Liveticker: Protest gegen Demo von Pro Chemnitz

22.03 Uhr: Die Polizei zieht Bilanz: Beide Versammlungen verliefen friedlich und störungsfrei. 1300 Einsatzkräfte, darunter Reiterstaffeln, Hubschrauber und Wasserwerfer, waren beteiligt. Neben Polizisten aus Sachsen waren Beamte aus Thüringen, Berlin, Bayern, Hessen, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und von der Bundespolizei im Einsatz. Am Ende blieb es bei sechs Straftaten wegen Verstoßes gegen das  Vermummungsverbot und wegen verbotener Gegenstände. Verletzte gab es nicht. Damit beenden wir unseren Liveticker und danken für die Aufmerksamkeit.

21.12 Uhr: Die Polizei hat am Abend sechs Straftaten erfasst - es handelte sich dabei um Verstöße gegen das Versammlungsgesetz. Verletzte waren bislang nicht zu beklagen.

20.47 Uhr: Eine Polizeisprecherin korrigiert die Teilnehmerzahl bei der Pro-Chemnitz-Kundgebung auf 2300. Sie ist beendet und verlief nach Polizeieinschätzung störungsfrei. Auch das Konzert auf dem Theaterplatz ist beendet.

20.38 Uhr: Bei der Abschlusskundgebung von Pro Chemnitz redet ein Sprecher von "Wir für Deutschland" aus Berlin. "Wir kommen wieder" ruft die Menge. Ein Sprecher kündigt die nächste Kundgebung für kommenden Freitag zur gleichen Zeit an.

20.30 Uhr: Der Demozug von Chemnitz Nazifrei ist am Hauptbahnhof angekommen. Ende der Demo. Der Chemnitzer Block soll jetzt ins "Kompott" an der Leipziger Straße gehen.

20.27 Uhr: Die Pro-Chemnitz-Kundgebung hat wieder den Marx-Kopf erreicht. Die Teilnehmer rufen "Festung Europa, macht die Grenzen dicht", "Das System ist am Ende, wir sind die Wende." 

20.23 Uhr: Auf dem Theaterplatz erklingt "Freude schöner Götterfunken", die Europahymne.

20.10 Uhr: "Ludwig muss weg"-Rufe sind auf der Pro-Chemnitz-Demonstration zu hören. Auf der Dresdner Straße herrscht derweil Chaos: Autofahrer kommen nicht mehr durch, Busse stehen quer.

19.53 Uhr: Das Konzert auf dem Theaterplatz wird fortgesetzt.

19.50 Uhr: Die Pro Chemnitz-Demonstration ist an der Ecke Zöllnerstraße/Brühl angekommen. Die Menge skandiert "Widerstand, Widerstand!" Anwohner werfen Luftballons aus den Fenstern. 

19.46 Uhr: Der Demozug von Chemnitz Nazifrei ist jetzt auf der Dresdner Straße, Höhe Ramonas Eck. Es gibt Ansprachen.

19.45 Uhr: Das Konzert auf dem Theaterplatz wird unterbrochen, es werden Regenponchos ausgeteilt.

19.34 Uhr: Auf dem Theaterplatz hat Generalintendant Christoph Dittrich einleitende Worte gesprochen. "Angst und Sorge müssen artikulierbar bleiben, aber ohne Gewalt und Hass", sagt er und erhielt dafür Applaus. Dittrich weiter: "Wir vertrauen der Kunst, Herz und Emotionen und möchten, dass ein anderes Bild von Chemnitz um die Welt geht." Mit Blick auf die Kulturhauptstadtbewerbung für 2025 erklärte der Intendant: "Wir werden nicht stehen bleiben am heutigen Tag, sondern weitermachen mit allen Bürgern - mit Kultur miteinander leben und diese Botschaft nach Europa aussenden." Vor Beginn des Konzerts kam Stefan Heym zu Wort in Gestalt einer Puppe des Figurentheaters. Zitate aus seinen Reden und seiner Publizistik erwiesen sich in den Augen des Publikums als Kommentare von hoher Aktualität. Für Sätze wie "Zu seufzen und zu jammern ist einfach nicht genug" gab es viel Beifall.

19.30 Uhr: Die Polizei gibt die Anzahl der Teilnehmer der Pro-Chemnitz-Demonstration mit 1500 an. Bei der Kundgebung von Chemnitz Nazifrei beteiligen sich laut Polizei 1000 Leute.

19.23 Uhr: Die Polizei korrigiert die Teilnehmerzahl bei Pro Chemnitz auf 1300. Unsere Reporter vor Ort schätzen über 1500. Die Beamten sind mit massivem Aufgebot in der Innenstadt, besonders auf der Brückenstraße, präsent. 

19.16 Uhr: Auf dem Theaterplatz haben sich etwa 5000 Besucher zum Konzert "#wirsindmehr" zusammengefunden. Mit Beethovens 9. Sinfonie wollen die Theater Chemnitz für "Kultur der Offenheit und Vielfalt" werben.

19.14 Uhr: Die annähernd 1000 Teilnehmer der Pro-Chemnitz-Kundgebung setzen sich in Bewegung. Ihr Weg führt Richtung Brühl. Vorher riefen sie "Uns gehört die Stadt". Auch der Demonstrationszug von Chemnitz Naziffrei ist gestartet.

19.06 Uhr: Bei Pro Chemnitz spricht ein Redner, der sich als 61-Jähriger in Karl-Marx-Stadt Geborener vorstellt. Er kritisiert den Auftritt von "Feine Sahne Fischfilet" am Montag beim Konzert gegen Rechts, weil die Band radikale Liedtexte singe. Er sei nie Parteimitglied gewesen, sympathisiere aber mit AfD, Pegida und allen Patrioten.Teilnehmer skandieren "Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen."

