Sachsen
Kabinett berät mit Kommunalpolitik Masterplan Südwestsachsen

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Der Masterplan Südwestsachsen soll den industriellen Wandel in der wichtigen Industrieregion begleiten. Es geht um neue Jobs und neue Unternehmen: erste Projekte liegen vor.

Rochlitz.

Der Masterplan Südwestsachsen zum Strukturwandel in der Region nimmt Formen an. Bei einer auswärtigen Kabinettssitzung beriet die sächsische Regierung mit Kommunalpolitikerin auf Schloss Rochlitz über weitere Schritte. Allen Bürgermeistern im Land sei wichtig, dass Südwestsachsen als industrielles Herz des Freistaates gut durch die Transformation kommt, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) im Anschluss. Wichtig sei die Transformation von Wissen. Die Region Südwestsachsen sei gesegnet mit vielen wissenschaftlichen Einrichtungen. 

Der Masterplan der Region Chemnitz/Südwestsachsen ist ein gemeinsames strategisches Konzept der Landkreise Zwickau, Mittelsachsen, dem Erzgebirgskreis, Vogtlandkreis und der Stadt Chemnitz, um den tiefgreifenden Strukturwandel der Region aktiv zu gestalten. Der Freistaat Sachsen will dafür pro Jahr 100 Millionen Euro aus dem Sondervermögen des Bundes bereitstellen.

Masterplan im Zeitplan 

Auf der Kabinettssitzung wurde den Akteuren bescheinigt, auf einem guten Weg zu sein. "Wir sind im Moment gut im Zeitplan", sagte Landrat Sven Krüger (Landkreis Mittelsachsen). Erste Projektideen seien eingereicht. Nach Angaben des Ministeriums für Infrastruktur und Landesentwicklung können Unternehmen, Kommunen, Wissenschaftseinrichtungen, Verbände und weitere Akteure ihre Ideen noch bis Ende August 2026 über einen "Projektsteckbrief" auf der Internetseite des Masterplans einreichen. Die Vorschläge würden anschließend anhand bewertet. Bis Ende des Jahres soll ein Masterplan vorliegen, der strategische Ziele mit konkreten Projekten verbindet.

Akteure sollen besser vernetzt werden

Allerdings sieht man auch Anpassungsbedarf. Bei den bisherigen Fachdialogen sei sichtbar geworden, dass zahlreiche Initiativen bislang nebeneinander stattfinden. "Ziel des Masterplans ist es deshalb, Akteure und bestehende Kompetenzen stärker zu vernetzen, gemeinsame Vorhaben zu entwickeln und Projekte mit überregionaler Strahlkraft auf den Weg zu bringen", teilte das Ministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung mit. 

"Die Region Südwestsachsen befindet sich auf einem guten und klar strukturierten Weg, der durch eine starke Industrie, hervorragende Fachkräfte und eine leistungsfähige Wissenschaftslandschaft ermöglicht wird", schätzte Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (CDU) ein. Sie geht davon aus, dass die Region gestärkt aus dem Wandel hervorgeht. "Denn die besten Ideen, dem Wandel in der Automobil- und Zulieferindustrie zu begegnen, entstehen dort, wo die Veränderungen unmittelbar spürbar sind: in den Unternehmen, Kommunen, Forschungseinrichtungen und bei den Menschen vor Ort."

Kretschmer hoch zu Roß

Das sächsische Kabinett tagt regelmäßig auch außerhalb von Dresden. Regierungschef Michael Kretschmer verbindet das meist mit sportlichen Aktivitäten zu früher Stunde. Diesmal ritt er gemeinsam Landrat Krüger aus. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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