Nachhaltigkeit im Alltag: So kann es gehen

Die Volkshochschule hat im Landkreis 20 Veranstaltungen organisiert, in der Referenten, Bauern, Gärtner und Handwerker erklären, wie jeder einzelne was für's Klima tun kann.

Freiberg.

Klimaschutz ist in aller Munde: Aber wie kann man selbst und mit einfachen Mitteln helfen, das Klima zu schützen? Darum dreht sich die neue Veranstaltungsreihe "Nachhaltig in die Zukunft" der Volkshochschule Mittelsachsen. Projektleiterin Saskia Kunth hat mehr als 20 Veranstaltungen im Landkreis auf die Beine gestellt, die von regionalen und überregionalen Referenten gestaltet werden. "Freie Presse" stellt erste Termine vor.

Lokal kaufen: Den Auftakt bildet am 5. Oktober, 15 Uhr, das Thema "Ich kauf's von nebenan - weg vom Supermarktregal, ab auf Nachbars Acker!" Anni Wachsmuth, Teamleiterin auf dem Hof zur bunten Kuh in Frankenberg, spricht über nachhaltige-biologisch-dynamische Landwirtschaft und führt Gäste über den Hof. In einem anschließenden Workshop können Teilnehmer ihren eigenen Tee mixen und in einem dekorativen Glas mit nach Hause nehmen.

Klimaschutz im Alltag: Am 7. Oktober, 19 Uhr, gibt Umweltpädagogin Sybille Ott Tipps, wie man das Klima im Alltag schützen kann. Sie erklärt aber auch, wie und warum sich bestimmte Verhaltens- und Lebensgewohnheiten entwickelt haben und ermittelt mit Teilnehmern den jeweils eigenen ökologischen Fußabdruck.

Biogas als Energiequelle: Erik Ferchau von der TU Bergakademie in Freiberg erklärt am 8. Oktober, 19Uhr, im Gymnasium Penig, wie mit Biogas Müllprobleme gemindert und wertvoller Dünger und Energie erzeugt werden können.

Klimaschwindel: Professor Jörg Matschullat von der Bergakademie forscht seit Jahren zum Klimawandel. Am 10. Oktober, 19 Uhr, spricht er in der Brettmühle Mulda darüber, welchen Wert Nachrichten zum Thema haben, was vertrauenswürdig ist und welche Informationen eher in die Irre führen.

E-Mobilität und die Folgen: Am Beispiel des Lithium-Industrialisierungsprojektes im Salzsee Uyuni/ Bolivien geht Referent Oscar Choque am 16. Oktober, 19 Uhr im Stadthaus Augustusburg der Frage nach, ob die sich anbahnende Lithiumnachfrage die Wirtschaftsentwicklung in Bolivien fördert, oder es Mensch und Natur vor Ort bedroht.

Nachhaltig gärtnern: Jens Ossada betreibt in Kriebstein das Refugium Ehrenberg samt Kunst-Garten und erläutert dort am 19. Oktober, 15 Uhr, an zahlreichen Beispielen einen nachhaltigen Kompromiss aus Permakultur, Ziergarten, Upcycling von Baustoffen und Insektenschutz in der Gartengestaltung.

Umdenken in der Jagd: Der Wald ist durch den Klimawandel gestresst. Henrik Thode, Vorsitzender im ökologischen Jagdverein Sachsen, erläutert am 5. November, 18 Uhr im Kloster Buch in Leisnig die Rolle der Jagd im Zusammenhang mit dem notwendigen naturnahen Waldumbau.

Energiehunger: Elisabeth Jüschke vom BUND Sachsen spricht am 7. November, 19 Uhr im Gymnasium Brand-Erbisdorf über die Konsequenzen des stetig wachsenden Energiehungers in der Industrie, aber auch in Privathaushalten. Im Vortrag gibt sie Tipps, was jeder einzelne tun kann.

Nachhaltig im Handwerk: Am 20. November öffnet Bäckermeister Ronny Schmieder ab 13 Uhr seine Backstube in Frauenstein. Den ganzen Tag über können Besucher erleben, wie Brötchen und Stollen hergestellt werden. Vertreter der Webermühle erläutern vor Ort, welchen Weg das Getreide von der Pflanze zum Mehl nimmt. Der Zulieferer Bäko wird aufzeigen, wie sich Snacks aus Brot herstellen lassen. Auch die Halsbrücker Kleinstbrauerei und der Kaffeesachse stellen sich und ihre Arbeit dort vor.

Vorschau: 2020 gibt es weitere Veranstaltungen zu Themen wie Plastik, Solarthermie, Folgen des Klimawandels für die Landwirtschaft oder zum Bauen mit ökologischen Baustoffen. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenfrei. Das Projekt wird vom Freistaat mitfinanziert.

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