Stollberger OB polarisiert mit Aussagen zu Corona-Schutzmaßnahmen

Man dürfe nicht alle Weihnachtstraditionen über Bord werfen, um den Tod von Menschen zu verhindern, sagt das Stadtoberhaupt von Stollberg. Landrat und Politiker sind entsetzt, von einigen Bürgern aber wird Marcel Schmidt auch gefeiert.

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4545 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 10
    7
    Haju
    29.11.2020

    Für alle Paniker hier meine Quellen (die FP hatte ich schon genannt) als „Angst fressen Seele auf“-Mahnung:
    RKI (u.a. (kumulierte Fallzahlen datumsgenau):
    https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4
    (die Ü80-Gruppe stellt übrigens nicht nur ca. 7% der Bevölkerung, sondern auch 7% der Infizierten – auch nicht gerade ein coldspot…)
    Berechnen Sie jetzt das Verhältnis von 65%/7% zu 35%/93% für den Faktor der vergleichsweise höheren Sterblichkeit im Infektionsfall.
    Kumulierte Todesfälle, datumsgenau:
    https://www.tilasto.com/thema/bevoelkerung-und-gesundheit/coronavirus/coronavirus-covid-19-todesfaelle-pro-tag-kumuliert
    und zur Beruhigung*, das Intensivbettenregister (Kartenansicxht und Zeitreihen):
    https://www.intensivregister.de/#/intensivregister?tab=kartenansicht
    * siehe insbesondere die Grafik belegte Betten insgesamt (blau) mit wegen Corona belegter Betten (braun)

  • 13
    9
    Haju
    29.11.2020

    Die Faktenlage – Teil 2:
    Ein MSN schützt, wie ich las, zu ca. 25%. Zu Abstandsregeln habe ich nicht mal eine Schätzung, aber aber auch diese wirken sich sicher epidemisch sehr günstig aus, was zu begrüßen ist. Nehmen wir jetzt die Berufstätigen mit einem (hoffentlich) festen Personenkreis 5Tage/ 8 Stunden lang. Hinzukommen würden mit Weihnachten in Familie ein paar weitere, schon immer feststehende Personen ein paar Stunden lang 2mal im Jahr (Weihnachten, Ostern – öfters ist es bei vielen ja auch gar nicht).
    Jetzt die Vorschläge an die Adresse der Polizei betreffs Hundertschaften, die „an Heiligabend bei den Familien klingeln, um die Gäste des Weihnachtsfestes zu zählen und deren Berechtigung zur Teilnahme am selbigen zu kontrollieren“ (Schmidt) …
    Ich selbst werde übrigens eine Woche vor und eine Woche nach Weihnachten in Selbstisolation gehen können, so daß ich gedenke, dem flehentlichen Drängen von Ü80-Personen wegen eines Besuchs tatsächlich kurz nachzukommen.

  • 22
    10
    KTreppil
    29.11.2020

    Bitte die Moralkeule nicht gar zu sehr schwingen. Der OB hat seine Meinung geäußert. Punkt. Daraus heraus zu lesen, dass ihm Traditionen wichtiger sind als Menschenleben, ist pure Polemik. Ein Paradebeispiel jemanden das Wort zu verdrehen, weil der Inhalt nicht in die jeweils vermeintlich richtige politische Schublade passt. Er fordert auch die Menschen nicht auf, dass irgendwas was zu tun oder lassen ist. Er äußert seine Meinung, die diskutabel ist, durch die kommenden Ereignisse sich ebenso als falsch, als aber auch richtig erweisen kann. Die Bürger von Stl werden die Antwort zu den nächsten Wahlen wissen. Die Tourismusbranche wird daran sicher nicht zugrunde gehen, man überschätze mal nicht den Einfluss von Politik in der Region auf den Tourismus! In der Türkei regiert ein Despot und dennoch verbringen in normalen Zeiten Millionen Menschen dort ihren Urlaub. Weitere Beispiele Ägypten, Dubai.... Niemand, der das Erzgebirge mag, wird wegen des OBs von Stl zukünftig fern bleiben.

  • 7
    11
    TWe
    29.11.2020

    @Haju
    Wenn Sie wollen, dass Ihren "statistischen Fakten" Glauben geschenkt wird, dann sollten Sie eine Quelle benennen. Sonst laufen Sie Gefahr, dass Ihr Statement in der Schublade "Anti-Corona-Geschwurbel" landet.

    Überprüfbar und damit belegbar sind die von Ihnen angeführten (alternativen?) Fakten jedenfalls nicht.

