Figuren mit Herz ziehen ins Herz von Grünhainichen

Den frech, witzig und fröhlich wirkenden Holz- figuren der Firma Hobler wird es zu eng. Bis zum Tag des traditionellen Handwerks wollen sie sich neu eingerichtet haben.

Grünhainichen.

Oskar und Frieda, Max und Emma, Fritz und Otto sowie Gustav packen ihre Sachen. Die beiden Engel, das Kaninchen-Pärchen, das Schneemann-Duo, das kleine Teufelchen sowie alle anderen Figuren der Grünhainichener Familie ziehen um. Mit Sack und Pack. Ihr Geburtshaus an der Lengefelder Straße 6 ist zu klein geworden.

Die "Figuren mit Herz" ziehen ins Herz von Grünhainichen. "In das Fachwerkhaus gegenüber vom Spieldosenplatz - die Ortsmitte, das kulturelle Zentrum oder eben das Herz von Grünhainichen." So beschreiben Romy und Dirk Hobler den bevorstehenden Umzug ihrer Firma in die Chemnitzer Straße 49.


"Wir haben schon lange etwas Größeres gesucht", sagt Dirk Hobler, Inhaber der Firma Hobler - Figuren mit Herz. Nachdem der selbstständige Holzgestalter 2008 die ersten eigenen Räume noch in der Alten Gewerbeschule Grünhainichen angemietet hatte, befinden sich seit 2011 Lager, Verkaufsraum, Werkstatt und Büro der Firma im Erdgeschoss des Hauses an der Lengefelder Straße. Oben wohnt die Familie.

"Privatleben und Firma ließen sich so ideal verbinden", sagt der Vater dreier zum Teil schon erwachsener Kinder. Doch mit den Kindern wuchsen auch das Sortiment und der Maschinenpark. "Die Werkstatt platzt aus allen Nähten", schildert der 46-jährige Diplom-Designer die gegenwärtige Situation.

Das alte Fachwerkhaus an der Chemnitzer Straße, in dem sich früher ein Antikhandel und ein Schreibwarengeschäft befanden, sei nun der ideale Firmensitz. "In dem Gebäude ist nicht nur ausreichend Platz, es befindet sich auch in einer Top-Lage", sagt Romy Hobler zum Umzug aus der zweiten Reihe Grünhainichens an die Einfallstraße des Engeldorfes. Die 50-Jährige arbeitet als Erzieherin im "Kindergarten der Sinne" im Chemnitzer Flemminggebiet und bringt durch den täglichen Umgang mit Kindern so manche Idee für eine neue Holzfigur mit nach Hause.

Obwohl es nur rund 350 Meter sind, wird der für den Sommer geplante Umzug ein ordentlicher Kraftakt. "Da kommt viel Arbeit auf uns zu. Immer mal ein bisschen umräumen geht nicht. Da muss es einen großen Ruck geben", sagt der Firmenchef. Der gesamte Lagerbestand wechselt den Ort: Rohmaterial, Farben, Fertigware, Werkzeug. Die Maschinen müssen eingerichtet, die Regale gefüllt, der Präsentationsraum gestaltet und das Büro online geschaltet werden. "Und alles möglichst hintereinanderweg", sagt Hobler. Schließlich sollen die Arbeiten für die Weihnachtskollektion pünktlich beginnen. Lediglich der Musterbau soll weiter an der Lengefelder Straße bleiben.

"Ich hoffe, dass wir spätestens am dritten Oktoberwochenende zum Tag des traditionellen Handwerks fertig sind, damit wir den Besuchern unsere neuen Räume präsentieren können", sagt Romy Hobler. Überhaupt sollen Kunden, die sich auch für die Entstehungsgeschichte der frech, witzig und fröhlich wirkenden Figuren mit Herz interessieren, künftig bei der Arbeit in der Designmanufaktur über die Schulter schauen können. Oskar und Frieda, Max und Emma, Fritz und Otto, Gustav und die anderen freuen sich schon.

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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    0
    881924
    19.02.2019

    Danke! Sehr interessanter Artikel!!



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