Neustart bei Chemnitzer Gießerei Trompetter

Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung nach sieben Monaten beendet

Das Chemnitzer Gießereiunternehmen Trompetter Guss hat seine finanzielle Neuordnung erfolgreich abgeschlossen. Das zuständige Gericht habe das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung nach nur siebenmonatiger Dauer aufgehoben, teilte die Trompetter Guss GmbH (TGC) mit. Die Eisengießerei sei nun wieder optimal für die Zukunft aufgestellt, hieß es. Die rund 360 Arbeitsplätze, mittelbar so hieß es, sogar insgesamt rund 540, konnten erhalten werden. TGC ist ein Zulieferer der Automobilindustrie für Hersteller wie Volkswagen oder Knorr-Bremse.

TGC hatte sich Ende Juli 2017 in ein Schutzschirmverfahren begeben, nachdem das Unternehmen erheblich investiert hatte, um Auftragsanfragen zu bewältigen. Ein Teil der Aufträge war aber zunächst aufgrund der Finanzkrise und dann wegen der Debatte um die Zukunft des Dieselmotors nicht zustande gekommen. Eine finanzielle Restrukturierung wurde notwendig. Beim Schutzschirmverfahren bleibt die unternehmerische Verantwortung weiterhin in den Händen des Unternehmens selbst.

TGC-Geschäftsführer Markus Trompetter blickt nach Abschluss des Eigenverwaltungsverfahrens optimistisch in die Zukunft. "Die Auftragslage ist aktuell sehr gut, sodass Zusatzschichten gefahren werden müssen", sagte er. Noch für dieses Jahr seien Investitionen in Höhe von zwei Millionen Euro geplant, um die Marktposition weiter auszubauen. "Ich freue mich, dass die TGC nun finanziell wieder auf einem gesunden Fundament steht und zuversichtlich in die Zukunft blicken kann", sagte Restrukturierungsexperte Rüdiger Wienberg, Partner der Kanzlei "hww", der als Generalbevollmächtigter die TGC-Geschäftsführung während des Verfahrens verstärkt hatte.

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