  • 10
    14
    Haju
    29.11.2020

    Nun zu den Fakten:
    Die Sterbefallzahlen des Oktober 2020 bei den U80jährigen ging (gegenüber einem Mittel von 2016-19) um 4% zurück. Das dürfte aber noch innerhalb der jährlichen Schwankungsbreite liegen. Die Sterberate der Ü80jährigen ist um 9% gestiegen - ganz gewiß wegen Corona.. Die Frage ist also berechtigt, was bei einer „normalen“ Grippewelle wie 2017/18 mit einer Übersterblichkeit von 25Tausend ab jetzt zu tun sei.
    Die Tödlichkeit nach Infektion ist bei der (relativ kleinen) Ü80-Gruppe 25mal höher als bei U80 (Quelle: FP, 28.10.2020), so daß das Hygienekonzept Schmidts zu Weihnachtsmärkten und Bergparaden greifen sollte, wenn man zusätzlich dringlichste Appelle an Risikogruppen und Ü80jährige richten würde.
    Die Sterberate nach Infektion liegt (von mir errechnet aus den Daten zwischen 01.06. und 01.10.) deutschlandweit im Mittel bei 1,2%; für die Gruppe U80 (stellen absolut ein Drittel der Toten) ergibt sich somit 0,4%.

  • 9
    12
    TWe
    29.11.2020

    @Haju
    "Aber von mir aus können diejenigen, die immer nur stur nach der maximal böswilligsten Auslegung eines Textes suchen, als Touristen auch fernbleiben"

    Scheinbar müssen Sie ja (im Gegensatz zu vielen anderen Erzgebirglern) nicht vom Tourismus leben...

    Ihr Sinn für das Gemeinwohl der Region ist schon beeindruckend - leider in negativer Hinsicht.

  • 10
    12
    Haju
    29.11.2020

    @TWe
    Sie sollten nicht aber nicht spekulativ unken. -
    Aber von mir aus können diejenigen, die immer nur stur nach der maximal böswilligsten Auslegung eines Textes suchen, als Touristen auch fernbleiben - sie vergiften ja doch nur das Klima nachhaltig. Und noch - Sie sprachen es indirekt an - haben wir keine RÄTEREPUBLIK, bei der nach einem Anruf aus Berlin und einer begleitenden Straßenkampagne vor Ort eine Wahl wie gewünscht sofort wiederholt werden kann (man ist zugegeben aber schon sehr weit damit gekommen, obwohl Habeck noch gar nicht Kanzler ist).

  • 18
    17
    TWe
    29.11.2020

    @paral
    Wieso Diskussionsbedarf?

    Der Mann wurde in ein Amt gewählt und ist damit für die Stadt verantwortlich. Bei diesem Brief handelt es sich auch nicht um eine private Meinungsäußerung, sondern um ein offizielles Statement, welches der OB als gewählter Amtsträger abgegeben hat (Brief wurde auf Homepage von STL veröffentlicht.).

    Es bleibt dabei, mit dieser Aktion schadet Schmidt dem Ansehen der Stadt STL nachhaltig. Das Internet vergisst bekanntlich nichts. Irgendwann werden es die Stollberger auch merken, dass der von ihnen gewählte OB der Stadt einen Bärendienst erwiesen hat.

    Vielleicht heißt es ja in ein paar Monaten/Jahren: " Die Stadt mit dem Corona-Leugner als OB werden wir in unserem Urlaub ganz bestimmt nicht besuchen."

    Das Statement von Schmidt ist ungefähr das letzte, was die erzgebirgige Tourismus-Branche jetzt gebraucht hat.

    Paral, Ihr zugunsten von OB Schmidt zum Ausdruck gebrachtes Mitgefühl hätten die Covid-Patienten auf den ITS übrigens eher nötig.

  • 20
    14
    ralf66
    29.11.2020

    Hat Schmidt einmal an die gedacht für die jetzt in der Adventszeit wegen Corona für immer das Licht ausgehen wird weil sie die Krankheit nicht überstehen und an deren Familien, an die alten und kranken Menschen die wegen der Besucherverbote in Krankenhäusern und Altenheime wegen der Unvernunft vieler Bürger in den letzten drei Monaten und der Missachtung der Regeln nicht besucht werden können?
    Das die Coronasituation jetzt so ist wie Sie ist, ist den vielen unvernünftigen, verantwortungslosen in den Tag hineinlebenden Bürgern und Maßnahmegegnern zuzuschreiben und deshalb gibt es keine Weihnachtsmärkte und Bergparaden. Ich bin einverstanden mit den Maßnahmen und bin auch einverstanden damit, dass versucht wird alle Menschen zu schützen, dass ist der Punkt, gewisse Notsituationen müssen von allen gemeinsam durchgestanden werden.
    @Mausi42, sie suchen den Schwarzen Peter an der falschen Stelle!

