Als am vergangenen Wochenende der Krieg im Iran begann, wurden erste Sorgen laut, wann die Spritpreise steigen. Nun ist es soweit. Wo das Tanken nun besonders weh tut - und wo man sparen kann.
Schon vor wenigen Tagen berichtete die „Freie Presse“ darüber, wie die Spritpreise zu Jahresbeginn in die Höhe geschossen waren. Seit dem vergangenen Wochenende haben sie nochmals einen ordentlichen Satz gemacht – teils sind für den Liter Super deutlich über 2 Euro fällig.
Am vergangenen Wochenende begann der Militäreinsatz der USA und Israels im Iran. Mehrere Tankstellenbetreiber erhöhten seitdem die Preise an den Zapfsäulen. Egal ob Aral, Shell, Total oder Jet: Auch in Südwestsachsen wurde die Preisschraube angezogen.
Wo Tanken weh tut - und wo weniger
Ein Blick auf die Website des ADAC zeigt am Mittwochmorgen: Wer etwa in Reichenbach, Annaberg-Buchholz oder Freiberg tankt, muss für den Liter Super (E5) mehr als 2 Euro auf den Tisch legen – mitunter 2,09 Euro. Am günstigsten gibt es E5 etwa an freien Tankstellen in Mülsen (1,89 Euro) sowie in Penig (1,90 Euro).
Aber auch für E10 werden mitunter mehr als 2 Euro fällig, etwa in Zwickau, Hartmannsdorf und Lößnitz. Auch hier kann man an freien Tankstellen sparen: In Langenbernsdorf müssen etwa 1,89 auf den Tresen gelegt werden.
Wer Diesel fährt, muss etwa in Chemnitz bis zu 2,10 Euro berappen. Das gilt etwa auch für Aue-Bad Schlema. In Zwickau können die Fahrer von Selbstzündern noch etwas sparen: Dort gibt es den Liter bereits für 1,78 Euro.
Für diejenigen Autofahrer, die nahe der Grenze zu Tschechien leben, dürfte sich da ein Tank-Trip ins Nachbarland lohnen. Dort kosten Benzin und Diesel aktuell im Schnitt 1,40 bzw. 1,38 Euro.
SPD spricht von Abzocke
Übrigens: Die Preiserhöhungen hat auch die Bundespolitik genau im Auge. Scharfe Kritik übte zuletzt der Realo-Flügel der SPD. „Was wir an vielen Tanksäulen in unserem Land erleben, ist schlicht und ergreifend Abzocke!“, so Esra Limbacher, der Sprecher des Seeheimer Kreises.
Benzin und Diesel, die jetzt verkauft würden, seien überwiegend zu deutlich niedrigeren Rohölpreisen eingekauft worden. Einfach in Erwartung steigender Preise schon jetzt Aufschläge zu verlangen, sei nicht akzeptabel, so Limbacher.
Denn zwischen Rohölmarkt und Zapfsäule lägen normalerweise mehrere Wochen Verzögerung, betonte der SPD-Politiker. „Es ist inakzeptabel, wenn geopolitische Unsicherheiten als Vorwand für überzogene Margen genutzt werden.“ Wer steigende Weltmarktpreise sofort weitergebe, müsse das auch mit sinkenden Preisen tun. (phy mit dpa)





