Petition für mehr Sicherheit findet viele Unterstützer

Für Schulkinder und andere Fußgänger ist es gefährlich, die Karlsbader Straße zu überqueren, davon sind viele Sehmaer überzeugt. Wie sind die Chancen, dass sich etwas ändert?

Sehma.

An diesem Nachmittag sausen viele Autos durch Sehma. An der belebten Kreuzung von Karlsbader, Schlettauer Straße und Straße der Freundschaft muss eine Gruppe Schulkinder lange warten, um zur Bushaltestelle auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu kommen.

Steve Neufeldt kennt die Situation. Besonders morgens und nachmittags sei es für Fußgänger gefährlich, in dem Bereich die Straße zu überqueren. Nicht nur viele Schüler, die zum Bus müssen, seien dort unterwegs, sondern auch Senioren und Angestellte. Denn dort befindet sich neben Geschäften ein Einkaufsmarkt. "Die Sicht ist schlecht und nicht alle Autos sind nur mit den erlaubten 50 Stundenkilometern unterwegs", sagt der 40-jährige Sehmaer. Darum hat er eine Petition für einen Fußgängerüberweg gestartet. Im Internet sammelt er Unterschriften, rund 300 Menschen haben sich seiner Forderung schon angeschlossen.

Gerichtet ist die Petition an Andreas Schmiedel, den Bürgermeister der Gemeinde Sehmatal. Direkt habe er im Rathaus niemanden kontaktiert, berichtet Neufeldt. Er habe gehört, dass eine ähnliche Forderung, die Situation an der Kreuzung zu verbessern, ins Leere gelaufen sei. "Doch eine Lösung ist mir wichtig, für meine und andere Kinder", erklärt der Sehmaer. Diese Lösung müsse nicht zwingend ein Zebrastreifen sein. Er könne sich auch eine Ampel vorstellen - Hauptsache, die Lage verbessert sich. Neufeldt befürchtet, dass das Verkehrsaufkommen an der Kreuzung weiter wächst, wenn die Straße zwischen Sehma und Walthersdorf ausgebaut wird.

Obgleich die Petition noch nicht abgeschlossen wurde, ist man sich im Rathaus der Gemeinde des Problems längst bewusst. Wie Bürgermeister Andreas Schmiedel auf Anfrage von "Freie Presse" erklärte, laufen seit rund einem Jahr Vorbereitungen, um vor allem die Sicherheit für Fußgänger und Schüler an der Kreuzung zu verbessern. Die Gemeinde habe für entsprechende Planungen bereits Geld in die Hand genommen. Derzeit prüfe der Landkreis den Entwurf.

Zentraler Punkt sei es, "die Fußgänger aus dem Kreuzungsbereich rauszuholen und einen sicheren Übergang zu gewährleisten", so Schmiedel. Außerdem soll es an der Bushaltestelle mehr Aufstellfläche geben. Konkreter wollte er mit Verweis auf die Abstimmungen zwischen den Behörden noch nicht werden. "Die klare Botschaft ist, dass wir eine gute Lösung finden wollen", sagte Schmiedel. "Wir sind zuversichtlich, dass sich bis Jahresende was getan hat."www.openpetition.de

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