Sieg als Balsam für die Nerven

Am Sonntag haben die Handballerinnen des Zwönitzer HSV in der Verbandsliga ihren zweiten Saisonsieg gefeiert. Den Männern fehlte dagegen die taktische Disziplin.

Zwönitz.

Die Zwönitzer Handballerinnen haben das wichtige Duell im Tabellenkeller der Verbandsliga gegen den SV Plauen-Oberlosa mit 23:20 (14:11) gewonnen. Nach der ein oder anderen unglücklichen Niederlage in den Spielen zuvor war der Sieg für Vereinschef Ralf Beckmann so etwas wie "Balsam auf das etwas gestresste Nervenkostüm" der jungen Mannschaft.

"Am Ende war es ein sicherlich verdienter Start-Ziel-Sieg", so der Vereinschef. Gleich zu Beginn war den Zwönitzerinnen der Siegeswille anzumerken. In den ersten Minuten ließ man die Offensive der Gastgeberinnen kaum zur Entfaltung kommen und führte zur Pause mit 14:11. Nach dem verletzungsbedingtem Aus von Michelle Kreher bewiesen die Zwönitzerinnen Moral. Nach drei Treffern in Folge stand in der 48.Minute eine 21:17-Führung zu Buche. Mit viel Einsatz in den letzten Minuten wurde dieser Vorsprung über die Zeit gebracht. Mit 4:14 Punkten ist der HSV auf Platz 11 nun in Reichweite zum SV Plauen-Oberlosa (10. Platz/4:12 Punkte).

Den Männern des Vereins gelang es dagegen nicht, sich auf das kommende Sachsenliga-Derby gegen den EHV Aue II einzustellen. Bei der SG Cunewalde/Sohland setzte es eine 19:28 (11:13)-Niederlage. Trainer Frank Riedel musste dabei auf Spielmacher Jiri Brecko verzichten, sah die Gründe für das Ergebnis allerdings woanders: "Wir schmeißen zu Beginn beider Halbzeiten serienweise die Bälle weg, nehmen uns viel zu schnell nur Halbchancen und bekommen dann schnelle Gegentore. So darfst du nicht auftreten, wenn du was mitnehmen willst."

Tatsächlich legten die Gastgeber gut los und nutzten die von Trainer Riedel beschriebenen Schwächen aus, um nach 15 Minuten bereits auf 10:4 davonzuziehen. Mit Treffern vom Kreis sowie aus dem Rückraum legten die Zwönitzer bis zur Pause einen 6:1-Lauf hin, was zur Halbzeit wieder alle Möglichkeiten eröffnete.

Die zweite Hälfte begann jedoch wie die ersten 30 Minuten. Die Hausherren kamen mit Druck aus der Kabine. Innerhalb von zwölf Minuten stellte Cunewalde den noch knappen Pausenstand auf 21:12 und entschied damit das Spiel. (bral)

Statistik Zwönitz (Frauen): Wolf, Wetzel; Mosel (5/3), Haunschild (4), Riedel, L. Kaulfuß (7/2), Viehweger (2), Hartenstein (3), Lea Thierfelder (1), Lisa Thierfelder, Kreher (1) Zwönitz (Männer): Kerner, Treuter; Fritsch (3), Hartenstein (2), Langer (1), Becher (1), Kotesovec (1), Treitschke, Schlömer (1), Löbner (10/2), Lieberei; 2min: Zwönitz: 5, Cunewalde: 2; 7m: Zwönitz: 3/2, Cunewalde: 4/4

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