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Sachsen
Sachsen schließt Schulen und Kitas: Nur begrenzte Notbetreuung

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Ab Mittwoch bis zum Ende der Osterferien bleiben die Einrichtungen geschlossen. Die Schulen organisieren Fernunterricht.

Dresden.

Sachsen schließt ab Mittwoch alle Schulen und Kindertagesstätten. Das gaben Kultusminister Christian Piwarz (CDU) und Sozialministerin Petra Köpping (SPD) bekannt. Die Schließung gilt bis zum Ende der Osterferien am 17. April. Hierzu hat das Sächsische Staatsministerium für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Abstimmung mit dem
Sächsischen Kultusministerium eine Allgemeinverfügung erlassen. Eine Notbetreuung gibt es zwar. Sie wird allerdings nur für Eltern vorgehalten, die in Bereichen der kritischen Infrastruktur tätig sind und aufgrund dienstlicher Gründe an der Betreuung gehindert sind. Dazu zählen unter anderen Polizisten, Beschäftigte in der Justiz, medizinisches Personal, Pflegekräfte sowie Rettungsdienst und Feuerwehr, aber auch Mitarbeiter in Lebensmitteleinzelhandel und Apotheken, in Wasserversorgung, Telekommunikation und ÖPNV sowie in den Medien. Anspruch auf Betreuung besteht nur, wenn beide Elternteile im Bereich der kritischen Infrastruktur tätig sind - oder bei Alleinerziehenden. Eine Übersicht der Personenberechtigten für die Notbetreuung und das dazu auszufüllende Formblatt sind hier abrufbar. 

Kultusminister Christian Piwarz warb um Verständnis. "Wir befinden uns in einer besonderen Zeit, die besondere Maßnahmen und Flexibilität abverlangt. Nur so können wir die schnelle Ausbreitung des Coronavirus verhindern". Der Minister bittet alle Eltern, Kinder und Schüler umsichtig mit der Situation umzugehen. "Damit die Schließungen auch Wirkung zeigen, bitte ich darum, auf parallele Betreuungsstrukturen oder Freizeitaktivitäten mit größeren Kinderansammlungen zu verzichten."

Gesundheitsministerin Petra Köpping erklärte: "Die Schließung von Schulen und Kitas auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes ist nötig, um die Ansteckungsmöglichkeiten weiter zu reduzieren." Auch wenn Kinder offensichtlich nicht so stark erkrankten, seien sie doch Infektionsbrücken zu ihren Eltern und Freunden. "Diese Brücken müssen
wir abbrechen, um das Virus auszuhungern. Ich hoffe auf das Verständnis aller für diese Maßnahme."

Für die Zeit der Schulschließungen werde für alle Schüler an den etwa 1400 öffentlichen Schulen Fernunterricht organisiert. Jede Einrichtung entscheide eigenständig über die Umsetzung. "Wir wollen, dass alle Schulen feste Lernzeiten organisieren", sagte Roman Schulz, Sprecher des Kultusministeriums und des Landesamtes für Schule und Bildung. Dazu gehörten auch Konsultationsmöglichkeiten für Schüler und Eltern. Schulschließung bedeute keineswegs Unterrichtsausfall. "Es ist jetzt keine Freizeit", betonte der Schulamtssprecher.

Die Abiturprüfungen und Prüfungen an den Oberschulen sind laut Ministerium nach derzeitigem Stand nicht in Gefahr. Die ersten Prüfungen beginnen erst nach Ostern.

Für Rückfragen aus der Bevölkerung hat das Kultusministerium eine Hotline unter der Nummer 0351 564 69999 geschaltet. (kok/oha/juerg)

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