Landrat widerspricht Helios-Klinik

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Politiker hätten bei einem runden Tisch Verständnis für die Schließung der Geburtsstation in Leisnig geäußert, hieß es. Matthias Damm sieht das anders.

Leisnig.

Am Donnerstag war es soweit: Bei der Videokonferenz mit Sebastian Heumüller, Regionalgeschäftsführer der Helios Region Ost, sprachen der Generalsekretär der sächsischen SPD, Henning Homann, die mittelsächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann, Landrat Matthias Damm (CDU) und weitere Politiker über die geplante Schließung der Geburtenstation der Helios-Klinik in Leisnig. Bereits im Dezember hatten Politiker um das Gespräch gebeten. Sie hofften, auf diese Weise noch einen Weg zu finden, die Geburtenstation wieder zu öffnen.

"Die Beratungen verliefen sehr offen und konstruktiv", hatte am Donnerstag nach dem Gespräch der Helios- Regionalgeschäftsführer Sebastian Heumüller in einer Pressemitteilung erklärt. "Bei allem Bedauern für die Situation haben wir auch Verständnis für die Entscheidung erhalten."

Dem widersprach am Freitag Landrat Matthias Damm: "Ich bin überrascht von dieser Aussage in der Pressemitteilung von Helios, weil sie nicht das Gesprächsergebnis widerspiegelt." Nach seiner Darstellung sei die Runde "so auseinandergegangen, dass wir uns kurzfristig in Leisnig treffen und Lösungsmöglichkeiten für den Erhalt der Geburtenstation suchen wollen - sprich: wir möchten hier gemeinsam Wege finden und an einem Strang ziehen".

Nach Angaben des Klinik-Konzerns fehlen vor allem Fachärzte in Leisnig, weshalb eine dauerhafte stationäre Betreuung in der Geburtshilfe nicht mehr gewährleistet werden könne. "Natürlich ist es schwierig, geeignetes Personal zu finden. Das ist uns bewusst", sagte der Landrat. Bei dem geplanten Treffen sollen nach seinen Worten daher weitere Optionen und Lösungsvarianten erörtert werden. (mit lkb)

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