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Der Angriff auf einen jungen Mann in einer Tram in Dresden sorgte international für Schlagzeilen. Die Polizei fahndete öffentlich nach dem mutmaßlichen Messerangreifer. Dieser stellte sich nun.
Nach der brutalen Attacke auf einen US-Amerikaner am vergangenen Wochenende in Dresden fahndete die Polizei seit Freitagmorgen öffentlich nach dem mutmaßlichen Messerangreifer.
Am Freitag veröffentlichten Staatsanwaltschaft und Polizei ein Fahndungsfoto des tatverdächtigen Syrers, der wegen gefährlicher Körperverletzung gesucht wurde.
Wie Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt gegenüber der „Freien Presse“ bestätigte, sei der Gesuchte bereits wegen Diebstahls polizeilich in Erscheinung getreten. Schmidt betonte jedoch, dass es sich dabei um eine geringfügige Sache gehandelt habe, für die es eine „kleine Geldstrafe“ gab.
Am Nachmittag stellte sich der Mann selbst, wie Staatsanwaltschaft und Polizei melden. Beamte nahmen ihn am Amalie-Dietrich-Platz fest, nachdem er um 14.35 Uhr den Notruf gewählt und seinen Standort genannt hatte.
Er muss sich nun unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Ihm wird vorgeworfen, den 20 Jahre alten US-Bürger John Rudat in der Nacht auf Sonntag in einer Tram der Linie 7 mit einem Messer attackiert und schwer im Gesicht verletzt zu haben.
Angriff in der Linie 7
Wie bereits berichtet, hatten in der Nacht auf Sonntag zwei Männer eine Frau in einer Tram der Linie 7 in Dresden belästigt. Rudat zeigte Zivilcourage, schritt ein. Dafür wurde er von den Männern verprügelt, einer attackierte ihn mit einem Messer.
Beide Angreifer flüchteten nach der Tat. Ein 20 Jahre alter Syrer sitzt bereits in U-Haft. Dieser sei dringend tatverdächtig, am Messerangriff auf Rudat beteiligt gewesen zu sein „und auch selbst den Geschädigten mit einem gefährlichen Gegenstand verletzt zu haben“, so die Staatsanwaltschaft am Dienstag.
Über 80.000 Dollar an Spendengeldern
John Rudat kam mit schweren Schnittverletzungen im Gesicht ins Krankenhaus. Eine lange Narbe zieht sich inzwischen über Nase und Mund.
Bei einer Spendenaktion, mit der ihm unter anderem bei den anstehenden Behandlungskosten unter die Arme gegriffen werden soll, kamen bis Freitagvormittag bereits knapp 83.000 US-Dollar (über 71.000 Euro) zusammen. (phy)





