Zwönitzer feiern zweimal

Die beiden Handball-Teams des HSV haben ihre Heimspiele gewonnen. Vor allem die Männer überzeugten erstmals seit langem wieder.

Zwönitz.

Die Handballer des Zwönitzer HSV haben sich bei ihrem Heimspiel in der Sachsenliga in der Niederzwönitzer Sporthalle überraschend gut gegen die SG Leipzig III verkauft. Der Lohn: ein Sieg mit vier Toren plus, denn auf der Anzeigetafel stand am Ende ein 30:26 (13:12). Trainer Frank Riedel sprach von einer geschlossenen Mannschaftsleistung über die kompletten 60 Minuten hinweg. "Auch kämpferisch war es super, was wir an den Tag gelegt haben", so der Coach.

Hinzugekommen sei eine gute Deckungsarbeit. Außerdem agierte Torhüter Michal Kerner phasenweise überragend, so Riedel weiter. Die Gäste probierten verschiedene Abwehr-Varianten aus, scheiterten jedoch an einer Zwönitzer Mannschaft, die immer die passende Antwort parat hatte. Die Partie hätte damit schon früh in die richtigen Bahnen gelenkt werden können, denn die HSV-Sieben erarbeitete sich dreimal in der ersten Hälfte einen Drei-Tore-Vorsprung. "An der Stelle hätten wir eigentlich wegziehen können, haben es aber nicht geschafft. Da haben dann doch kleine Unkonzentriertheiten mit reingespielt, und wir haben den einen oder anderen Wurf zu viel genommen", so Riedel. "Wir hatten viele gute Ansätze, die mit schönen Toren aus dem Spiel heraus belohnt wurden. Diese Linie haben wir im Verlauf der Partie etwas verloren."

Das wiederum sei aber kein Wunder, so der Trainer. Schließlich habe er den Ausfall von sechs Spielern kompensieren müssen. "Das heißt, dass der Rest der Mannschaft volle 60 Minuten auf der Platte stand. Irgendwann ist die Kraft zu Ende, und die Konzentration lässt einfach nach." Trotz der Umstände brachte die Riedel-Sieben den Sieg über die Zeit, auch wenn es zwischendurch eng wurde (17:16/40.). Viel Lob hatte Frank Riedel unter anderem für Jiri Brecko übrig: "Er hat heute viel für das Spiel getan. In den entscheidenden Phasen hat er Verantwortung übernommen und wichtige Tore erzielt."

Auch Kapitän Sven Hartenstein zeigte sich nach dem Sieg zufrieden: "Es war seit langem wieder ein Spiel, in dem wir sowohl im Angriff als auch in der Abwehr gut als Team gearbeitet haben. Das war ausschlaggebend." In der Offensive habe man sich genügend Chancen erarbeitet und die Bälle auch verwandelt. In den letzten Begegnungen habe das nicht so funktioniert, so Hartenstein. "Da hat jeder Spieler mehr oder weniger seins gemacht." Doch daran habe man in der spielfreien Zeit gearbeitet. "Wir wussten, dass Leipzig eine robuste Mannschaft ist", sagt Hartenstein. "Nachdem wir mit einem Tor plus in die Pause gegangen sind, haben wir uns in der Kabine gesagt, wir ziehen unseren Stiefel weiter durch, und es hat funktioniert", berichtet der Kapitän. Mit dem Sieg springen die Erzgebirger auf den achten Platz.

Zuvor war die erste Frauen-Mannschaft der Zwönitzer in eigener Halle gefordert und hat mit einem 29:22 (13:13) gegen die TSG Schkeuditz ebenfalls zwei wichtige Punkte eingefahren. "Wir waren den Gästen in jeder Phase überlegen", erklärt Trainer Ralf Beckmann. Dennoch stand es zur Halbzeit lediglich unentschieden, was der fahrlässigen Chancenverwertung der Zwönitzerinnen geschuldet war. Dabei war die HSV-Sieben gut auf Kurs. Zweimal konnte man in Hälfte eins mit fünf Toren davonziehen 8:3 (11.) und 11:6 (17.), ließ die Gäste aber auch wieder herankommen. Spätestens in den letzten zehn Minuten der Partie trug dann das permanente Tempospiel der Zwönitzerinnen ihre Früchte, denn die Kräfte der TSG schwanden nun sichtlich. "Es war ein ganz wichtiger Sieg für uns, um nach hinten den Abstand zu halten", sagt Beckmann, der diesmal, was den Kader angeht, nahezu aus dem Vollen schöpfen konnte. Die HSV-Frauen stehen in der Tabelle der Verbandsliga damit weiter auf Platz 9, konnten den Abstand nach unten aber etwas ausbauen.

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