emotionalen Abschied. Während die Gastgeber erstmals in der Vereinsgeschichte den Gang in die Viertklassigkeit verarbeiten müssen, träumt der MSV Duisburg weiter vom Durchmarsch in die 2. Bundesliga – und traf in Aue auf ein Stadion, das seiner Mannschaft trotz aller Enttäuschung einen würdigen letzten Fußballabend bescherte.
Schon vor dem Anpfiff war die Stimmung im Erzgebirgsstadion ausgezeichnet. Stadionsprecher Mario Dörfler richtete unter lautstarkem Applaus einen Dank an alle Fans und Sponsoren, die den Kumpelverein trotz der schwierigen Situation unterstützt haben und appellierte zugleich, dass es denselben Zusammenhalt auch im kommenden Jahr in der Regionalliga benötige. Lautstark war auch die Unterstützung aus dem mit mehr als 1800 mitgereisten Duisburg-Anhängern prall gefüllte Gästeblock. Insgesamt herrschte im Lößnitztal eine bemerkenswerte, mindestens drittklassige Atmosphäre.
Auf dem Rasen passierte wenig. Es bot sich ein ausgeglichenes Spiel, in welchem Duisburg zwar deutlich mehr Spielanteile hatte, aber kaum nennenswerte Tormöglichkeiten herausarbeitete. Aue verteidigte tief mit Fünfer-Abwehrkette und machte den Gästen das Leben schwer. Erst unmittelbar vor der Halbzeitpause wurde der MSV erstmals gefährlich. Tilo Töpken scheiterte am glänzend parierenden Louis Lord (42.), selbiger rettete auch kurz nach dem Wiederanpfiff gegen Ex-Dynamo-Dresden-Profi Dominik Kother (53.). Letztendlich aber war Aue einem Treffer näher. Jannic Ehlers (90.+5), Marcel Bär (90.+6) und Eric Uhlmann (90.+7) ließen allerdings beste Chancen in der Nachspielzeit liegen.
Am Ende blieb es bei einem torlosen Remis, mit dem sich der FC Erzgebirge vor den eigenen Fans gegen einen Aufstiegskandidaten aus dem Profifußball verabschiedet. Die Fans honorierten diesen Auftritt, klatschten und feierten lautstark „Wismut Aue“. Der endgültige Abschied folgt dann in einer Woche in Schweinfurt.
Statistik
Aue: Lord - Barylla, Malone, Majetschak, Zobel, Seiffert (26. Collins) - Guttau (79. Stefaniak), Fabisch (V/69. Simnica), Günther-Schmidt (69. Uhlmann), Weinhauer (79. Ehlers) - Bär
Duisburg: Braune - Jessen, Bitter (62. Casar), Hahn, Schlicke, Göckan (62. Coskun) - Krüger (79. Sussek), Bulic, Viet, Kother (69. Noß) - Töpken (62. Lobinger/V)
SR.: Behrens (Algermissen). Zuschauer: 10.334.