  • 20
    11
    paral
    29.11.2020

    Der Herr Schmidt wird in scharfer Form angegriffen, ja niedergemacht, man möchte ihn sogar auf der ITS sehen. Nach Lesen seines Briefes kann man feststellen, das es Diskussionsbedarf gibt. Die Fronten sind jedoch verhärtet, die Maßnahmenbefürworter und -verschärfer sind nicht bereit, von ihren vorgefaßten Meinungen abzuweichen, genau wie die Gegenseite. Und nun? Da hilft nur gegenseitige Ignoranz, von Toleranz keine Spur. Was weiter? Krankheit und Tod ist es egal.

  • 13
    8
    Haju
    29.11.2020

    @Stefan1
    "niemand will euch den Weihnachtsmann wegnehmen"//
    Nun, den Weihnachtsmann kann mir Herr/ Frau Niemand gar nicht wegnehmen, da bei mir weihnachtsmannfreie Zone herrscht. Mit meinem "Opium" (fürs Volk) sieht es da schon wieder ganz anders aus. Was da dieser Herr (Frau) Niemand schon alles wollte und auch geschafft hat! Niemand will ja z.Z. auch, daß wir alle Panik haben.
    Aber nichts verwechseln: Da die Weihnachtszeit für mich bis Mariä Lichtmeß (2.Februar) dauert, habe ich schon früher mit dem Kopf geschüttelt, wenn sich unzählige bei tiefstem Frost, Glätte, Schneesturm und km-langen Staus ins Auto gesetzt haben, um punktgenau zum Geschenketausch zu fahren. Ich habe mich dann schon damals nicht daran beteiligt.
    @FromtheWastelands
    "sollte nicht nur umgehend von seinem Posten entfernt, sondern gleich noch entmündigt werden"//
    Ich sprach es ja schon an: genau das sind die vertrauensbildenden Kommentare (Maßnahmen), die viele noch von früher her kennen. So schaffen wir das!

  • 19
    14
    Arezo
    28.11.2020

    Auch ein Bürgermeister hat das Recht seinen Meinung zu sagen, deswegen kann man ihn doch nicht an den Pranger stellen.
    Ich wünschte mir etwas mehr Respekt gegenüber Andersdenkenden schließlich haben wir eine Demokratie oder?
    Auch ein Herr Kretschmer oder unser Landrat Herr Vogel sind nicht fehlerlos.
    Allen eine schöne besinnliche Adventszeit!

  • 15
    6
    OlafF
    28.11.2020

    Niemand will die Demokratie abschaffen, mit Traditionen brechen und niemand kann ewig nach dem Prinzip Zuckerbrot&Peitsche regieren ? Niemand will Menschen dafür bestrafen, dass sie ihre Grundrechte verteidigen und trotz aller Diffamierung und Stigmatisierung es für richtig halten nach jahrelangem politischen Desinteresse heraus Dinge zu hinterfragen, welche sie für unglaubwürdig halten, anstatt auf Partei(en) u. Staat und den etablierten Medien zu vertrauen? Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen indem man Kritiker ähnlich YouTube-Kanälen, Dislikes-und Kommentarfunktionen deaktiviert?
    Und trotzdem gibt es Menschen, welche auf ihre eigenen Erfahrungen und Gedanken vertrauen. Daran lässt sich trotz aller Bemühungen nichts ändern. Auch wenn wir noch bei weitem nicht alles überstanden haben, so müssen wir dieses gemeinsam überstehen.
    Glück Auf! Und einen schönen und friedlichen Advent !

  • 12
    13
    SzB85
    28.11.2020

    @ralf66 hat es auf dem Punkt gebracht.

    First World Problem für Konsumenten, die in Weichnachtsland leben wollen statt Sachsen.

    Wenngleich ist mir bewusst, wieviel Handwerker, Händler und Läden und Tourismus Probleme haben, was die Stadt unbedingt ausgleichen sollte. Immerhin ist nicht Erdgas, Leitungswasser oder Strom alle für uns.

    Herr Schmidt ist einem öffentlichem Gespräch schuldig mit denjenigen Ärzten und Pflegern, die die Corona-Patienten seiner Stadt behandeln. Auch, wenn es Krankenhäuser anderer Städte bedeutet nach Verlegungen. Oder hat Stollberg wirklich niedrige Inzidenz, dann wäre die Diskussion mit jemandem aus dem Krankenhaus in Zwickau, Annaberg, Pirna oder Bautzen sinnvoll.

    Diese sind alle Hotspots, die die Kurve, trotz allen beschimpften Einschränkungen ab Anfang November, nicht bekommen haben.

    Da könnte er vielleicht wirklich anglühen, und die medizinische Realität mit seinen Quellen vergleichen. Seine Meinung danach, würde mich auch interessieren.

