Wetterstation: neuer Vorstoß

Die Grünen sprechen von einer Wetterdatenmisere auf dem Fichtelberg. Geht es nach ihnen, soll nun der Freistaat ran.

Oberwiesenthal.

Seit 1. Januar gibt es auf dem Fichtelberg keine offizielle Wetterbeobachtung durch Mitarbeiter des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mehr. Stattdessen wird auf Vollautomatik gesetzt: Die Wetterwarte ist zur Wetterstation geworden. Doch auch über ein Vierteljahr nach Ende der manuellen Datenerfassung wollen sich die Grünen nicht damit abfinden. Sie fordern: Der Freistaat muss ran und dafür sorgen, dass verlässliche Daten vorliegen. "Das Landeshochwasserzentrum könnte diese Aufgaben übernehmen", sagt Landtagsabgeordneter Volkmar Zschocke.

Wieso ist dieses Thema den Grünen so wichtig? Sie argumentieren, dass die rein automatische Messung unpräzise und lückenhaft ist. Das könne schwere Folgen haben. "Speziell auch mit dem Wegfall korrekter Daten zum Wassergehalt des Schnees ist es für die Wasserwirtschaft gerade im Hinblick auf Hochwasserereignisse kaum mehr möglich, im Freistaat ein nachhaltiges Hochwasserschutzmanagement zu betreiben", heißt es in einer Mitteilung der Erzgebirgs-Grünen. Die Rede ist gar von einer "Wetterdatenmisere auf dem Fichtelberg". Darum haben die Grünen im Landtag kürzlich einen Antrag eingereicht, dass der Freistaat die Verhandlungen mit dem DWD aufnimmt, um die Wetterstation schnellstmöglich als Messstelle ins Landesniederschlagsmessnetz aufzunehmen - inklusive entsprechender technischer und personeller Ausstattung. Doch auch unabhängig davon gibt es voraussichtlich ab 1. Juli neues Personal auf dem Fichtelberg: Der DWD sucht über einen Dienstleister Minijobber, die die vollautomatische Messtechnik warten und den Rasen mähen. Es gibt ein Dutzend Bewerbungen.

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