Heinsdorfergrund: Neubau soll zwei Gerätehäuser ersetzen

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Eine Studie sagt: Die Gebäude in Oberheinsdorf und Hauptmannsgrün entsprechen nicht mehr den Anforderungen. Doch die Suche nach dem neuen Standort hat ihre Tücken.

Heinsdorfergrund.

In den nächsten vier bis fünf Jahren soll in Heinsdorfergrund ein neues Feuerwehrgerätehaus entstehen: ein gemeinsamer Neubau für die Ortswehren Oberheinsdorf und Hauptmannsgrün. Das kündigte Bürgermeisterin Marion Dick (parteilos) am Dienstag zur Gemeinderatssitzung in der Grundschule Hauptmannsgrün an. Sie folgte damit der Empfehlung des Büros Heine Reichold Architekten aus Lichtenstein, das die Feuerwehrstandorte untersucht hatte.

Matthias Reichold stellte die Ergebnisse vor. Die Unterheinsdorfer Ortswehr ist in der ehemaligen Textilfabrik Lautex unterbracht. Für das im Jahr 2000 zum Feuerwehrgerätehaus umgebaute und 2020 erweiterte Gebäude wird der Erhalt empfohlen, da es weitestgehend die aktuellen Forderungen der Gesetze, Richtlinien und Forderungen erfüllt. Für eine Ertüchtigung beläuft sich die Kostenschätzung auf 55.000 Euro.

Der Standort Oberheinsdorf wurde 1936 errichtet und zweimal erweitert, zuletzt 2001. Direkt am Raumbach gelegen, seien Probleme mit der Feuchtigkeit im gesamten Gebäude erkennbar. Von den aktuellen Feuerwehrstandards werde weitestgehend abgewichen. Es gebe keine Umbaumöglichkeiten hinsichtlich einer Geschlechtertrennung bei Umkleiden und Sanitäranlagen und keine Parkplätze für die Feuerwehrleute. Bis auf die Feuchte trifft das auch für das Gerätehaus in Hauptmannsgrün zu, das 1960 als Feuerlöschgerätehaus mit Wohnung errichtet wurde und 1992 einen Anbau erhielt. Jedoch sei das Gebäude im einem guten Erhaltungszustand. Die Sanierung und das Aufsetzen eines Obergeschosses in Oberheinsdorf würden fast 700.000 Euro kosten. In Hauptmannsgrün müssten 640.000 Euro investiert werden.

Reichhold empfahl einen gemeinsamen Neubau für die beiden Ortswehren in Unterheinsdorf. Kosten: rund 1,4 Millionen Euro, ohne Erwerb, Erschließung, Profilregulierung und Verkehrsanbindung. Ein Neubau nach Zusammenlegung aller drei Ortswehren käme auf rund 1,6 Millionen Euro. Marion Dick erklärte, ein Gerätehaus für die ganze Gemeinde wäre ein richtig großer Schritt. Sie denke aber, man werde sich auf die Zweiervariante einigen.

Für den Neubau wurden zwei Standorte untersucht, auf dem Feld unterhalb vom Sonnenhof sowie der Festplatz Oberheinsdorf. Die privaten Grundstücksbesitzer seien allerdings bislang nicht zu einem Verkauf bereit, hieß es.

Gemeinderat Wolfgang Löffler (FWH) fragte, warum die Gebäude am Gemeindeamt nicht untersucht wurden. Laut der Bürgermeisterin standen für Umbauten keine Fördermittel in Aussicht. Sie wolle das aber aufgreifen. Matthias Junghänel (CDU - offene Liste) verwies auf die entscheidende Bedeutung der Standortwahl. Nils Eichhorn von der FFw Unterheinsdorf, der Rederecht bekam, hielt für die Zukunft weiterhin drei Standorte für ideal. Je weiter das neue Gerätehaus nach Oberheinsdorf rücke, umso weniger Feuerwehrleute aus Hauptmannsgrün würden mitgehen. Torsten Hofmann (FWH) wandte ein, das es mit der Einsatzbereitschaft der FFw Hauptmannsgrün schon jetzt hinten und vorne hänge. Marion Dick zeigte sich optimistisch, dass mit einem modernen Gerätehaus auch mehr junge Leute Dienst tun. Klaus-Dieter Geyer (AfD) fand, man dürfe die über Generationen gewachsene Feuerwehrtradition in den Ortsteilen nicht unterbrechen.

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