  • 17
    19
    klapa
    28.11.2020

    Ja, Herr Schmidt, diese Regierung will offensichtlich alles und jedes für die Rettung von Menschenleben opfern.

    Ob das vernünftig ist, darüber muss man sich in einer Demokratie wenigstens unterhalten und dagegen argumentieren dürfen, ohne ausgegrenzt zu werden. Es muss erlaubt sein, eine andere Meinung als die Regierung zu haben.

    Meine Meinung ist der Ihren ähnlich - das ist unvernünftig und nicht zu begründen.

    Die höchste Riskogruppe weiß, dass der Tod zum menschlichen Leben gehört.

    Nicht der Tod ist also schrecklich, das Sterben könnte es sein. Und da können wir uns auf das BVG berufen, leider nicht auf Herrn Spahn, der sich über dessen Urteil hinwegsetzt.

  • 50
    15
    Stefan1
    28.11.2020

    Ich habe hier einige Kommentare gelesen, von Menschen, die es einfach nicht wahrhaben wollen. Ich könnte es jeden Tag, wo ich als PFK zur Arbeit fahre, rausschreien. Ja, es gibt den Virus, ja manche haben keine oder kaum Symptome, andere Sterben dran, ohne Abschied von ihren Liebsten zu nehmen, weil alles so schnell geht. Geht dies in den Köpfen nicht rein, niemand will euch den Weihnachtsmann wegnehmen, eure Tration brechen, das Bargeld abschaffen. Nein, wir wollen diesen Virus unter Kontrolle bekommen und das schaffen wir nur Gemeinsam. Desweiteren kommt immer wieder, wir sehen uns nur zu Weihnachten, ist das ganze Jahr keine Zeit für Besuche?

  • 45
    22
    ralf66
    28.11.2020

    Sitzt wahrscheinlich im falschen Sessel dieser Bürgermeister, ein Egoist dieser Schmidt! Zusammenhalt und das akzeptieren der Maßnahmen ist gefordert dafür zu werben und auf Einhaltung hinweisen und achten das ist jetzt nötig.
    Ich weiß auch nicht, was Weihnachtsmärkte mit der erzgebirgischen Tradition zu tun haben und ob dieser Herr Schmidt darüber hinwegkommen wird, dass dieses Jahr einmal keine Bergparaden stattfinden wird. Das was einmal im gesamten Leben nicht stattfindet, kann doch wohl wirklich nicht der Anlass sein, unqualifiziertes Zeug zu schreiben und noch dazu die Leute aufzustacheln, denn das kommt dabei heraus.
    Wir haben zu essen, massig Luxus, Frieden und eine warme Stube, Geld und vieles mehr, wir schmücken unsere Häuser weihnachtlich und leben so unsere Tradition mit nur kleinen Einschränkungen durch Corona, was will dieser Herr Schmidt eigentlich noch?
    Wir haben Advent danach Weihnachten Herr Schmidt nicht Fastnacht, besinnlich soll's sein kein Halli Galli!

  • 39
    29
    Gebirger
    28.11.2020

    Hallo Herr Schmidt, mal angenommen, sie hätten einen Unfall. Die Intensivstationen könnten aber keine Patienten mehr aufnehmen. Müssten wir dann auf sie zukünftig bei den weihnachtlichen Traditionen verzichten?

  • 14
    16
    KTreppil
    28.11.2020

    TWe, Ich frage mich, ob sie mit Pseudogelehrten, den ich zitiert haben soll, etwa Dr. Hilger meinten? Dann hätten sie nicht mal den Artikel der Freien Presse durchgelesen. Also am besten alles nochmal richtig durchlesen und verinnerlichen, worum es eigentlich geht.

  • 44
    16
    gerbsen
    28.11.2020

    Tradition bezeichnet die Weitergabe von Glaubenssätzen. Das es schmerzt diese nicht ausleben zu können, kann ich nachvollziehen. Ich wünsche mir aber, dass wir dieses Jahr die Glaubenssätze der Eigenverantwortung, des Mitgefühls und der Nächstenliebe weitergeben. Nur so können wir die Krise in den Griff bekommen und das ist vor allem die Aufgabe des Bürgermeisters. Er trägt eine hohe Verantwortung für alle Bürgerinnen und Bürger, die er mit diesen Aussagen mit Füßen tritt. Ein OB sollte, vor allem in der Krise, die Gesellschaft einen und nicht spalten. Die Maßnahmen schützen uns alle. Jede & jeder kann sich an Corona infizieren, egal ob jung oder alt. Zur Risikogruppe gehören in Deutschland 27 Mio. Menschen. Angesichts von min. 1,4 mio Toten weltweit, bereits heute überfüllten Krankenhäusern in Görlitz und Bautzen sind solche Äußerungen untragbar. Wer zu unserer Gesellschaft gehört und wer nicht, entscheidet nicht der OB, dazu gehören alle und diese zu schützen, ist dessen Aufgabe.

