Anbau für Klingenthaler Oberschule bekommt Konturen

Auf der Baustelle auf dem Amtsberg laufen die Arbeiten. Ende Oktober soll der Rohbau stehen, Anfang November dann mit Dach.

Klingenthal.

Wenn es beim Wetter nach dem Klingenthaler Bauamtschef Andreas Günnel ginge, könnte der Altweibersommer ruhig noch eine Weile dauern. Für die Bauarbeiten am Schulzentrum auf dem Amtsberg wäre das nach seinen Worten ideal. Ende Oktober soll der Rohbau für die künftige Oberschule stehen, Anfang November auch das Dach dicht sein.

Der neue Vier-Stockwerke-Komplex mit elf Klassenzimmern von jeweils rund 70 Quadratmetern Fläche samt Vorbereitungsräumen sowie Werkraum, Multifunktionsraum und Arbeitsräumen für Schulleiter und Lehrer nimmt Gestalt an. Bis zum Wochenende sollen die Fundamente für den Bereich fertig sein, auf dem der Multifunktionsraum sowie die Fachkabinette für Physik, Chemie und Biologie errichtet werden. "Die Bodenplatte dazu soll in der nächsten Woche gegossen werden", erklärte Günnel. Dieser Anbau wird nach seinen Worten zweistöckig. Der Multifunktionsraum als kleinere Alternative zur Aula soll etwa 150 Schülern Platz bieten.

Die Klingenthaler Oberschule ist die erste in Sachsen, die seit der Wiedervereinigung eröffnet wurde. Die Vorgängerin war 2005 geschlossen worden. Nach langen Diskussionen hatte im Januar 2018 der Stadtrat einstimmig den Beschluss zur Wiedereinrichtung einer Oberschule gefasst. Auch bei der Landesregierung in Dresden, die sich über Jahre hinweg gegen das Vorhaben gestellt hatte, begann mit Blick auf die Entwicklung im ländlichen Raum damals ein Umdenken. Im Mai 2018 erhielt Klingenthal den Bescheid zur Betreibung einer Oberschule.

Die Rohbauarbeiten vergab der Stadtrat an die Klingenthaler Firma Christian Krause Bauunternehmen GmbH, die dabei auch Subunternehmen aus der Region beschäftigt. Rund 2,2 Millionen Euro sind als Kostenvolumen veranschlagt, davon kommen zwei Drittel aus dem Landesförderprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren". Das restliche Drittel will die Stadt laut Oberbürgermeister Thomas Hennig (CDU) zunächst ohne Kreditaufnahme stemmen. Bislang werde der Kostenrahmen eingehalten, sagte der Bauamtschef. Die Finanzierung der Innenausstattung der neuen Räume wird dann voraussichtlich über einen Kredit erfolgen.

Bereits in der nächsten Woche soll laut Günnel auch die Ausschreibung für den Innenausbau des Gebäudes veröffentlicht werden. Geplant ist, dass die Arbeiten dann im Winter erfolgen. In Besitz nehmen sollen die Oberschüler und Lehrer den Anbau zum Schuljahresbeginn 2020/21.

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