Eine Herausforderung für die Retter

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Bei der groß angelegten Übung der Johanniter Sachsen sind bei Leipzig auch Ehrenamtliche aus dem Erzgebirge im Einsatz.

Leipzig/Aue.

Das Szenario ist realitätsnah. Auf einer Open-Air-Veranstaltung fährt ein Auto in die Bühne. Es gibt einen Knall, der Strom fällt aus. Menschen in einem Club in der Nähe geraten in Panik. Die Herausforderung für die Retter: Ein Toter und viele Verletzte müssen erstversorgt, transportiert und ins Krankenhaus gefahren werden. Unter den 90 Ehrenamtlichen sind am Sonnabend auch Johanniter, die zur Katastrophenschutz-Einheit vom Einsatzzug Aue zählen. Schwerpunkt der Einheit aus dem Erzgebirge ist die Betreuung und Versorgung im Katastrophenfall.

38 falsche Wunden sind auf dem Trainingsgelände der Johanniter-Akademie Mitteldeutschland, Desaster Trainings Education Center (kurz: DTEC) zu versorgen. Unterstützung gibt es von den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Pegau. Die Verletzungen, mit denen die ehrenamtlichen Sanitäter der Johanniter konfrontiert werden, reichen vom Knalltrauma über Knochenbrüche, Platz- und Schürfwunden bis zu Sehbehinderungen. Auch um den psychischen Zustand der Opfer sollen sich die Retter kümmern, denn es gilt auf Menschen einzugehen, die unter Schock stehen.

"Um so eine Übung gut zu meistern, ist vor allem Teamfähigkeit gefragt", sagt Lars Biederbeck, der Fachbereichsleiter der Johanniter-Einsatzdienste im Landesverband Sachsen. "Alleingänge gehen nicht".

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