  • 31
    12
    KTreppil
    28.11.2020

    TWe, ich habe weder applaudiert noch appladiert noch Pseudogelehrte zitiert. Lesen Sie Statements eigentlich wirklich durch oder nur dann wenn die richtigen Satzbausteine eingefügt sind? Ich bin weiterhin für freie Meinungsäußerung, trotz Pandemielage und der Beitrag des OB, den sie wahrscheinlich auch nicht richtig komplett gelesen haben, ist ein Beitrag zur freien Meinungsäußerung. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Der Umgang damit, das aushalten anderer Meinungen in dem speziellen Fall, zeigt, wie es um die Meinungsfreiheit steht.

  • 32
    53
    Mausi42
    28.11.2020

    @Bertl:sie sagen wenigstens die Wahrheit,auch wenn viele das nicht hören wollen.viele haben die eigene Familie schon seit längerem nicht mehr gesehen ,und sich jetzt eben auf Weihnachten gefreut und das man dann bloß mit 5 Personen inkl.bzw.ohne Kinder unter 14 Jahren die ja nicht mit zählen feiern darf,begreife ich auch nicht.sollen die Leute jetzt Strohhalme ziehen wer kommen darf und wer nicht?ich darf z.b.dieses WE noch nicht Mal zu meiner Mum weil ihr Freund mit da ist ,es sind ja bloß 2 Haushalte erlaubt!Wenn ich noch komme,dann sind es schon 3 Haushalte!wer sich denn Mist ausgedacht hat der hat anscheinend keine Familie mehr.bitte geht weiter demonstrieren,das brauchen wir nämlich!bei jedem grippalen Infekt habe ich schmerzen und Fieber usw.selbst bei einer harmlosen Erkältung hat man Fieber.Wenn ich meinen Job verliere weil einige hier denken das alles richtig ist,dann komme ich bei denen vorbei und hole mir geld.

  • 34
    64
    Mausi42
    28.11.2020

    Endlich Mal jemand der die Wahrheit sagt,und gleich wieder wird er angegriffen!WARUM eigentlich?darf man das jetzt mittlerweile nicht mehr,oder will es niemand mehr wahr haben??das die Zahlen überhaupt nicht stimmen können!das merkt man doch täglich, obwohl alles was vorher offen war zu ist,steigen die Zahlen?und obwohl wir uns nur noch mit 5 Personen aus 2 Haushalten treffen dürfen steigen die Zahlen?wie geht das? vielleicht wäre es sinnvoller nur die zu testen die auch Symptome zeigen und nicht jeden bürger.ich bin auch erkältet,und bin ich deswegen auch gleich positiv?nein,wenn man erkältet ist oder grippalen Infekt dann habe ich auch einen Geruchs-und Geschmacksverlust,aber das ist normal weil die nase dann zu ist.

  • 45
    30
    TWe
    28.11.2020

    @OlafF und @KTreppil
    Wir lesen an anderer Stelle in dieser Zeitung von wirtschaftlichen Schwierigkeiten diverser Kleingewerbetreibender in der Region (Gastronomie, Hotellerie, Männelmacher...), die allesamt maßgeblich vom Tourismus leben. Dieser OB setzt in einer solchen Situation ein Statement ab, über das inzwischen halb Deutschland den Kopf schüttelt (siehe gestern Abend RTL).

    Eine bessere Negativwerbung in Sachen Tourismus ist kaum vorstellbar. Die wirtschaftlichen Konsequenzen sind so sicher, wie das Amen in der Kirche, nur dass es dann keine Corona-Hilfen mehr geben wird.

    Und Sie appladieren diesem Mann auch noch. Denken Sie mal diese Geschichte bis zum Ende, anstatt irgendwelche Pseudogelehrte zu zitieren.

  • 33
    13
    Gegs
    28.11.2020

    Ich mag Corona-Leugner, Querdenker etc. nicht. Michael Kretschmer hat nach einem Telefontermin mit dem Oberbürgermeister in seiner Pressekonferenz gestern aber gesagt, um was wirklich ging. Im Chemnitz Center sind Menschenmassen unkontrolliert unterwegs. Ohne Abstand und teilweise ohne Maske. In Stollberg ist selbst mit Hygienekonzept überhaupt nix möglich. Auch wenn es aus meiner Sicht schlecht formuliert ist, hinterfragen darf man das schon. Auch mit etwas heiligen Zorn. Und was aus einer eher kommunalrelevanten Aussage bundesweit gemacht wird, auch das darf man hinterfragen!

