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AfD ist stärkste Kraft bei Europa- und Kreistagswahl in Mittelsachsen

Nach dem Wahltag folgte die Zählnacht. In der Freiberger Region zeichnet sich ab, dass die AfD stärker geworden ist. Aber auch Wählerbündnisse konnten Siege erringen.

Freiberg.

Bis tief in die Nacht wurde in den Städten und Gemeinden von Großschirma bis Neuhausen ausgezählt. Und auch in den anderen Regionen Mittelsachsens ging es ähnlich zu. Mit Burgstädt, Döbeln, Mühlau und Taura fehlten am Montagmorgen nur noch vier Ergebnisse der Gemeinde- und Stadtratswahlen vom Sonntag. Fertig ausgezählt ist hingegen die Europawahl. Hier lag das vorläufige Ergebnis für den Landkreis am frühen Montagmorgen vor. Demnach erhält die AfD mit 36,5 Prozent die meisten Stimmen, gefolgt von der CDU mit 23,4 Prozent. Platz 3 eroberte aus dem Stand das Bündnis Sarah Wagenknecht (BSW), welches auf 13,6 Prozent kam. Die SPD kam mit 5,7 Prozent auf Platz 4. Es folgen Die Linke (3,8), Freie Wähler (3,3), Bündnis 90/Die Grünen (2,8), FDP (2,1), Die Partei (1,6), die Tierschutzparte (1,2) und die Familienpartei (1,1).

Ergebnis für Mittelsachsens Kreistag

Bislang sind am Montagmorgen nur drei Landkreise im Freistaat Sachsen mit den Auszählungen für den jeweiligen Kreistag fertig geworden. Mittelsachsen gehört dazu und es liegt bereits ein erstes Ergebnis vor. Die AfD ist auch hier die Wahlsiegerin mit diesmal 30,3 Prozent der Stimmen. Die CDU kommt auf 26,7 Prozent, gefolgt von den Freien Wählern Mittelsachsen mit 17,1 Prozent. Die SPD erreicht 6,6 Prozent, Die Linke 5,5 und die Freien Sachsen 3,3 Prozent.

Wie wählten Städte und Gemeinden im Freiberger Raum?

Freiberg: Das Ergebnis der Stadtratswahl in Freiberg, wie es die Stadt veröffentlichte, kam mit einer Wahlbeteiligung von 65,87 Prozent zustande. Die meisten Stimmen (27,72%) holte auch hier die AfD, die damit voraussichtlich 9 Sitze im Stadtrat holt. Die CDU bekommt 20,29 Prozent und hätte damit 7 Sitze. Platz 3 holten die Freien Wähler Mittelsachsen (12,01/4). Das Bürgerbündnis Freiberg für alle (11,61/4) folgt knapp dahinter. Mit SPD (9,19/3), Bürger für Freiberg (7,00/2), Die Linke (5,30/2), Bündnis 90/Die Grünen (4,40/2) und den Freien Sachsen (2,48/1) ziehen weitere Parteien in das Gremium ein.

Interessant sind die Stimmen, die auf die einzelnen Bewerber entfielen, die im neuen Stadtrat Platz nehmen dürfen. Die meisten erhielt hier der AfD-Kandidat Marko Winter (6398). Er liegt damit vor Steve Ittershagen von der CDU, der auf 4201 Stimmen kam. Ein beachtliches Ergebnis kann auch Holger Reuter (Bürger für Freiberg) vorweisen. Der frühere Bürgermeister für Bauwesen und Stadtentwicklung sammelte 1523 Stimmen. Jana Pinka, eigentlich Mitglied der Partei Die Linke, trat im Stadtratswahlkampf für das Bürgerbündnis Freiberg für alle an und zieht mit 1572 Stimmen in den Stadtrat ein. Alexander Geißler führt die SPD an mit 999 Stimmen. Bei den Freien Wählern, für die auch wieder Heidrun Hinkel (817) den Sprung ins Gremium geschafft hat, holte Roswitha Beidatsch (940) die meisten Stimmen. Viktoria Micha (711) schaffte das für Die Linken, Claudia Kallmeier (485) für Bündnis 90/Die Grünen) und Simon Stein von den Freien Sachsen erreichte 704 Stimmen.

Die Wahlen zu den Ortschaftsräten sind sehr eindeutig ausgefallen. In Kleinwaltersdorf holten die Freien Wähler 95,31 Prozent und die SPD 4,69 Prozent. In Zug gewann die CDU mit 64,30 vor den Freien Wählern mit 35,7 Prozent. In Halsbach schafften die Freien Wähler 71,9 Prozent vor der AfD mit 28,1 Prozent.

Bobritzsch-Hilbersdorf: Überaus knapp ging es in der Gemeinde Bobritzsch-Hilbersdorf zu, was den Sieg bei der Gemeinderatswahl anbelangt. Mit 0,1 Prozentpunkten konnte sich die AfD (34,2) nach dem vorläufigen nichtamtlichen Ergebnis aus der Nacht vor den Freien Wähler (34,1) durchsetzen. Beide erhalten je 6 Sitze. Die CDU kommt mit 26,5 Prozent auf 5 Sitze, Die Linke (8,2) auf einen.

