Doppellösung in der Kämmerei bringt Erfolg

Unkonventionelle Personallösung sorgt für Zufriedenheit in Gelenau

Gelenau.

Über eine schöne Tradition freut sich Gelenaus Bürgermeister Knut Schreiter. Trotz der Adventszeit hat diese nichts mit Weihnachten zu tun. Vielmehr bezieht sich Schreiter damit auf die Zügigkeit, mit der in seiner Kommune die Buchhaltung erledigt wird. "Wir sind eine der wenigen Gemeinden in Sachsen, die jetzt schon über den Jahresabschluss 2017 abstimmen darf", so der Bürgermeister stolz.

Weil auch das Prüfungsbüro nichts auszusetzen hatte und Gelenau unter anderem für die "stabile Liquiditätslage" lobte, wurde die Bilanz fürs vergangene Jahr vom Gemeinderat abgesegnet. Anerkennend klopften die Anwesenden dann auf den Tisch, um damit Kämmerer Steve Rothe für seine Arbeit zu danken. Doch der 36-Jährige will sich nicht mit fremden Lorbeeren schmücken, lobt stattdessen seine Vorgängerin und seine Kollegin.

Einerseits habe die seit Beginn 2013 in Sachsen geforderte doppelte Buchführung (Doppik) weitreichende Vereinfachungen mit sich gebracht. Zum anderen sei in Gelenau "wirklich gute Arbeit geleistet" worden. Vor allem von Hannah Arnold, die schon im Januar 2014 einen Haken hinter die Eröffnungsbilanz setzen konnte, mit der sich einige Kommunen heute noch herumschlagen.

Der plötzliche Tod der Kämmerin schockte Gelenau im Sommer 2016. Ihre Nachfolge wurde innovativ geregelt, denn mit der Buchhalterin Viktoriya Blyugerman und Steve Rothe, der jeweils 20 Stunden als Kämmerer arbeitet sowie an der TU Chemnitz doziert, übernahmen zwei Personen die Aufgaben. "Keine Frage, die Doppellösung ist ein Experiment", so Schreiter damals. Nun kann er feststellen, dass dieses funktioniert. Denn: Neben dem Jahresabschluss wurde auch schon der Haushaltsplan 2019 vorgelegt. (anr)

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