Gewackelt, aber nicht gestolpert

Mit einem Sieg im vorletzten Heimspiel gegen Cunewalde haben die Zwönitzer Handballer den Klassenerhalt in der Sachsenliga fast sicher. Am Ende der Partie zeigten die Gastgeber allerdings Nerven.

Zwönitz.

Fast hätten sich die Zwönitzer Sachsenklasse-Handballer selbst noch um den Lohn gebracht. Knapp, mit 32:31, bezwang die Mannschaft die Sportgemeinschaft Cunewalde/Sohland. Es war ein verdienter Sieg dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung, daran ließ Trainer Frank Riedel keinen Zweifel. "Aber die letzten fünf Minuten waren absolut unnötig", schob er hinterher. Denn im Gefühl des sicheren Sieges und einem Zwischenstand von 28:22 nach 48 Minuten zog bei den Gastgebern der Schlendrian ein. Mit mehreren Offensivfehlern in Serie luden sie den Tabellensechsten aus Ostsachsen, der zudem von einer Zwönitzer Zeitstrafe profitierte, zum munteren Torewerfen ein - kurz vor der Schlusssirene stand es plötzlich Unentschieden. Am Ende war es schließlich Tommy Löbner, der vom Punkt für die Entscheidung sorgte. Kapitän Sven Hartenstein hatten den Siebenmeter herausgeholt.

Zuvor hatten die Zwönitzer, die mit der Hypothek von drei Niederlagen in Serie in die Partie gegangen waren, absolut überzeugt. Da sich die Gästeabwehr diesmal sehr intensiv mit HSV-Rückraumwerfer Löbner beschäftigte, erfreuten sich andere Akteure größerer Freiräume. Clemens Fritsch zum Beispiel, der sich im rechten Rückraum in Szene setzte und den Ball von dort fünfmal in die Maschen beförderte. Zwar war der Spielstand nach 20 Minuten mit dem 12:12 noch ausgeglichen, allerdings gaben die Gastgeber in den letzten Minuten des ersten Durchgangs nochmals Vollgas und nahmen eine wichtige 18:15-Führung mit in die Halbzeit. Zu Beginn des zweiten Durchgangs glichen die Cunewalder zwar aus, doch angetrieben vom unermüdlich rackernden Jiri Brecko warfen die Erzgebirger wieder einen Vorsprung heraus, der bis zu den kritischen letzten Minuten auf sechs Tore wuchs.

Mit dem Sieg überholten die Zwönitzer, die nun 13 Punkte auf dem Konto haben, die dritte Vertretung der SG Leipzig und sind nun Tabellensiebter. Zwei Spieltage vor Saisonende ist ihnen der Klassenerhalt damit praktisch nicht mehr zu nehmen. Mit der Reserve des EHV Aue hat der HSV zwar noch den Spitzenreiter in dessen Halle vor der Brust, doch am letzten Spieltag wartet zuhause mit Riesa/Oschatz das Kontrastprogramm. Das Schlusslicht hat nur fünf Zähler auf dem Konto, und kann, soviel ist sicher, den Abstieg in die Verbandsliga nicht mehr verhindern. (mit bral)

Statistik Zwönitz: Kerner, Treuter; Brecko (13/2), Anger, Fritsch (5), Hartenstein (1), Becher, Kotesovec (2), Schlömer, Treitschke, Löbner (8/5), Lieberei (3)

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