Regionale Nachrichten und News mit der Pressekarte
Sie haben kein
gültiges Abo.
Regionale Nachrichten und News
Schließen

Wahl-Sonntag in Freiberg und Umgebung: Freie Wähler und Vereine liegen in vielen Stadt- und Gemeinderäten vorn

Die Auszählung der Europa- und Kommunalwahlen hat in vielen Wahllokalen in Mittelsachsen bis in den Montagmorgen hinein angedauert. Die „Freie Presse“ berichtet fortlaufend über aktuelle Auszählungsergebnisse:

Freiberg.

Die Menschen in Freiberg und Umgebung haben gewählt. „Die Freie Presse“ berichtet über den Wahlsonntag:

Wer vertritt die Mittelsachsen künftig im Kreistag, Stadtrat, Gemeinderat und Ortschaftsrat? Hier finden Sie demnächst alle Ergebnisse aus den Städten und Gemeinden in Mittelsachsen.

Die Wahlen in Mittelsachsen im Überblick:

Wahlen in Mittelsachsen

Wahlen in der Region Flöha

Wahlen in der Region Mittweida

Wahlen in der Region Rochlitz

Freiberg: Das vorläufige Endergebnis der Stadtratswahl in Freiberg stand am Montagmorgen erst nach 2 Uhr fest. Demnach erhielt die AfD in der Kreisstadt 27,7 Prozent der Stimmen und kann voraussichtlich 9 der 34 zu vergebenden Sitze im Stadtrat für sich beanspruchen. Die CDU kam auf 20,3 Prozent (7 Sitze), die Freien Wähler auf 12 Prozent und das Bündnis Freiberg für alle auf 11,6 Prozent (je 4 Sitze). Drei Sitze dürfte die SPD erhalten, die auf 9,2 Prozent kam. Das Bündnis Bürger für Freiberg holte mit 7 Prozent zwei Stadtratsmandate, auch die Grünen und die Linken dürften demnach zwei Stadträte stellen. Auf die Freien Sachsen entfällt den vorläufigen Zahlen zufolge ein Platz.

Großschirma: Via Votemanager waren die vorläufigen Ergebnisse der Stadtratswahl in Großschirma bereits geraume Zeit verfügbar, kurz vor 1.30 Uhr hat das Landesamt für Statistik auf seiner Webpräsentation nachgezogen. Demnach gingen 49,2 Prozent der Stimmen an die AfD. Die Unabhängige Bürgervereinigung holte 23,7 Prozent, das Bündnis Lebenswerte Stadt 11,5 Prozent. Die weiteren Ränge gingen an die CDU (9,0 Prozent), die SPD (5,2 Prozent) und die Grünen (1,4 Prozent).

Brand-Erbisdorf: Gegen 1 Uhr vermeldet das Landesamt für Statistik das vorläufige Endergebnis der Stadtratswahl in Brand-Erbisdorf: Sieger ist demnach die CDU mit 37,2 Prozent der Stimmen, Zweite werden die Freien Wähler mit 33,0 Prozent und Platz 3 geht an die Bürger für Brand-Erbisdorf (15,5 Prozent). Auf die Linken entfallen 7,2 und auf die SPD 7,1 Prozent der Stimmen.

Mittelsachsen: Gegen 0.45 Uhr liegt am Montagmorgen ein vorläufiges Endergebnis der Europawahlen in Mittelsachsen vor. Demnach ist die AfD in allen 52 Gemeinden des Landkreises die stärkste Kraft geworden. Sie hat insgesamt 36,5 Prozent der Stimmen gewonnen. Die CDU ist mit 23,4 Prozent auf Platz 2 gelandet. Es folgen das Bündnis Sahra Wagenknecht 13,6 Prozent, die SPD mit 5,7 Prozent, die Linken mit 3,8 Prozent und die Freien Wähler mit 3,3 Prozent. Von den 245.295 Wahlberechtigten im Landkreis hatten 171.087 Mittelsachsen ihre Stimme abgegeben. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 69,7 Prozent.

Großhartmannsdorf: Kurz vor 0.30 Uhr wird aus Großhartmannsdorf mitgeteilt, dass hier bei der Gemeinderatswahl nach dem vorläufigen Endergebnis die CDU 47,4 Prozent der Stimmen geholt hat. Die Freie Wählervereinigung folgt auf Platz 2 mit 28,6 Prozent, die AfD auf Platz 3 mit 18,4 Prozent und die SPD auf Platz 4 mit 5,6 Prozent.

