Auf Flick-Trikot ist eine Doppel-Fahne

Ein weiterer Leistungsträger des Eishockey-Zweitligisten aus Crimmitschau soll in Kürze einen deutschen Pass bekommen.

Crimmitschau.

Die Verantwortlichen des Eishockey-Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau haben bei der Bestellung des Trikots von Stürmer Rob Flick schon einmal vorgebaut. Auf dem Rücken befinden sich die deutsche und die kanadische Fahne. Das Deutschland-Symbol war in den letzten Testspielen allerdings provisorisch abgeklebt. Die spannende Frage: Gibt es die Chance, dass Rob Flick einen deutschen Pass erhält und damit künftig nicht mehr das Ausländerkontingent der Eispiraten Crimmitschau belastet?

Geschäftsführer Jörg Buschmann nickt mit dem Kopf. "Das ist unser Ziel. Wir müssen noch ein Dokument, das fehlt, bei den Behörden einreichen", erläutert der Eispiraten-Chef.

Bei Nachfragen zu dem Thema gibt sich Jörg Buschmann allerdings wortkarg. Wann ist mit einer Entscheidung zu rechnen? Warum erfüllt Rob Flick die Voraussetzungen für einen deutschen Pass? Bei welchen Behörden werden die Unterlagen eingereicht? "Es handelt sich um ein laufendes Verfahren, welches wir nicht kommentieren können", sagt Buschmann.

Auffallend: Durch die Einbürgerung von Leistungsträgern bringen sich die Eispiraten Crimmitschau in eine komfortable Situation. Der kanadische Stürmer Christian Hilbrich hat vor wenigen Tagen einen deutschen Pass erhalten. Dadurch war kurz vor dem Beginn der Saison die Verpflichtung von Patt McNally möglich. Zudem soll - wahrscheinlich im Verlauf des heutigen Tages - die Verpflichtung von Abwehrspieler Patch Alber perfekt gemacht werden. Beim 29-jährigen US-Amerikaner gibt es nach Informationen der "Freien Presse" ebenfalls die Chance auf einen deutschen Pass.

In der Vergangenheit bissen die Eispiraten-Macher beim Versuch, für Profis mit entsprechenden Vorfahren einen deutschen Pass zu erhalten, auf Granit. Das beste Beispiel: Stürmer Eric Lampe sollte in der Saison 2015/16 einen deutschen Pass bekommen. Die Gespräche mit Landratsamt und Landesdirektion zogen sich monatelang hin. Im Frühjahr 2016 verabschiedete sich der Center - sichtbar frustriert - aus Westsachsen und beendete seine Karriere. (hof)

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