Laufkultour erwartet großer Empfang

Die TU-Studenten kämpfen bei ihrer Deutschland-Durchquerung mit der Hitze, erleben aber auch Gastfreundschaft. In Koblenz könnten sie vor vielen Zuschauern einlaufen.

Das Schwerste liegt wohl hinter ihnen: Auf ihrer Tour von Chemnitz in die Partnerstadt Düsseldorf und zurück haben die Teilnehmer des wiederbelebten Projekts Laufkultour die wahrscheinlich anstrengendste Etappe absolviert. Am Sonntag machten sie sich von Erfurt auf den Weg nach Fulda. Rund 130 Kilometer lang ist diese Strecke. Und es geht nicht geradehin, sondern ordentlich bergauf und -ab. Etwa 1350 Höhenmeter mussten überwunden werden, berichtet Teilnehmer Philipp Liebs. "Unterwegs haben wir den Rennsteiglauf mitgenommen." Das hat die zwölf Läuferinnen und Läufer Kraft gekostet: Zum Abendbrot wurden an diesem Tag 16 Packungen Tortellini mit Spinat und Mozzarella zubereitet.

Nach drei Tagen auf der Strecke hätten sich die Abläufe eingespielt und kleine Anfangs-Wehwehchen verflüchtigt, berichtet Liebs. "Nur die Hitze macht uns ein wenig zu schaffen." Den einen oder anderen Teilnehmer zeichne mittlerweile ein Sonnenbrand. Das Wichtigste sei, viel zu trinken. Jeder Sportler nehme etwa einen halben Liter Flüssigkeit pro Stunde zu sich. Pinkelpausen, sagt Liebs, brauche es dennoch kaum. In Anbetracht der hohen Temperaturen habe man den Laufplan geändert: Läufer, die in den kühlen Stunden am Morgen unterwegs sind, müssten nun etwas mehr Kilometer absolvieren. "Diejenigen, die nachmittags die volle Hitze abkriegen, können weniger laufen."

Angetan zeigt sich Liebs von der Gastfreundschaft, die er und seine Mitstreiter erfahren. In Halle habe André Cierpinski, Sohn des Marathon-Olympiasiegers Waldemar Cierpinski, ein Einlauftor für sie aufgebaut. "Und die Stadt Fulda hat uns eine Hotelübernachtung spendiert." Für die Ankunft in Koblenz am heutigen Dienstag sei ihnen ein besonderer Empfang in Aussicht gestellt worden. "Wenn wir rechtzeitig da sind, dürfen wir in der Halbzeitpause im Stadion einlaufen." Dort steigt das Regionalliga-Derby Rot-Weiß Koblenz gegen 1. FC Saarbrücken.

Die Laufkultour erlebt nach zwei Jahren Pause eine Neuauflage. Zwölf Frauen und Männer von der TU Chemnitz absolvieren zehn Etappen von Chemnitz nach Düsseldorf und zurück. Jeder Teilnehmer läuft täglich eine Stunde und sitzt elf Stunden im Fahrradsattel. Unterwegs werben die Chemnitzer für die "Aktion Benni & Co". Der gleichnamige Verein engagiert sich für Jungen, welche an der Krankheit Muskeldystrophie Duchenne leiden.

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