Oberschöna: Gegen 0.20 Uhr wurde ein vorläufiges Ergebnis der Gemeinderatswahl in Oberschöna bekannt. Demnach erreichen die Freien Wähler 43,5 Prozent der abgegebenen Stimmen, die AfD 25,8 Prozent, die CDU 24,8 Prozent und die Linken 5,8 Prozent.

Mulda: Gegen Mitternacht wird das vorläufige Ergebnis der Gemeinderatswahl von Mulda gemeldet. Demnach sind hier die Freien Wähler Mittelsachsen mit 41,4 Prozent der Stimmen stärkste Kraft geworden. Auf Platz 2 landet die AfD mit 29,0 Prozent. Die CDU kommt auf 15,6 Prozent, der Dorfverein Mulda auf 14,0 Prozent.

Weißenborn: Für die Gemeinderatswahl in Weißenborn gibt es am Sonntag gegen 23.30 Uhr ein vorläufiges Endergebnis. Demnach kommt die Freie Wählergemeinschaft Weißenborn-Berthelsdorf auf 96,4 Prozent der abgegebenen Stimmen, die übrigen 3,6 Prozent kann die SPD für sich verbuchen.

Frauenstein: 45 Minuten vor Mitternacht ist es am Sonntag die Allgemeine Freie Wählergemeinschaft, die nach den vorläufigen Ergebnissen mit ihrem Sieg bei der Stadtratswahl in Frauenstein als sechster Verein beziehungsweise Wählerverbund stärkste Kraft in einem Kommunalparlament im Raum Freiberg wird. Die AFWG holt demnach 62,3 Prozent der Stimmen. Mit klarem Abstand folgen CDU (34,7 Prozent) und Grüne (3,0 Prozent).

Freiberg: Eine erfolgreiche Premiere zeichnet sich für „Freiberg für alle“ ab: Gegen 23 Uhr ist fast ein Fünftel der Stimmen zur Stadtratswahl in Freiberg ausgezählt. Das Bürgerbündnis „Freiberg für alle“ kommt nach dem Zwischenstand für 9 von 35 Wahlbezirke aus dem Stand auf 12,66 Prozent und liegt damit vor der SPD (10,17). Das neugegründete Wählerbündnis Bürger für Freiberg erreicht laut vorläufigem Ergebnis 7,39 Prozent. Die AfD (24,36 Prozent) baut ihren Vorsprung gegenüber der CDU (20,91 Prozent) aus. Die Freien Wähler Mittelsachsen stehen eine Stunde vor Mitternacht auf Platz drei mit 14,14 Prozent.

Neuhausen: Der Gemeinderat von Neuhausen wird in der neuen Legislatur von den Freien Wählern dominiert. Nach dem vorläufigen Endergebnis kamen sie auf 66,5 Prozent der Stimmen, gefolgt von der CDU mit 18,4 Prozent und der AfD mit 15,1 Prozent.

Reinsberg: Bei der Gemeinderatswahl in Reinsberg hat der Verein für gerechte Kommunalabgaben vorläufigen Ergebnissen zufolge den stärksten Zuspruch erhalten. Er kann demnach 32,2 Prozent der Stimmen für sich verbuchen. Es folgen die CDU (31,7 Prozent), Regionalbauernverband (27,1 Prozent) und Linke (9,1 Prozent).

Halsbrücke: Laut dem vorläufigen Ergebnis der Gemeinderatswahl in Halsbrücke hat die AfD mit 32,5 Prozent der Stimmen die CDU (25,9 Prozent) auf den zweiten Platz verwiesen. Es folgen die Freien Wähler mit 14,8 Prozent und der Regionalbauernverband Erzgebirge mit 12,1 Prozent. Das neu gegründete Wählerbündnis MitWirkung erhält von jedem zehnten Wähler das Vertrauen, die Linke kommt in Halsbrücke bei der Gemeinderatswahl auf 4,6 Prozent.

Lichtenberg: Gegen 22 Uhr steht vorläufig fest: In der Gemeinde Lichtenberg haben die Freien Wähler Mittelsachsen mit 59,6 Prozent das Rennen bei der Gemeinderatswahl gemacht. Die Allgemeine Wählergemeinschaft ist demnach auf 22,8 Prozent der Stimmen gekommen, die CDU auf 17,7 Prozent.

