Deponie-Gegner planen weitere Protestaktionen

Eine Bürgerinitiative aus Gablenz bündelt die Aktivitäten. Sie präsentiert sich auch im Internet und auf dem Töpfermarkt.

Gablenz.

Auf zahlreichen Plakaten bringen Einwohner aus dem Crimmitschauer Ortsteil Gablenz ihren Protest gegen die Pläne zur Schaffung einer Bauschutt-Deponie zum Ausdruck. Die Kiesgrube soll, wenn es nach den Vorstellungen von privaten Investoren geht, mit Betonresten, Schotter, Mineralwolleabfällen und asbestbelastetem Material gefüllt werden. Auf den Plakaten ist seit wenigen Tagen unter anderem "Gebt die Grube Stück für Stück nun an die Natur zurück" und "Kies raus, Müll rein. Wir sagen Nein" zu lesen.

Die Aktionen werden von einer Bürgerinitiative, die sich im Februar gegründet hat, koordiniert. Sie hatte am Sonntag zu einem Fototermin an das Parkteichgelände eingeladen. Rund 100 Teilnehmer folgten dem Aufruf. "Wir wollen damit zeigen, dass sich nicht nur ein kleiner Teil der Einwohner gegen die Bauschutt-Deponie wehrt. Auch viele Familien mit Kindern sind unserer Einladung gefolgt", sagt Manja Clemen, Sprecherin der Bürgerinitiative. Sie konnte neben einigen Gästen aus Crimmitschau auch den ehemaligen Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau) begrüßen.


Das Treffen wurde genutzt, um weitere Aktivitäten vorzubereiten. In dieser Woche soll eine Internetseite der Bürgerinitiative freigeschaltet werden. "Sie wird als Informationsplattform genutzt", sagt Manja Clemen und verweist auf die nächsten Termine. Am 1. Mai ist eine Wanderung durch den Ortsteil geplant. Dazu wurde auch der Landtagsabgeordnete Jan Löffler (CDU) eingeladen. Zudem plant die Bürgerinitiative für den 4. und 5. Mai einen Informationsstand auf dem Töpfermarkt. Dann sollen auch Details zu einem Alternativprojekt für eine Nachnutzung der Kiesgrube vorgestellt werden. Der Vorschlag aus Gablenz sieht eine Umwandlung der Kiesgrube zu einer ökologischen Bildungsstätte vor. Die Bürgerinitiative hat das Projekt beim Ideenwettbewerb "So geht sächsisch" eingereicht, teilte Manja Clemen mit.

Im November 2018 stellten Vertreter von zwei Unternehmen ihre Pläne für die Bauschuttdeponie erstmals der Öffentlichkeit vor. Sie informierten, dass der Platz für rund eine Million Kubikmeter Bauschutt ausreichen würde. Die Bürgerinitiative warnt vor Überschwemmungsgefahr, Lärmbelästigung und Feinstaubbelastung - auch mit Blick auf die nächsten Generationen.

www.mein-gablenz.de

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