  • 44
    15
    HerzfürStollberg
    28.11.2020

    Es ist schade, dass die Medien so erpicht auf Polarisierung sind. Es werden die Passagen herausgepickt, die Diskussionen und polarisierende Meinungen ermöglichen. Wo ist die Meinungsfreiheit geblieben ohne dass man wegen jedem vielleicht nicht ganz unfehlbar geschriebenem Wort oder Satz jemanden gleich angreift? Warum nicht lieber solche offenen Briefe loben und die wahre Meinungsfreiheit auch in den Medien oder Presse wieder fördern? Und stattdessen lieber Demonstrationen auf Grund der Pandemielage verbieten?
    Die hohen Zahlen im Erzgebirgskreis sind sehr bedauerlich. Leider muss man aber auch sagen, dass seit Ende Oktober nicht transparent und konsequent vorgegangen ist. Herr Landrat Frank Vogel schreibt selbst in der letzten KurierAusgabe, dass es eine Schwankungsbreite bei den Kommunen mit einer Inzidenz kleiner 10/100.000 und Kommunen mit um die 1.000/100.000 gab. Warum hat man nicht da in den betroffenen Kommunen konsequent gehandelt mit Ausgangsbeschränkungen und Massentest?

  • 42
    28
    872889
    28.11.2020

    @Bertl: Überfordert ist nicht die Regierung, vielmehr ein Teil des Volkes.

  • 42
    29
    SzB85
    28.11.2020

    Ja, Weihnachtstraditionen sind wichtig, man kann die aber mit der eigenen Familie ohne Menschenmasse genauso besinnlich erleben. Bergparade... - ist jemandem aufgefallen, dass Bergbau in Erzgebirge stillgelegt wurde? Bergmannszug ist eine nette regionale Art von Karneval, aber andere Regionen verzichten auch auf Fasching und Karnevalen. Touristen werden auch nicht herkommen, Weihnachtsland zu betrachten, mit diesen gerade noch kontrollierbaren Fallzahlen.

    Wenn die zweite Welle im gesamten Deutschland so gelaufen wäre, wie in diesem Landkreis, wäre ich dafür, dass jede weitere Überschreitung des Wocheninzidenzes 50/100k mit 4 Wochen Lockdown mit Grenzenschließung und Massentestung gegengesteuert wird, solange eine Vakzine nicht allgemein verfügbar und angenommen ist. In Fernosten hat es sich nämlich bewährt. Zwischenlösungen öffneten hierzulande nur Tor zum Ausspielen und freie Interpretation und verlängertes Leiden unter Halblockdown, und schmerzhafte Spaltung der Gesellschaft.

  • 42
    6
    551563
    28.11.2020

    In der Politik ist Vertrauen die Währung, nicht Populismus. Manche brauchen das wahrscheinlich.

  • 39
    28
    BuboBubo
    28.11.2020

    Marcel Schmidt (Freie Wählerunion) scheint seelenverwandt mit seinem Kollegen Boris Palmer (Grüne) zu sein. Der OB von Tübingen: „Wir retten möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären“

    Wie weit entfernt sind wir noch von den "Ballastexistenzen" eines Prof. Dr. Alfred Hoche?

  • 35
    46
    OlafF
    27.11.2020

    Ich hab mir auch durchgelesen, was sich Herr Schmidt "von der Seele schrieb". Es ist allzu menschlich formuliert in einer Zeit voller Wasserstandsmeldungen und Moralpredigten.
    Wie bei allen abweichenden Meinungen hat der Autor wieder einmal versäumt, vorausschauend das Dementi als Anhang hinzuzufügen. Welch eine unverzeihliche Nachlässigkeit. Der Shitstorm ist unausweichlich und auch ein Oberbürgermeister kann dem eingeengten Meinungskorridor nicht mehr standhalten. Schließlich darf nichts bedauert werden, sondern muss im festen Rahmen der staatlichen Konformität den moralischen Ansprüchen einer Gesellschaft genügen, in der ein Kompromiss von Freiheit und Eigenverantwortlichkeit gegenüber Zwang und Bevormundung kaum noch eine tragende Rolle spielen darf.

    https://www.stollberg-erzgebirge.de/inhalte/stollberg/_aktuelles/aktuelles/absage_weihnachtsmarkt

  • 60
    45
    SandyB1980
    27.11.2020

    Herr Schmidt, ich wünsche Ihnen nicht, dass Sie das durchmachen müssen, was aktuell unzählige Coronainfizierte in den erzgebirgischen Krankenhäusern durchmachen!

    Jetzt sollten Sie nach diesem Statement konsequent sein und Ihren Rücktritt anbieten, das ist das Mindeste!