Sayda: Während immer mehr Ergebnisse zu den Europawahlen feststehen, hat als erster Ort in der Region Freiberg-Erzgebirge Sayda sein Stadtratswahlergebnis gegen 21.30 Uhr ausgezählt. Mit 62,6 Prozent der Stimmen macht die Wählervereinigung Handel und Gewerbe (WvHG) laut dem vorläufigen Ergebnis das Rennen, „Wir für Sayda“ kommt auf 37,4 Prozent der Stimmen. die Wahlbeteiligung lag bei 68,2 Prozent.

Freiberg: Im Rathaus von Freiberg sind am Sonntagabend die ersten Ergebnisse bei den Kommunal- und Europawahlen präsentiert worden. Kurz vor 23 Uhr lagen aus 27 der 28 Wahllokale in der Kreis- und Universitätsstadt Schnellmeldungen zur Europawahl vor. Demnach hatte die AfD die Nase mit 34,1 Prozent der bis dahin ausgezählten Stimmen vorn, auf den Plätzen folgten zu diesem Zeitpunkt die CDU mit reichlich 19,6 Prozent und das Bündnis Sahra Wagenknecht mit gut 13,6 Prozent. In der Region Freiberg hatte sich bereits im Verlaufe des Sonntages eine hohe Wahlbeteiligung abgezeichnet. Um 8 Uhr hatten hier wie in der gesamten Bundesrepublik die Wahllokale geöffnet.

Rechenberg-Bienenmühle: Als zweite ausgezählte Kommune in Mittelsachsen meldete Rechenberg-Bienenmühle das Ergebnis zur Europawahl. Es war damit zugleich das erste gemeldete Ergebnis im Raum Freiberg: Rechenberg-Bienenmühle - Europawahl: Auch in Rechenberg-Bienenmühle, der zweiten ausgezählten Gemeinde in Mittelsachsen, liegt die AfD mit 42,2 Prozent der Stimmen vorn, es folgt die CDU mit 25,6 Prozent der Stimmen. BSW ist mit 14,0 Prozent der Drittplatzierte.

Dorfchemnitz: Seit Jahren erzielt die rechtsextreme Partei in dieser mittelsächsischen Gemeinde Rekordergebnisse. Und auch bei der Europawahl 2024 erweist sich Dorfchemnitz nach der Auszählung von 11 der 52 mittelsächsischen Kommunen als AfD-Hochburg. Nach den vorläufigem Ergebnis erzielt die AfD hier einen Stimmanteil von 54,5 Prozent. Das sind fast 11 Prozentpunkte mehr als bei der vorhergehenden Europawahl. Bislang kommt die Partei in keinem anderen Ort Mittelsachsens auf mehr als 50 Prozent der Stimmen.

Bei der Gemeinderatswahl ergibt sich in Dorfchemnitz nach Auszählung der Stimmen gegen 23.30 Uhr ein anderes Bild. Dem vorläufigen Endergebnis zufolge haben hier die Freien Wähler mit 40,3 Prozent der Stimmen das Rennen vor der CDU (32,8 Prozent) und der AfD (26,9 Prozent) gemacht.

Die ersten Super-Erstwähler kamen schon früh ins Wahllokal

Freiberg-Wasserberggebiet: Im Wahlraum 225 in der Kita „Abenteuerland“ im Freiberger Stadtteil Wasserberg gab Jürgen Bellmann am Sonntag seine Stimme ab. Bellmann war bis zum Ende dieser Legislatur mehrere Jahre Mitglied des Stadtrates. Den Ergebnissen sieht er mit Spannung entgegen. Christian Stehr ist der Wahlleiter im Wahllokal. „Bis jetzt läuft alles sehr ruhig ab“, sagt er. „Jetzt gerade kommen mal sehr viele“, fügt er hinzu mit Blick auf die kleine Warteschlange, die sich vor den fünf Wahlkabinen gebildet hat. Er und seine sechs Wahlhelfer werden den ganzen Tag vor Ort sein und bis spät in die Nacht auszählen. „Vor 0 Uhr sind keine Ergebnisse zu erwarten“, so Stehr.


Oberschöna:
Es gibt an diesem Sonntag aber noch mehr als die Wahl. Auf dem Erdbeerfeld zwischen Oberschöna und Freiberg auf Höhe Kleinschirma herrscht reger Betrieb. Hier treffen die Menschen eine ganz andere Wahl, nämlich die nach den besten Erdbeeren, die sie heute noch frisch verspeisen wollen. Der Super-Wahltag spielt hier eine untergeordnete Rolle.

