Zwönitzer mühelos in Runde 2

Beim 28:23 im Pokal gegen Niederau sind die Handballer des HSV ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Der Trainer übte aber auch Kritik.

Zwönitz.

Die Handball-Frauen des Zwönitzer HSV hatten am Samstag bereits vorgelegt, einen Tag später zogen die Männer nach. Mit 28:23 schlug das Team von Trainer Frank Riedel den SV Niederau und wurde damit seiner Favoritenrolle gerecht.

Bereits in den Anfangsminuten dominierte der Aufsteiger in die Sachsenliga die Partie deutlich. Die Gastgeber aus der Nähe von Meißen, die in der Verbandsliga antreten und in dieser in der vergangenen Saison auf Platz 10 einkamen, lagen bereits nach knapp sieben Minuten mit 2:6 hinten. Zwönitz agierte konzentriert in der Defensive und zeigte sich im Offensivspiel effektiv. Den Niederauern fehlten hingegen sichtlich die Mittel, um die Abwehr der Erzgebirger wirkungsvoll unter Druck zu setzen. Auch nach der ersten Auszeit, die die Ostsachsen beim Stand von 5:10 nahmen, wurde es aus ihrer Sicht nicht wirklich besser. Bis zur Halbzeit gab Zwönitz weiter den Ton an und führte zum Pausentee bereits deutlich mit 17:9.

In den ersten rund zehn Minuten der zweiten Hälfte verwalteten die Gäste dann zunächst erfolgreich den klaren Halbzeitstand und waren beim 20:13 (39.) weiter unangefochten auf der Siegerstraße. Im Gefühl des sicheren Vorsprungs zog dann allerdings der Schlendrian ein. Es folgten sieben äußerst unkonzentrierte Minuten, in denen die Niederauer mit fünf Treffern in Folge zeigten, dass auch sie gefährlich werden können, wenn sie der Gegner gewähren lässt. Der Fast-Anschluss zum 18:20 war dann allerdings der Weckruf, den Zwönitz offenbar benötigte. Die Gäste setzten in der Folge wieder mehr auf spielerische Akzente und brachten die Partie wieder unter Kontrolle. Ein Viererpack zum 26:20 sorgte für die Vorentscheidung, danach ließen die Erzgebirger nichts mehr anbrennen.

Der Trainer zog hinterher ein ordentliches Fazit. "Ich denke, wir hatten Niederau insgesamt gut im Griff", sagte Frank Riedel, der aber auch Kritik übte. "Die sieben oder acht Minuten in der zweiten Halbzeit, in denen wir einen klaren Vorsprung hergeschenkt haben, haben mir natürlich nicht gefallen. Solche Aussetzer dürfen nicht passieren", sagte der Coach speziell vor dem Hintergrund des nahenden Punktspielstarts.

Denn schon am kommenden Samstag beginnt für die Zwönitzer das Abenteuer Sachsenliga. 16 Uhr empfängt das Team Germania Zwenkau. Die Rand-Leipziger waren in der vergangenen Saison als Spielgemeinschaft SG Leipzig/Zwenkau an den Start gegangen und hatten am Ende Rang 8 belegt. Ziel des HSV ist es, die ersten Punkte für das Klassenerhalt zu sammeln - denn um nichts anderes geht es in der kommenden Spielzeit.

Statistik Zwönitz: Kerner, Treuter; Brecko (9/1), Frisch (1), Langer, Hartenstein, Becher (1), Kotesovec (3), Schlömer (3), Küntzel (2/2), Löbner (5/2), Lieberei (4) 2min: Niederau: 4 Zwönitz: 1; 7m: Niederau: 2/2 Zwönitz: 5/4

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