  • 55
    32
    Fresto
    27.11.2020

    Wie will dieser Mann Gräben schließen wenn er sie noch weiter aufreißt und sich auf die Seite einer Minderheit stellt? Die meisten Menschen wünschen sich, Corona möglichst schnell zu besiegen, damit das Leben endlich wieder normal wird. Corona-Leugner und solche Nullen wünschen sich, dass Corona unser Land bald komplett im Griff hat. Dann würde bald jeder einen kennen, der nicht nur an Corona erkrankt ist sondern daran gestorben.

  • 42
    22
    cn3boj00
    27.11.2020

    Bertl, wie Sie sehen denken wohl nicht so viele Menschen so dumm! Inzwischen sind die Infektoionszahlen so hoch, dass es bald niemanden mehr gibt, der nicht selber durch die Krankheit, durch eine Quarantäne oder durch solches in der Nachbarschaft oder im Bekanntenkreis betroffen ist. Und an nicht allen geht das spurlos vorüber, es gibt immer mehr Leute die berichten, dass es schlimmer wie Grippe ist. Und ein Vielfaches an Toten im Vergleich zur Grippe kann nicht wegdiskutiert werden. Solche Reden sind extrem verantwortungslos und einfach nur dumm. Allein die Behauptung, dass man wegen Corona "Traditionen über Bord werfen müsse" ist absurd. Bei uns wird Weihnachten stattfinden wie immer. Nicht am Glühweinstand.
    Interessant ist dabei, dass besonders die Kreise, in denen Politiker oder Ärzte (ja auch das gibt es!) mit den Corona-Leugnern einher gehen besonders hohe Infektionszahlen haben.

  • 33
    18
    KTreppil
    27.11.2020

    Dr. Hilger, sehr kompetent nicht nur in diesem Zusammenhang, wählte die richtigen Worte. Der Beitrag des BM ist kritisch und diskussionswürdig. Aber nicht mehr und nicht weniger. Es gilt jetzt und auch nach Corona zu diskutieren. Noch hat niemand die Wahrheit gepachtet und Unfehlbarkeit gilt nur für den Papst.

  • 11
    39
    Haju
    27.11.2020

    Existenzbedingung linker Ideologie ist die Schuldigensuche (Adel, Kapitalisten, Nazis, Covidioten, Sexisten, alte weiße Männer, usw. usf.). Und da hat z.B. nunmal Trump Schuld (obwohl er erfolgreich ein Milliardenprogramm zur Impfstoffentwicklung hervorzauberte), die schwedische Regierung ist dagegen unantastbar.
    Kein Wunder, daß es im Gefolge dessen (totale Ideologisierung) Verschwörungstheoriker gibt, die - ist man erstmal auf den Geschmack gekommen - mehr befürchten. Neuerdings sind ja also auch die machtlosen Verschwörungstheoretiker (befürchten eine Verschwörung) schon die eigentlichen Verschwörer (und Schuldige!) ... Aber zum Glück gibt es Meldungen aus Firmen, die eigentlich schon spätestens vor drei Wochen hätten schließen müssen (und nicht erst jetzt), obwohl sie sicher verschwörungsfrei sind, oder?

  • 51
    15
    MichaelSchneider
    27.11.2020

    Auf welcher Seite der Diskussionen man immer auch stehen mag - ein Stückweit hat wohl jeder Recht.
    Dass jedoch zurzeit die Krankenhäuser ziemlich voll werden und bald wohl nicht mehr jeder behandelt werden kann (auch wegen anderer Krankheiten), wenn die Infektionen weiter steigen, lässt sich auf alle Fälle nicht verdrängen, wenn man sich mit diesem Thema mal näher beschäftigt.
    Wer immer also es mit den Schutzmaßnahmen nicht so ernst nehmen bzw. vieles normal beibehalten möchte, sollte zumindest so fair und patriotisch sein, z.B. eine Patientenverfügung bei sich zu haben und darauf verzichten, selbst im Falle einer schweren Erkrankung behandelt werden zu wollen.
    Denn beides zugleich geht nicht. Wir können (zur Zeit) nicht wie immer weiter leben und zugleich die beste Hilfe aus dem Krankenhaus erwarten wollen. Wer jedoch Beides für sich selbst in Anspruch nehmen will, denkt nur an sich und nicht an das gesamte Volk - und das ist alles andere als patriotisch.

  • 56
    31
    brandus
    27.11.2020

    Unverantwortlich dieser Bürgermeister. Ich rate ih das Angebot anzunehmen, die Krankheit am eigenen Leib zu erfahren. Dann blubbert er nicht mehr so unqualifiziert herum. Ich gehöre nicht zur Risikogruppe und bin nach 6 Wochen noch immet nicht wieder ganz fit....