19 Uhr: Die Pro-Chemnitz-Kundgebung hat begonnen. Die Organisatoren informieren, dass sie Fahnen mitgebracht haben und rufen auf, Fernsehteams nicht anzugreifen. Faschisten würden nicht geduldet, heißt es weiter. Kleidung von Teilnehmern weist indes auf ihre politische Ausrichtung hin. Auf einem T-Shirt ist zu lesen "Auch ohne Sonne braun".

18.58 Uhr: Bei Chemnitz Nazifrei sind es jetzt mehr als 500 Teilnehmer, die gegen Pro Chemnitz demonstrieren.

18.50 Uhr: "Kein Recht auf Nazipropaganda" schallt es auf Seiten von Chemnitz Nazifrei durch die Innenstadt - und "Nationalismus raus aus den Köpfen".

18.47 Uhr: Viel Applaus für die kurze rede eines Palästinensers, der seit 4 Jahren in Deutschland lebt.

18.46 Uhr: Unter Berufung auf die Polizei nennt Chemnitz Nazifrei via Twitter 500 Teilnehmer auf der eigenen Seite und 1000 bei Pro Chemnitz.

18.39 Uhr: Bei Chemnitz Nazifrei nehmen Redner den "bösartigen" Seehofer und Michael Kretschmers Regierungsserklärung aufs Korn. Applaus.

18.30 Uhr: Auf dem Brühl, den die Teilnehmer der Pro-Chemnitz-Kundgebung laut geplanter Strecke passieren werden, steht die Ablehnung der Demo mit Kreide auf dem Boulevard geschrieben: "Menschenrechte statt rechte Menschen" und "Wir sind mehr".

18.20 Uhr: Vor dem Marx-Monument haben sich mittlerweile etwa 300 Personen für die Demo von Pro Chemnitz eingefunden. Die rechtspopulistische Bewegung hat 1000 Teilnehmer angemeldet. Eine Barriere aus Polizeiautos trennt die Chemnitz-Nazifrei-Veranstaltung im Stadthallenpark von der Pro-Chemnitz-Kundgebung am Marx-Kopf.

18.05 Uhr: Bei Chemnitz Nazifrei erste Worte der Einstimmung auf das heutige Geschehen. Tenor: Wir dürfen nicht zulassen, dass die Rechten eine ganze Stadt übernehmen.

18 Uhr: Die Polizei ist erneut mit einem Großaufgebot vor Ort. Auch Räumpanzer, Wasserwerfer und Reiterstaffel sind in der Stadt.

17.45 Uhr: Etwa 150 Teilnehmer aktuell bei Chemnitz Nazifrei.

17.30 Uhr: Das Bündnis Chemnitz Nazifrei trifft sich am Stadthallenvorplatz. Teilnehmer werden auch aus Leipzig und Dresden erwartet. Die Demo der rechtspopulistischen Bewegung Pro Chemnitz beginnt um 18.30 Uhr am Karl-Marx-Monument, die Veranstalter haben 1000 Teilnehmer angemeldet. Das Open-Air-Konzert mit Beethovens 9. Sinfonie der Chemnitzer Theater beginnt um 19 Uhr am Theaterplatz.

17.25: Aufgrund der angemeldeten Demonstrationen in der Chemnitzer Innenstadt kommt es am heutigen Freitag zu Verkehrseinschränkungen. Laut Stadtverwaltung ist ab 13 Uhr die Brückenstraße zwischen Theaterstraße/Mühlenstraße und Straße der Nationen gesperrt. Bereits ab 12 Uhr besteht ein beidseitiges Halteverbot inklusive Rondell.

17.15 Uhr: Vor den erneuten Demonstrationen hofft die Oberbürgermeisterin, Barbara Ludwig (SPD), auf einen ruhigen Verlauf. Das Wichtigste sei, dass es in Chemnitz friedlich bleibe, sagte Ludwig am Freitagmorgen am Rande eines Termins in Leipzig. (slo/micm/lumm/oha)

Bewertung des Artikels: Ø 2.7 Sterne bei 9 Bewertungen
1Kommentare
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  • 6
    4
    submain
    08.09.2018

    Soll die Scheiße jetzt jede Woche stattfinden, oder was? Dann soll Pro Chemnitz nach Dresden übersiedeln und mit Pegida zusammen demonstrieren. Gleich und Gleich gesellt sich gern.

    Ich hab nix Kundgebungen, aber ein Pegida 2.0 ist das aller letzte was Chemnitz jetzt braucht, nach all dem Shitstorm in den Medien. Zumal das Konzept der Demo sowieso von Pegida geklaut ist. Aber das ist typisch Kohlmann.

    Naja, noch vertraue auf die Intelligenz der Behörde, dass die nicht jede Woche so ne Kundgebungen genehmigen. Die haben zwar das Recht auf Demonstrationsfreiheit, aber ich hab mein Recht auf Ruhe.

    Außerdem gilt dieses Grundrecht nur für Menschen und nicht für ein Affenzirkus. Und heuchlerisch ist es auch, wenn man ne Demo mit dem Grundrecht legitimiert, aber gleichzeitig ständig gegen die Verfassung verstößt.

    Denen hört sowieso keiner zu, außer die selber... Zumal die Teilnehmer noch nichtmal für das System relevant sind, v.a. jetzt nachdem die AfD offiziell mit der Pegida gebrochen hat.



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