Sabine Sachs zeigt Werke in Jöhstadt

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Sabine Sachs aus Annaberg steht willentlich in der zweiten Reihe hinter ihren aussagekräftigen Werken. Eine Auswahl ist derzeit in Jöhstadt zu sehen.

Jöhstadt.

Die aktuelle Ausstellung im Jöhstadter Pfarrhaus steht unter dem Motto: "Tage im Leben". Zu sehen ist noch bis zum 21. August die bunte Vielfalt kreativen Schaffens einer zielstrebigen Frau, die eigenwillig arbeitet. Sabine Sachs will mit ihren Bildern provozieren. "Ich möchte meine Gedanken zu den Grafiken und Gemälden nicht vorgeben", sagt sie. "Damit geht ihr Zauber verloren. Der Betrachter soll sich auf seinen eigenen Weg machen, suchen und möglichst etwas finden, was ihn zum Nachdenken bringt", so die Diplomgrafikerin und Malerin. Sie nennt sich selbst zurückhaltend "Kreativitätsdispatcher" und knüpft damit wohl an ihr Angebot in ihrem Annaberger Atelier "Rosa" an. Dort können Interessierte, die selbst gern Pinsel, Stifte und Farben in die Hand nehmen möchten, eigenständig arbeiten und sich von der Künstlerin inspirieren lassen.

Sachs selbst experimentiert nicht nur mit Farben, sondern gestaltet auch in unterschiedlichen Techniken und Material. Die Installation "Was bleibt" beispielsweise zeigt ein großes Kreuz. Sachs sagt, dass das christliche Symbol ihr einiges bedeutet und als Anker in ihrem Le-ben bezeichnet werden kann. Als Liebhaberin der griechischen Mythologie zeigt die Galerie aber auch einige Kunstwerke zu Göttern und Heldinnen aus der Literatur des antiken Griechenland. In kräftigen, ausdrucksstarken Kompositionen bringt Sachs Wesentliches auf die Leinwand und zieht den Betrachter auf Position im Für oder Wider.

Jörg Seifert, Kunstkeller-Kollege und Kunstexperte, beschreibt Sabine Sachs in seiner Laudatio als eine, die mit ihren Werken am Abgrund der Schönheit balanciert und extrem selbstkritisch arbeitet. "Ihren Werken spürt man ab, dass sie ehrlich erkämpft wurden", weiß Seifert und bringt zum Ausdruck, dass die Annabergerin nicht danach fragt, ob man von dieser Kunst leben kann. Sondern eher, wie viel Individualität sich in ihr verbirgt.

Besucherin Elisabeth Beyer aus Scharfenstein sieht sich selbst als Wanderin in Sachen Kunst und wünscht sich, dass Galerien und Ausstellungen im Erzgebirge mehr Öffentlichkeit erfahren sollten. Die Szene werde medial zu wenig beleuchtet. "Ausstellungen leiden personalbedingt unter zu kurzen Öffnungszeiten", sagt Beyer. "Und dem breiten Desinteresse der Erzgebirger", so die Galerieverantwortlichen in Jöhstadt.

Die Schau von Sabine Sachs, "Tage im Leben", mit Grafiken, Malerei und Objekten ist in den Ausstellungsräumen im Erdgeschoss des Pfarrhauses Jöhstadt bis zum 21. August zu sehen. Geöffnet ist mittwochs und samstags von 15 bis 17 Uhr und sonntags nach den Gottesdiensten, außerhalb der Öffnungszeiten Kontakt unter 037343 21729 oder 0152 57086230.

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