  • 57
    36
    TWe
    27.11.2020

    Ich habe das Schreiben des OB Schmidt durchgelesen. Für mich stellen sich danach zwei Fragen:

    1. Hat er beim Verfassen von irgendwelchem Zeug eine zu hohe Dosis geschluckt?
    2. Hat er seine Mitgliedschaft bei den freien Wählern zwischenzeitlich gegen eine bei den Reichsbürgern getauscht?

    Insgesamt bedient er mit dem Schreiben in der aktuellen Situation das Klischee vom selbst in einer kritischen Situation (Corona-Inzidenz in ERZ aktuell ein der höchsten deutschlandweit!) unbelehrbaren und damit letztlich egoistischen Erzgebirglers.

    Meiner Meinung nach ist das Erzgebirge in der Nach-Corona-Zeit DRINGEND auf Touristen angewiesen. Mit einer solchen Aktion sorgt der Mann eher dafür, dass halb Deutschland in Zukunft einen großen Bogen um das Erzgebirge machen wird. Insgesamt also eine ganz tolle Werbung für die Region.

  • 66
    141
    Bertl
    27.11.2020

    Endlich ein Politiker der ausspricht, was viele Menschen hier denken. Der ganze Coronawahn muss doch mal ein Ende haben. Unsere Regierung, die hoffnungslos überfordert ist, haut hier eine Beschränkung nach der anderen raus. Nur greift keine dieser Maßnahmen. Wie denn auch, wenn hier nur völliger Blödsinn verabreicht wird. Lieber Herr Oberbürgermeister, bitte bleiben Sie an dem Thema dran und sagen Sie auch weiterhin Ihre Meinung. Vielen Dank.

  • 108
    38
    Engel1
    27.11.2020

    Wenn ich so einen Beitrag eines Verantwortlichen Bürgermeisters lese gibt es für mich 2 Fragen: Welche Minderheit er meint da die Krankheit quer durch alle Altersgruppen geht und Opfer fordert . Über 70% der Bevölkerung zustimmt im Gegenteil einigen gehen die Maßnahmen nicht weit genug. 2. Frage wie viel Menschen ist er bereit in der eigenen Familie sterben zu lassen denn bei anderen Familien ist es im scheinbar unwichtig. Kann man den nicht einfach einmal auf Feierlichkeiten 1 Jahr verzichten um einen Gesundheitsschutz für die Allgemeinheit zu sichern und vor allem das Gesundheitswesen und seine Mitarbeiter zu entlasten und nicht zu überfordern. Denn solche Bürger sind die ersten die wider am lautesten sind wenn das Gesundheitswesen kollabiert und Ärzte über Tot und Leben entscheiden müssen wer Hilfe bekommt und wer nicht. Solche Beiträge sind für mich völlig unverständlich und Öl in Wasser von Verweigern. In den USA gibt es auch keine Pandemie laut Tramp. 2500 Tote an einem Tag!!!

  • 123
    46
    mesiodens
    27.11.2020

    Sehr geehrter Herr OB Schmidt, falls Sie das lesen: Sie würden bestimmt nicht so dämlich reden, wenn Sie die Krankheit am eigenen Leib erfahren haben. Ich kann nur sagen, das schlimmste sind die Schmerzen, die man am ganzen Körper spürt. Das Fieber, das langsam und unaufhörlich steigt, die Kopfschmerzen unfähig, einen klaren Gedanken zu fassen. Ich musste mich heute testen lassen, meine Firma vorübergehend schließen, um niemanden zu infizieren, falls es nicht schon passiert ist. Bei Ihnen würde ich eine Ausnahme machen. Kommen Sie vorbei, wenn Sie sich für unverletzlich halten und setzen sich meiner Aerosolwolke aus. Das gilt auch für die ganzen anderen Coronaleugner und Montagsspaziergänger. Ich huste drauf. Beste Grüße!!!

  • 82
    26
    BuboBubo
    27.11.2020

    "Es gehe ihm auch darum, die derzeitigen Gräben in der Bevölkerung wieder zu schließen."

    Das ist ihm ja nun auch vortrefflich gelungen.

  • 124
    57
    980448
    27.11.2020

    Man sieht, wie es die Verschwörer sogar bis zu kommunalen Spitzenpolitker geschafft haben. Wenn er als Bürgermeister wirklich weihnachtliche Traditionen vor Menschenleben stellt, müßte ein Rücktritt die logische Schlußfolgerung sein.

  • 128
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    Stefan1
    27.11.2020

    Es ist schon beschämend, was dieser Herr als Bürgermeister für Aussagen trifft. Leider scheint er da für viele Egomanen aus dem Herzen zu sprechen. Ich muss da immer an die Worte von Spahn denken, es wird Die Zeit kommen, wo wir uns viel verzeihen müssen. Das aber so ein Mensch Bürgermeister sein darf, ist mir völlig unverständlich.