«Pfad der Erinnerung» im ehemaligen KZ Sachsenburg eröffnet

Frankenberg (dpa/sn) - Der erste Abschnitt eines «Pfads der Erinnerung» ist am Sonntag auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenburg eröffnet worden. Die Einweihung von drei Infotafeln ist der Auftakt für eine geplante Gedenkstätte. An der Einweihung nahmen laut Schüller etwa 50 Menschen teil.

Erklärtafeln sollen künftig die Nutzung unterschiedlicher Gebäude des Konzentrationslagers sowie die Inhaftierungsbedingungen erläutern, wie Anna Schüller, Vorsitzende des Vereins Geschichtswerkstatt Sachsenburg, sagte. Am Dienstag, 25. Juni, sollen sieben weitere Tafeln eingeweiht werden. Bis zum Jahresende sollen dann nach Angaben der Stadt weitere Tafeln aufgestellt werden. Insgesamt sind für das Projekt 135 000 Euro aus Fördermitteln der Stiftung Sächsische Gedenkstätten eingeplant. An der Gedenkveranstaltung und Einweihung nahmen laut Schüller etwa 50 Menschen teil.

Im Vorfeld der Eröffnung war ein Disput zwischen dem Verein und der Stadt eskaliert. Hauptstreitpunkt war die ruinöse ehemalige Kommandantenvilla. Die Stadt will das Gebäude abreißen lassen, die Geschichtswerkstatt möchte es erhalten.

Das KZ Sachsenburg wurde im April 1933 in einer damaligen Spinnerei eingerichtet. Seine Schließung erfolgte offiziell am 9. Juli 1937.

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