"Strandgäste" trotzen dem Regen

16 Mixed-Duos haben in Zschopau um den Sieg beim 2. Beach-Cup gekämpft. Nach einer langen Hallensaison waren die Volleyballer trotz Kälte heiß darauf, endlich wieder im Freien zu spielen.

Zschopau.

Als Strand ergeben Sand und Wasser eine perfekte Kombination. Wenn das kühle Nass allerdings von oben kommt, hält sich die Freude in Grenzen. So war es auch am Samstag in der Zschopauer Sandgrube, die seit dem Bau einer Beachvolleyball-Anlage im vergangenen Jahr ihrem Namen noch mehr Ehre macht. "Natürlich haben wir uns kurz zuvor überlegt, ob es wirklich Sinn macht", gestand Claudia Preußner angesichts des angekündigten Regens. Abgesagt wurde der 2. Zschopauer Beach-Cup dennoch nicht. "Das ist nun mal eine Freiluftsportart. Wir sind dem Wetter ausgeliefert", so die Organisatorin vom VC Zschopau. Wenn, dann müsste es schon gewittern oder mächtig stürmen.

Dass Beachvolleyballer hart im Nehmen sind, bewiesen die 16 Mixed-Duos, die aus ganz Sachsen angereist waren. Zum Beispiel ließ sich Philip Schulze, einer von insgesamt fünf Lokalmatadoren des VC Zschopau, vom nasskalten Wetter nicht stören. Schließlich ist der 22-Jährige ganz andere Bedingungen gewöhnt. Im Winter hat er an der Deutschen Meisterschaft im Snowvolleyball teilgenommen. Schnee gab es diesmal zwar nicht, dafür jedoch einstellige Temperaturen und bis Mittag teils heftigen Regen. Nicht immer fiel es den Akteuren leicht, sich nach langer Pause für das nächste Match aufzuraffen. Doch irgendwie ging der Spaß von den Vierer-Vorrundengruppen bis hin zu den Final- und Platzierungsspielen am Abend nie verloren.

"Das Aufwärmen ist schon hart. Aber sind dann vier, fünf Bälle gespielt, bekommt man es gar nicht mehr mit", nahm auch Benjamin Kratkey die Witterung locker. Kein Wunder, stand er doch in der Woche zuvor noch bei drei Grad Celsius und Graupelschauern am Netz. Es war der Auftakt der Beach-Saison in Halle (Saale) gewesen. Die wollte er sich ebenso wenig entgehen lassen wie nun das Turnier in Zschopau. "Nach der langen Hallensaison freuen sich alle von uns, endlich wieder im Freien zu spielen", erklärt Kratkey. Mit "uns" meint er die Beachvolleyball-Clique aus dem östlichen Sachsen - geschätzte 100 Spieler an der Zahl. Dresdner gehören dazu. Viele kommen aus Riesa, wo sich jede Woche am Netz getroffen wird. Rico Knöbel vom VC Zschopau gehört ebenso dazu. Er spielt zwar weiter für den Drittligisten in der Heimat, wohnt aber nun in der Nähe von Meißen. "Das ist wie eine große Familie. Jeder kennt jeden", sagt er. So lässt sich erklären, dass die Teams mit Vertretern verschiedener Vereine stets bunt gemischt sind.

So groß der Zusammenhalt und der gemeinsame Spaß auch ist, in einem unterscheiden sich die Beachvolleyballer in dieser frühen Phase der Saison: die Empfindlichkeit der Füße. Während sich Knöbel tags zuvor noch schnell ein Paar Beachsocken gekauft hatte, um seine Zehen noch zu spüren, gehörte Benjamin Kratkey zu den hart gesottenen Barfußspielern. Seine Einstellung war wohl ein Grund dafür, dass er zusammen mit seiner Partnerin Anne Katrin Dietz (Limbach Oberfrohna Volleys) am Abend den Siegerpokal in Empfang nehmen durfte. Der andere Grand war das gute Auge. Obwohl vergleichsweise klein gewachsen, fand der Riesaer beim Platzieren des Balles oft die passende Stelle. Längst nicht immer kommt es beim Beachvolleyball auf harte Schmetterbälle an. So gelang im Finale ein Sieg gegen den sprunggewaltigeren Leo Reinhold und seine Partnerin Sina Ehrhardt, beide aus Reichenbach. Das Spiel um Platz 3 gewannen die Dresdner Till Köhler und Stefanie Räbriger gegen Maria Grundei und Philip Schulze, der damit das beste Ergebnis aus Sicht der Gastgeber erreichte.

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