Mit Wasserstoff-Miniflitzer zur Weltmeisterschaft

Sechs junge Eliteschüler aus Oberwiesenthal waren in den vergangenen Monaten auf ungewöhnlichem Terrain unterwegs. Aber erfolgreich waren sie auch in dieser Disziplin.

Oberwiesenthal.

Hydro Race 4 Schools - hinter diesem etwas sperrigen Namen verbirgt sich eine Initiative der Professur Alternative Fahrzeugantriebe der Technischen Universität (TU) Chemnitz. Mit ihr hat sich das Team um Professor Dr. Thomas von Unwerth, er ist Inhaber der Professur, zur Aufgabe gemacht, Gymnasiasten beiderseits der Grenze für die Themen Nachhaltigkeit und erneuerbare Energie sowie für die Zukunftstechnologie Brennstoffzelle zu begeistern. Mit Erfolg, wie jetzt sechs Eliteschüler aus Oberwiesenthal beweisen: Gemeinsam mit ihrem Partnerteam aus dem tschechischen Sokolov haben sie sich bei der abschließenden Rennchallenge des Projektes durchgesetzt und damit für die Weltmeisterschaft am Wochenende in Prag qualifiziert.

"Bei dem Rennen geht es nicht darum, wer der Schnellste ist. Vielmehr sollen die jungen Leute ein Gefühl dafür entwickeln, wie man mit einer vorgegebenen Menge Energie - in diesem Fall Wasserstoff - effizient und umweltverträglich fährt", erläutert Projektleiterin Mandy Polster von der TU. Bauliche Veränderungen seien erlaubt - im Rahmen des Regelwerkes. Diese Möglichkeit haben auch Martin Bau, Paul Ebell, Dennis Schulz, Ferdinand Steinberger, Anton Fröhner und Justin Weidner aus Oberwiesenthal genutzt. Im Januar haben sie einen Bausatz für ein solches Modellauto erhalten, berichtet Schulleiterin Ute Ebell. Seither hätten sie "gebastelt und getüftelt, um die Kiste flottzubekommen". Nach zwei Testrennen im tschechischen Děčin trafen sich alle zum großen Abschlussrennen in Chemnitz. Die Aufgabe dabei: in fünf Stunden die meisten Runden auf der Rennstrecke schaffen. Mit 607 Runden lagen die Oberwiesenthaler am Ende genau zwei Runden vor der zweitplatzierten Mannschaft. Ein Erfolg, der nach Einschätzung von Ute Ebell "durch besonnene Fahrweise zu Beginn des Rennens und eine gigantische Aufholjagd im zweiten Teil" möglich geworden ist. Mandy Polster unterdessen hat auch noch andere Erfolgsfaktoren ausgemacht: "Erfindergeist, Durchhaltevermögen und ein klares Konzept." Damit holten sich die Eliteschüler zusammen mit ihren tschechischen Partnern die Pokale in der Hauptkategorie Ausdauer sowie in der Kategorie Kooperation. Insgesamt waren in Chemnitz rund 120 Jugendliche aus Sachsen und Tschechien am Start. Am Samstag steigt nun in Prag das große Weltmeisterschaftsfinale - für das die Jungs übrigens noch Sponsoren suchen. Denn das ist leider nicht mehr Bestandteil des geförderten Projektes.

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