Wirtschaft regional
Wettbewerb „Sachsens Unternehmer des Jahres“: Mit Wasserstoff-Straßenbahn zum Vorreiter in Europa

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Im Jahr 2026 soll der Prototyp in Görlitz auf der Schiene stehen. Samuel Kermelk, Chef des Leipziger Unternehmens „HeiterBlick“, bewirbt sich nicht nur deshalb um den Preis „Sachsens Unternehmer des Jahres 2024/25“.

Leipzig.

Samuel Kermelk, Inhaber und Co-Geschäftsführer der „HeiterBlick“ GmbH, führt den einzigen deutschen und konzernunabhängigen Hersteller von Straßenbahnen. Das 2007 gegründete Unternehmen erwirtschaftet mit mehr als 250 Beschäftigten einen Jahresumsatz von 35 Millionen Euro. Die beiden Produktionsstandorte in Leipzig und Grimma sind derzeit dabei, deutlich zu wachsen.

Hervorgegangen ist das Unternehmen aus der ehemaligen Werkstatt der Leipziger Verkehrsbetriebe im Stadtteil Heiterblick. Heute werden in den neuen Hallen in Leipzig-Plagwitz hochwertige Straßenbahnen „made in Germany“ gebaut. 90 Prozent der Wertschöpfung entstehen laut Kermelk in Mitteldeutschland. Die Bahnen verkehren in mehreren deutschen Städten wie Dortmund, Hannover, Bielefeld sowie seit diesem Jahr in Würzburg – und bald auch in Leipzig, Görlitz und Zwickau. „Wir bieten Premium-Qualitätsstandards und perfekte, individuelle Mobilitätslösungen für die Kunden, weil bei uns von der Konstruktion bis zur Auslieferung alles aus einer Hand kommt“, erklärt Kermelk.

Entwicklung der ersten Wasserstoff-Straßenbahn Europas

Besonders stolz ist der Unternehmer darauf, im Auftrag und mit Förderung der Bundesregierung Europas erste Wasserstoff-Straßenbahn zu entwickeln. „In diesem Jahr haben wir das Lasten- und Pflichtenheft abgeschlossen. Die Konstruktion konnte zusammen mit Partnern in Chemnitz voll durchstarten und ist jetzt auf der Zielgeraden“, so Kermelk. 2026 soll der Prototyp in Görlitz auf der Schiene stehen.

So soll der Prototyp der Wasserstoff-Straßenbahn aussehen.
So soll der Prototyp der Wasserstoff-Straßenbahn aussehen. Bildgrafik: Hörmann

Straßenbahnen sind an die Bedürfnisse der Städte angepasst

Kermelk bewirbt sich um den Unternehmerpreis, weil er mit seinem Team als sächsischer Mittelständler im Wettbewerb internationaler Konzerne ganz vorn mitspielt. Das Leipziger Unternehmen legt Wert darauf, Premiumfahrzeuge zu bauen, die an die Bedürfnisse der Städte zentimetergenau angepasst sind. Und das mit vielen Partnern in Sachsen. „Als ehemaliger Manager eines Autokonzerns bin ich seit einigen Jahren stolzer Inhaber eines innovativen, bodenständigen Unternehmens, das mittlerweile 17 junge Leute in sechs Berufen ausbildet“, sagte der Geschäftsführer. Zudem engagiere sich „HeiterBlick“ mit Leidenschaft für den Jugendsport in mehreren Leipziger Vereinen. „Nach dem erfolgreichen Start in Würzburg und den großen Sprüngen bei der Wasserstoff-Lösung hätte mein Team eine besondere Anerkennung verdient“, ist Kermelk überzeugt.

Designbild der Niederflurbahn für die Stadt Würzburg.
Designbild der Niederflurbahn für die Stadt Würzburg. Bildgrafik: büro+staubach/HeiterBlick

Mit der Wasserstofftechnologie will das Unternehmen in den nächsten Jahren international Vorreiter werden und zugleich mit hoher Qualität als Flaggschiff der Straßenbahn-Branche in Europa an der Spitze segeln. Anfragen aus dem Ausland gebe es bereits einige. „Wir wollen mit unseren Auftraggebern wachsen, spätestens in drei Jahren regelmäßig mehr als 100 Millionen Euro Jahresumsatz schreiben und mehr als 300 Menschen einen hochwertigen, sichereren Job bieten – in dem sie gerne arbeiten“, beschreibt der Unternehmer seine Zukunftsvision.

Der Wettbewerb „Sachsens Unternehmer/in des Jahres“ ist eine Initiative von „Sächsische Zeitung“, „Freie Presse“, „Leipziger Volkszeitung“ und MDR sowie von Volkswagen Sachsen, LBBW, der Schneider+Partner Beratergruppe, der Gesundheitskasse AOK Plus und „So geht sächsisch“. Bewerbungen und Vorschläge unter:www.unternehmerpreis.de

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