Lichtenberg: Im Wahllokal im Lichtenberger Rathaus herrscht gute Stimmung. Die Wahlhelfer vor Ort geben zu, dass sie befürchtet hatten, es würde nicht viel los sein an diesem Wahlsonntag. Aber glücklicherweise haben sie sich geirrt. Kurz nach 8 Uhr waren die ersten Wähler da. Und seither sei man kaum zu einer ruhigen Minute gekommen. Sogar Super-Erstwähler waren bereits da. Vier junge Menschen, die zwischen 16 und 18 Jahren alt sind, seien bereits dagewesen und hätten ihre Stimme abgegeben, wird berichtet. Und überhaupt kann man schon jetzt, gut drei Stunden nach Öffnung der Wahllokale sagen, dass rund ein Drittel der Wähler bereits abgestimmt hätten.

Obwohl es rund um das Rathaus eher wie in einem Bienenstock zugeht, ist es ansonsten in Lichtenberg sommerlich ruhig. Das große Dorffest war ja bereits am letzten Wochenende und von dem muss man sich vielleicht noch ein wenig ausruhen.

Weigmannsdorf: Das Wahllokal im Lichtenberger Ortsteil Weigmannsdorf ist im dortigen Heimathaus untergebracht. Durch zwei-drei Gänge hindurch erreicht man es. Hier hat der stellvertretende Wahlleiter Jan Uhlig den Überblick über alles. „Auch hier ist rund ein Drittel schon dagewesen“, sagt er.

Die hohe Resonanz freue ihn und auch die anderen Wahlhelfer sind nicht unglücklich darüber. „Ich denke, dass es vor allem die Gemeinderatswahl ist, welche die Leute anzieht“, meint Uhlig. „Zumindest haben wir das von vielen Wählerinnen und Wählern gespiegelt bekommen.“

Von den ganz jungen Leuten sei bislang nur einer da gewesen. „Die stehen doch generell etwas später auf“, lacht Uhlig und macht sich wieder ganz konzentriert an seine Arbeit.

Halsbrücke-Niederschöna: Nach dem Mittagsknick geht es mit den Wählerzahlen vielerorts am Nachmittag wieder aufwärts. Auch im Halsbrücker Ortsteil Niederschöna, wo das Wahllokal im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr untergebracht ist. Bei zunehmend anstrengenden Temperaturen sind die Wahlhelfer hier trotzdem hoch konzentriert. 898 Einwohner können hier theoretisch ihre Stimme abgeben. 216 haben dies bereits per Briefwahl getan. Weitere 380 waren kurz vor 15 Uhr selbst gekommen, um ihre Kreuze zu machen.

Niederbobritzsch: Ganz einfach wird es den Niederbobritzschern nicht gemacht, zu ihrem Wahllokal zu kommen. Die Straße Am Goldenen Löwen wird gerade saniert und ausgebaut. Und das Wahllokal befindet sich in der Gaststätte „Goldener Löwe“. Ein schmaler staubiger Weg zwischen Bauzäunen führt zu ihm hin. Doch dass das irgendwen vom Wählen abhält, kann nicht konstatiert werden. Ganz im Gegenteil. Am Nachmittag ist im Veranstaltungssaal, in dem die Wahlurnen aufgebaut sind, reger Andrang. So sehr, dass sich kaum mit neugierigen Fragern beschäftigt werden kann. Doch so viel kann gesagt werden: Zu dem Zeitpunkt haben rund 700 der etwa 1500 Wahlberechtigten bereits ihre Stimme abgegeben, also knapp die Hälfte.

Gegen 22.15 Uhr liegt ein vorläufiges Ergebnis der Gemeinderatswahl von Bobritzsch-Hilbersdorf vor. Demnach liegt die AfD haarscharf mit 34,2 Prozent der Stimmen vor den Freien Wählern (34,1 Prozent). Die CDU kommt auf 26,5 Prozenmt, die Linke auf 5,2 Prozent. (wjo/grit)

Icon zum AppStore
Sie lesen gerade auf die zweitbeste Art!
  • Mehr Lesekomfort auch für unterwegs
  • E-Paper und News in einer App
  • Push-Nachrichten über den Tag hinweg
  • Sie brauchen Hilfe? Hier klicken
Nein Danke. Weiter in dieser Ansicht.

Das könnte Sie auch interessieren