Brand-Erbisdorf: Hier geht die CDU als Sieger aus den Stadtratswahlen hervor. Sie schaffte es auf 37,24 Prozent und 7 Sitze vor den Freien Wählern (32,97/6) und den Bürgerinnen für Brand-Erbisdorf (15,55/3). Die Linke (7,19) und die SPD (7,06) bekommen je einen Sitz. Die Wahlbeteiligung lag bei 62,29 Prozent.

Großschirma: Mit 49,91 Prozent und voraussichtlich 9 Sitzen ist die AfD hier die klare Gewinnerin der Stadtratswahl. Die Unabhängige Bürgervereinigung (UBV) kommt mit 23,69 Prozent und 4 Sitzen auf den zweiten Platz. Die Bürgervereinigung Lebenswerte Stadt (11,55/2), die CDU (9,02/2) und die SPD (5,17/1) sind ebenfalls im neuen Stadtrat vertreten.

Reinsberg: Der Verein gerechte Kommunalabgaben (VgK) ist mit 32,2 Prozent und fünf Sitzen knapp Sieger vor der CDU (31,7/5). Der Regionalbauernverband Erzgebirge (RBV) erreicht 27,1 Prozent (3 Sitze) und Die Linke 9,1 Prozent (2 Sitze).

Halsbrücke: Mit 32,5 Prozent ist die AfD hier die Siegerin. Sie erhält demnach 5 Plätze im neuen Gemeinderat. Die CDU schafft es auf 25,9 Prozent und 4 Sitze. Es folgen die Freie Wähler Vereinigung (14,8/2), der Regionalbauernverband Erzgebirge (12,1/2), das Bündnid MitWirkung (10,00/2) und Die Linke (4,6/1).

Lichtenberg: Die Freien Wähler Mittelsachsen konnten hier mit 59,6 Prozent triumphieren. Sie erhalten demnach 8 von 14 möglichen Sitzen im nächsten Gemeinderat. Die Allgemeine Wählergemeinschaft (22,8) und die CDU (17,7) ziehen mit je drei gewählten Kandidaten ein.

Weißenborn: Vergleichsweise übersichtlich gestaltet sich der Gemeinderat von Weißneborn. Denn mit 96,4 Prozent der Stimmen holt die Freie Wählergemeinschaft Weißneborn/Berthelsdorf 13 der 14 möglichen Sitze. Der letzte verbliebene freie Platz geht an die SPD, die 3,6 Prozent holte.

Mulda: Auch hier gewannen die Freien Wähler. 41,4 Prozent und 6 Sitze stehen hier zu Buche. Es folgen die AfD (29,0/4), die CDU (15,6/2) und der Dorfverein Mulda (14,0/2).

Großhartmannsdorf: Die CDU holt hier mit 47,4 Prozent die meisten Stimmen und belegt so 7 der 16 Sitze im Gemeinderat. Danach kommen die Freie Wählervereinigung (28,6/5), die AfD (18,4/3) und die SPD (5,6/1).

Frauenstein: Die Allgemeine Freie Wählergemeinschaft holt 62,3 Prozent und dominiert mit 9 von 14 Sitzen den nächsten Stadtrat. Nur noch die CDU mit 34,7 Prozent und 5 Sitzen ist ebenfalls im Gremium vertreten.

Dorfchemnitz: der Unterschied zwischen der sogenannten „großen Politik“ und der Arbeit im Gemeinderat zeigt das Wahlergebnis in Dorfchemnitz auf. Holte die AfD bei den Europawahlen hier 54,5 Prozent, so machten am selben Tag die Menschen hinsichtlich der Gemeinderatswahl deutlich seltener ihr Kreuz bei dieser Partei. Es gewann die Freie Wählervereinigung mit 40,3 Prozent und 5 Sitzen, vor der CDU mit 32,8 und 4 Sitzen und der AfD mit 26,9 und 3 Sitzen.

Sayda: Die Wählervereinigung für Handwerker und Gewerbetreibende (WvHG) erreicht hier 62,6 Prozent und, wie schon beim letzten Mal, 6 Sitze im Stadtrat. Wir für Sayda (WfS) erringen wieder 5 Sitze dank der 37,4 Prozent.

Rechenberg-Bienenmühle: Hier ist die Wählervereinigung „Oberes Muldental“ klarer Sieger. Sie holte 54,8 Prozent und 7 Sitze. Es folgen die Unabhängige Wählervereinigung UWV (27,5/3) und die AfD (13,9/2).

Neuhausen: Die Freien Wähler können in der Erzgebirgsgemeinde 66,5 Prozent der Wähler hinter sich vereinigen, was 9 Sitze bedeutet. Gefolgt von der CDU (18,4/3) und der AfD mit 15,1 Prozent und einem Sitz. (wjo)

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