Aue löst Ticket für Bundespokal

Die Schachspieler des ESV Nickelhütte haben ihren Heimvorteil bestens genutzt. Sie gewannen den Sachsenpokal und sind somit eine Runde weiter.

Aue.

Mit einem überzeugenden Auftritt haben sich die Schachspieler des ESV Nickelhütte Aue für den Bundesausscheid im Kampf um den Mannschaftspokal qualifiziert. Dabei nutzten sie ihren Heimvorteil optimal. Denn die Erzgebirger waren am Sonnabend Gastgeber für den Ausscheid auf Sachsenebene, den sie souverän mit 9:1 Punkten gewannen und somit das Ticket für den Deutschlandpokal lösten.

In der Aula der Zeller Schule gingen Vierer-Teams an die Bretter. Jeder Einzelspieler hatte fünf Partien zu absolvieren. Für Aue waren Hannes Langrock und Gunter Spieß mit je drei Zählern erfolgreich. Vier Siege holte Cliff Wichmann. 3,5 Punkte steuerte Lutz Diebl bei. Dabei nahmen die Gastgeber eine Favoritenrolle ein, da sie mit Spieß, Langrock und Wichmann die einzigen drei Internationalen Meister mit Bundesliga-Erfahrung aufboten. Das beste Ergebnis aus Auer Sicht gelang Wichmann, der an Brett 3 vier von fünf Partien für sich entscheiden konnte. "Ich bin nicht unzufrieden. Es lief recht gut", sagte er eher bescheiden. Ziel sei es gewesen, die Mannschaft zum Pokalsieg zu führen - was ja auf beeindruckende Weise gelang. "Voriges Jahr sind wir im Pokal nur Fünfte geworden. Deshalb haben wir jetzt von Anfang an mehr Konzentration an den Tag gelegt und uns zusammengerissen", so Wichmann. Gegen erfahrene Oberligisten, die mitunter Titelträger im Kader haben, leistete sich das Gastgeber-Quartett kaum Schwächen. Unter der Konkurrenz befanden sich zudem mehrere internationale Meister.

"Es gab für uns nicht unbedingt einen Schönheitspreis zu gewinnen. Wir haben als Team eine sichere Qualifikation angestrebt - und das ganz schnörkellos", sagte der Auer Gunter Spieß, der drei Punkte holte. "Ich bin zum Beispiel bei zwei Partien, die durchaus noch interessant waren, bewusst auf ein Remis eingegangen, um den Mannschaftssieg abzusichern."

Die Zweiten des Sachsenpokal-Finales, die sich ebenfalls für den Deutschland-Pokal qualifiziert haben, sind die Denker aus der ersten Mannschaft der SG Leipzig. Sie erreichten in Aue 7:3 Punkte. Der ASP Hoyerswerda wurde mit 6:4 Punkten Dritter - vor Grün-Weiß Dresden (4:6), dem Zwickauer SC (2:8) und der zweiten Mannschaft von der SG Leipzig (2:8). Die einzelnen Runden des Deutschland-Pokals werden erst noch ausgelost. Alle Ergebnisse des Sachsenpokals im Detail gibt es im Internet. www.schachverband-sachsen.de

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